Mehrheit in Deutschland will Ausbau der Erneuerbaren für nationale Sicherheit: Deutsche Umwelthilfe fordert Ende der fossilen Abhängigkeit
ID: 2236922

(ots) -
- DUH veröffentlicht Umfrage: 57 Prozent der Menschen in Deutschland sehen in Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen eine Gefährdung der nationalen Sicherheit, 58 Prozent wollen Priorisierung der Energiewende
- Kurs der Bundesregierung bei Netzpaket, Erneuerbaren-Energien-Gesetz und Gebäudemodernisierungsgesetz widerspricht dem Mehrheitswillen in Deutschland
- "Erneuerbare als Sicherheitsenergie": DUH fordert von Bundesregierung Agenda für Ausstieg aus fossilem Öl und Gas
Angesichts zunehmender internationaler Konflikte besteht in der deutschen Bevölkerung großes Misstrauen gegenüber fossilen Energieträgern wie Kohle, Öl und Gas. Dies geht aus einer repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstitut Opinium hervor, die die Deutsche Umwelthilfe (DUH) veröffentlicht. 72 Prozent der Befragten sind nach jüngsten Entwicklungen demnach überzeugt, dass die Abhängigkeit von fossilen Energielieferungen das Risiko internationaler Konflikte erhöht, 57 Prozent sehen dadurch die nationale Sicherheit geschwächt. Dementsprechend wünschen sich 58 Prozent der Menschen in Deutschland eine Priorisierung der Energiewende. Die Befragung wurde im Februar 2026 nach der US-Intervention in Venezuela und Trumps Drohungen zur Annexion Grönlands durchgeführt - noch vor Kriegsbeginn in Iran, der dieses Stimmungsbild absehbar noch verstärkt haben dürfte.
Die DUH fordert die Bundesregierung auf, dem Mehrheitswillen der Menschen in Deutschland jetzt zu folgen und die Energiewende entschieden voranzutreiben.
Sascha Müller-Kraenner, Bundesgeschäftsführer der DUH: "Die Menschen in Deutschland haben verstanden: Der Ausbau der Erneuerbaren ist nicht nur für Klimaschutz unabdingbar, er macht Deutschland auch sicherer. Die Entwicklungen der vergangenen Tage mit explodierenden Öl- und Gaspreisen zeigen, wie hoch unsere Abhängigkeit von Fossilen immer noch ist. Der übertriebene Ausbau der LNG-Infrastruktur hat dies in den vergangenen Jahren noch verstärkt. Es ist Zeit, dass die Bundesregierung einen Schlussstrich unter das Kapitel fossile Energieträger zieht und eine Strategie für den schrittweisen Ausstieg aus Öl und Gas vorlegt. Wir fordern den beschleunigten Ausbau von Erneuerbaren als Sicherheitsenergie."
Barbara Metz, Bundesgeschäftsführerin der DUH: "Mit dem geplanten Gebäudemodernisierungsgesetz ebnet die Bundesregierung den Weg für neue Öl- und Gasheizungen - und damit für Jahrzehnte neuer fossiler Abhängigkeiten. Wie fatal dieser Kurs ist, sehen wir gerade: Der Krieg im Iran lässt Öl- und Gaspreise sofort steigen. Wer jetzt wieder auf fossile Heizungen setzt, macht Deutschland bewusst abhängig von globalen Krisen und Märkten. Stattdessen brauchen wir erneuerbare Energien und effiziente Gebäude. Der energiepolitische Kurs dieser Bundesregierung ist schlicht verantwortungslos."
Bei den Wählerinnen und Wählern der Regierungsparteien ist das Stimmungsbild zum Teil noch deutlicher: 67 Prozent (CDU/CSU) beziehungsweise 61 Prozent (SPD) sind der Meinung, dass die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen die nationale Sicherheit schwächt. 72 Prozent der Wählerinnen und Wähler von CDU/CSU wollen der Energiewende Vorrang einräumen, bei der SPD sind es sogar 81 Prozent.
Hintergrund:
Die Umfragedaten wurden vom Meinungsforschungsinstitut Opinium zwischen dem 4. und 15. Februar 2026 online mittels computerunterstützter webbasierten Interviews (CAWI) erhoben. Die Daten wurden gewichtet, um sicherzustellen, dass die Ergebnisse national repräsentativ sind. Insgesamt wurden 1000 Personen befragt, was zu einer theoretischen Fehlermarge von ±3,1 Prozent führt.
Link:
Die Umfrageergebnisse finden Sie hier: https://l.duh.de/p260311
Pressekontakt:
Sascha Müller-Kraenner, Bundesgeschäftsführer
0160 90354509, mueller-kraenner@duh.de
Barbara Metz, Bundesgeschäftsführerin
0170 7686923, metz@duh.de
DUH-Newsroom:
030 2400867-20, presse@duh.de
www.duh.de
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Datum: 11.03.2026 - 06:00 Uhr
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