Fachpersonal bleibt rar - was Abhilfe schaffen kann
Die Diskussion um den Fachkräftemangel in Deutschland ist auch zu Beginn des Jahres 2026 alles andere als beendet: Zwar sank laut KfW-ifo-Fachkräftebarometer im Oktober 2025 der Anteil der Unternehmen, die über fehlende Fachkräfte klagen, auf rund 26 Prozent, doch der Mangel ist immer noch strukturell hoch. Viele offene Stellen bleiben trotz einer steigenden Arbeitslosigkeit unbesetzt. Zudem zeigt der Anstieg im Bauhauptgewerbe: In bestimmten Branchen hat sich die Lage zuletzt sogar noch zugespitzt. Gutes Fachpersonal ist gefragt wie selten zuvor. Dazu gehören zum Beispiel qualifizierte Handwerker, Pflegekräfte, IT-Spezialisten, aber auch viele weitere Berufsbilder. Nicht wenige Betriebe berichten, dass durch den Fachkräftemangel die Produktivität, die Innovation und das Wachstum gehemmt werden. Doch welche Lösungsansätze stehen bereit, um diesem Engpass nachhaltig zu begegnen?
Diese Maßnahmen können helfen
Eine "Wunderlösung" oder "Geheimwaffe" gibt es zwar nicht, dafür aber eine ganze Reihe von Maßnahmen, die zusammen dazu beitragen können, die Versorgung mit Fachpersonal zu verbessern.
- Weiterbildung darf kein Randthema sein, das heißt, Arbeitgeber, Politik und Bildungseinrichtungen müssen stärker miteinander kooperieren, damit Weiterbildungsangebote passgenau auf den Bedarf ausgerichtet werden können. Vor allem in wachstumsstarken Bereichen wie der Digitalisierung und den erneuerbaren Energien sollte lebenslanges Lernen stärker gefördert werden. Davon profitieren sowohl die Unternehmen als auch die Beschäftigten.
- Ebenso könnten Arbeitgeber mit zeitgemäßen Arbeitsmodellen punkten. Flexible Arbeitszeiten, familienfreundliche Strukturen und eine faire Vergütung tragen zur Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen bei. Vor allem in Bereichen, in denen ein massiver Engpass herrscht, ist dies essenziell. Beispiele sind soziale Berufe und das Gesundheitswesen.
- Für viele kleine und mittlere Unternehmen ist es schwierig, passende Recruiting-Strategien zu entwickeln oder geeignete Kandidaten zu finden. Hier kann eine externe Unterstützung sinnvoll sein, zum Beispiel durch eine qualifizierte Personalberatung in Düsseldorf. Vor allem für Betriebe ohne eigene HR-Abteilung kann dies ein echter Vorteil sein.
- Die betriebliche Ausbildung sollte schon in den Schulen attraktiver gemacht werden. Zwar gelten duale Ausbildungswege als Stärke des deutschen Systems, in vielen Fällen fehlt jedoch schlichtweg die Anreiz, um junge Menschen wirklich zu begeistern. Gerade Karrierewege in handwerklichen und technischen Berufen müssen stärker sichtbar gemacht werden.
- Darüber hinaus sollten Unternehmen Fluktuationsursachen systematisch messen und steuern, denn es kann nicht die Lösung sein, nur auf Neueinstellungen zu setzen. Statt nur ad hoc auf vakante Stellen zu reagieren, ist es sinnvoller, Abwanderung langfristig zu reduzieren und bestehende Fachkräfte zu binden.
Warum ist gutes Fachpersonal eigentlich so rar?
Zu den Hauptursachen gehört der demografische Wandel. Die Bevölkerung in Deutschland altert, mehr Menschen gehen in Rente als junge Fachkräfte nachrücken. Außerdem gibt es je nach Branche oft große Qualifizierungsprobleme. Ein besonders prägnantes Beispiel: In den MINT-Berufen verzeichnete man im Oktober 2025 rund 148 500 offene Stellen, die nicht besetzt werden konnten, obwohl sehr viele Menschen arbeitslos gemeldet waren. Insgesamt gesehen handelt es sich hier also um das Ergebnis von tiefgreifenden demografischen, strukturellen und bildungspolitischen Entwicklungen. Mit den oben genannten Maßnahmen lässt sich jedoch gegensteuern.Unternehmensinformation / Kurzprofil:
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Datum: 19.03.2026 - 11:40 Uhr
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