Werkstätten verschenken täglich Umsatz: Digitale Schadenaufnahme schafft neue Erlösquellen im Haftpflichtfall
ID: 2241122
Viele Kfz-Fachbetriebe bearbeiten weiterhin Haftpflichtschäden mit klassischen Kostenvoranschlägen (KVA), ohne die wirtschaftlichen Potenziale des Schadenfalls vollständig zu nutzen. Dabei bleiben häufig mehrere abrechenbare Leistungen unberücksichtigt. Ein digitaler Ansatz im Schadenmanagement zeigt nun, wie Werkstätten ihre vorhandenen Prozesse monetarisieren und gleichzeitig effizienter gestalten können.
Traditionell investieren Werkstätten Zeit in die Erstellung von Kostenvoranschlägen, die in Haftpflichtfällen häufig nicht vergütet werden. Wird das Fahrzeug anschließend fiktiv abgerechnet oder in einer anderen Werkstatt repariert, entsteht für den Betrieb kein direkter wirtschaftlicher Vorteil.
Digitale Lösungen wie strukturierte Schadenaufnahmeprozesse ermöglichen es hingegen, einzelne Arbeitsschritte als eigenständige, abrechenbare Positionen im Gutachten zu erfassen. Dazu zählen unter anderem:
Diagnose- und Prüfleistungen
Fahrzeugvermessung
Demontage- und Instandsetzungsarbeiten zur Schadenfeststellung
Nutzung von Infrastruktur (Bühne, IT, Arbeitsplatz)
Diese Leistungen können im Rahmen eines rechtssicheren Gutachtens berücksichtigt und gegenüber dem Versicherer geltend gemacht werden.
Beispiel aus der Praxis: Zusatzerlös durch strukturierte Schadenaufnahme
Anhand eines typischen Haftpflichtschadens (z. B. Fahrzeug mit Beschädigungen an Seitenwand, Stoßfänger und Felge) können durch die systematische Erfassung einzelner Arbeitsschritte zusätzliche Erlöse entstehen.
Im Beispiel ergeben sich durch dokumentierte Leistungen wie Demontage, Diagnose, Vermessung und digitale Schadenaufnahme Gesamterlöse im dreistelligen Bereich, die ansonsten im klassischen KVA-Prozess unberücksichtigt bleiben würden.
Digitale Prozesse als Effizienzfaktor
Neben der wirtschaftlichen Komponente bieten digitale Schadenaufnahme-Systeme auch operative Vorteile:
Reduzierter Zeitaufwand pro Schadenfall
Standardisierte und geführte Dokumentation
Schnellere Gutachtenerstellung (oft innerhalb von 24 Stunden)
Strukturierte Kommunikation zwischen Werkstatt, Gutachter und Versicherer
Für Fachbetriebe bedeutet dies eine Entlastung im Tagesgeschäft bei gleichzeitig besserer Auslastung vorhandener Ressourcen.
Rechtssicherheit und Einordnung
Die Abwicklung erfolgt im Rahmen der geltenden rechtlichen Vorgaben im Haftpflichtschadenrecht. Voraussetzung ist eine fachgerechte Dokumentation sowie die Qualifikation der beteiligten Betriebe.
Gerichtliche Entscheidungen bestätigen zunehmend, dass auch vorbereitende und begleitende Leistungen im Schadenprozess als erstattungsfähige Positionen anerkannt werden können, sofern sie nachvollziehbar dokumentiert sind.
Fazit
Werkstätten, die ihre Schadenaufnahme digitalisieren und strukturieren, können bestehende Prozesse wirtschaftlich neu bewerten. Statt unvergüteter Vorarbeit entstehen abrechenbare Leistungen, die direkt zur Verbesserung des Cashflows beitragen.
Der Wandel vom klassischen Kostenvoranschlag hin zur digitalen Schadenaufnahme markiert damit einen wichtigen Schritt in Richtung moderner und wirtschaftlich effizienter Kfz-Betriebe.Weitere Infos zu dieser Pressemeldung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
BESA unterstützt Kfz-Fachbetriebe bei der digitalen und strukturierten Abwicklung von Haftpflichtschäden und stellt Werkstätten Werkzeuge zur Verfügung, um Schadenprozesse effizient zu dokumentieren und abzuwickeln.
Datum: 28.03.2026 - 13:40 Uhr
Sprache: Deutsch
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