Unternehmen investieren in KI, fehlende Strukturen bremsen Effizienz
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(ots) -
- Mehr als vier von fünf Führungskräften (85 %) sehen Anpassungsfähigkeit als überlebenswichtig, doch nur sieben Prozent unterstützen ihre Mitarbeitenden ausreichend.
- Obwohl 60 Prozent der Führungskräfte KI zur Entscheidungsunterstützung nutzen, bewerten lediglich fünf Prozent das Management KI-basierter Entscheidungen als zuverlässig.
- Fast zwei Drittel der Unternehmen (65 %) erwarten grundlegende kulturelle Veränderungen durch KI; 34 Prozent geben an, dass ihre Kultur die Transformation aktiv behindert.
Trotz breiter Nutzung von Künstlicher Intelligenz gelingt es vielen Unternehmen nicht, messbare Vorteile damit zu realisieren. Denn die organisatorische Reife bleibt weit hinter der technologischen Nutzung zurück. Die Folge sind geringe Effizienzgewinne und wachsende kulturelle Spannungen innerhalb der Organisationen. Dies zeigt der aktuelle Global Human Capital Trends Report 2026 von Deloitte.
Der Großteil der befragten Führungskräfte (85 %) erkennt Anpassungsfähigkeit als überlebenswichtig an. Gleichzeitig erklären nur sieben Prozent, dass sie ihre Mitarbeitenden beim kontinuierlichen Lernen ausreichend unterstützen. Ein Drittel der Beschäftigten hat im vergangenen Jahr tiefgreifende Veränderungen erlebt, doch nur 27 Prozent der Unternehmen steuern diesen Wandel wirksam.
"Die Geschwindigkeit, mit der sich Arbeit verändert, überholt viele Organisationen. KI beschleunigt Prozesse, aber Strukturen und Verantwortlichkeiten halten nicht Schritt", sagt Sebastian Pfeifle, Human Capital Lead bei Deloitte Deutschland.
Organisatorische Lücken verhindern wirksame KI-Nutzung
Obwohl 60 Prozent der Führungskräfte KI zur Unterstützung bei Entscheidungen nutzen, bewerten lediglich fünf Prozent das Management dieser KI-basierten Entscheidungen als zuverlässig. Nur sechs Prozent machen Fortschritte beim Work Design für die Zusammenarbeit von Mensch und Maschine - mit klaren Rollen, Entscheidungsrechten und Interaktionsregeln. Die Wirkung vieler KI-Initiativen bleibt demnach begrenzt, da die Technologie zwar eingeführt, aber nicht organisatorisch verankert wird.
Kulturelle Hürden bei der KI-Transformation
Der Report weist auf deutliche kulturelle Brüche hin, die als Bremsklotz wirken. 65 Prozent der Unternehmen erwarten grundlegende kulturelle Veränderungen durch KI. Gleichzeitig geben 34 Prozent an, dass ihre Kultur die Transformation aktiv behindert. Zudem fühlen sich 42 Prozent der Mitarbeitenden beim Umgang mit KI nicht ausreichend berücksichtigt. Diese "Culture Debt" beeinflusst direkt Vertrauen, Geschwindigkeit und Entscheidungsqualität. Unsichere Rahmenbedingungen verlangsamen Organisationen, selbst dort, wo die Technologie bereits vorhanden ist.
KI verlangt neue Strukturen
Klassische Funktionssilos verlieren angesichts der KI-Entwicklung an Bedeutung. 66 Prozent der Führungskräfte halten traditionelle Funktionen wie HR, Finance, IT oder Legal für nicht mehr zeitgemäß, um KI-getriebene Arbeitsmodelle zu unterstützen. Dennoch erzielen nur sieben Prozent nennenswerte Fortschritte bei deren Modernisierung. Funktionsübergreifende Orchestrierung wird damit zu einem entscheidenden Faktor für den Unternehmenserfolg.
"Unternehmen, die heute schon von KI profitieren, tun vor allem eines: Sie machen Organisation zur Chefsache. Sie verankern Anpassungsfähigkeit im Arbeitsfluss, schaffen Transparenz in KI-gestützten Entscheidungen, designen klare Rollen zwischen Mensch und Maschine und behandeln Kultur als strategische Infrastruktur. Erst dann kann KI ihren vollen Wert entfalten", betont Pfeifle die Erfolgsfaktoren.
Methodik der Studie
Die 15. Ausgabe der Global Human Capital Trends basiert auf den Antworten von über 9.000 Teilnehmenden weltweit, darunter 1.761 Führungskräfte aus 76 Ländern, sowie ergänzenden Gesprächen mit 50 internationalen Expert:innen. Der Erhebungszeitraum lag zwischen Mai und Oktober 2025. Die Kombination aus quantitativer Befragung und qualitativen Tiefeninterviews liefert ein umfassendes Bild darüber, wie Organisationen den Wandel von Arbeit, Technologie und Kultur erleben.
Über Deloitte
Deloitte bietet führende Prüfungs- und Beratungsleistungen für nahezu 90% der Fortune Global 500®-Unternehmen und Tausende von privaten Unternehmen an. Rechtsberatung wird in Deutschland von Deloitte Legal erbracht. Unsere Mitarbeitenden liefern messbare und langfristig wirkende Ergebnisse, die dazu beitragen, das öffentliche Vertrauen in die Kapitalmärkte zu stärken, und unsere Kunden bei Wandel und Wachstum unterstützen. Deloitte baut auf eine über 180-jährige Geschichte auf und ist in mehr als 150 Ländern tätig. Erfahren Sie mehr darüber, wie die über 470.000 Mitarbeitenden von Deloitte zusammenarbeiten, um das Leitbild "making an impact that matters" täglich zu leben: www.deloitte.com/de.
Deloitte bezieht sich auf Deloitte Touche Tohmatsu Limited (DTTL), ihr weltweites Netzwerk von Mitgliedsunternehmen und ihre verbundenen Unternehmen (zusammen die "Deloitte-Organisation"). DTTL (auch "Deloitte Global" genannt) und jedes ihrer Mitgliedsunternehmen sowie ihre verbundenen Unternehmen sind rechtlich selbstständige und unabhängige Unternehmen, die sich gegenüber Dritten nicht gegenseitig verpflichten oder binden können. DTTL, jedes DTTL-Mitgliedsunternehmen und verbundene Unternehmen haften nur für ihre eigenen Handlungen und Unterlassungen und nicht für die der anderen. DTTL erbringt selbst keine Leistungen gegenüber Kunden. Weitere Informationen finden Sie unter www.deloitte.com/de/UeberUns.
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Datum: 10.03.2026 - 12:48 Uhr
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