Warum ein Kleid die Machtfrage stellt: Sascha seziert in Negernbötel das Patriarchat

Warum ein Kleid die Machtfrage stellt: Sascha seziert in Negernbötel das Patriarchat

ID: 2241461

„Ist Weiblichkeit nicht mehr minderwertig, ist mein Kleid nur noch Mode.“ Mit diesem radikalen Satz bringt Sascha den Kern seines Solo-Programms auf den Punkt. Am 13. Juni 2026 feiert sein Stück „Aperol & Rollenbilder – Ein Abend mit Sascha“ Premiere im Hambötler Huus in Negernbötel bei Bad Segeberg. Es ist kein Abend über Mode-Trends, sondern eine tiefgreifende Analyse darüber, wie das herrschende System die Hälfte der Menschheit klein hält und warum echte Geschlechtergleichheit nur durch die Aufwertung des Weiblichen entstehen kann.



(firmenpresse) - Negernbötel, 31. März 2026

Die Abwertung des Weiblichen als Systemfehler

Sascha, ein echter Altonaer Jung, nutzt sein Programm, um die unterdrückende Macht des Patriarchats offenzulegen. Für ihn ist die aktuelle gesellschaftliche Ordnung kein Naturgesetz, sondern eine Krankheit, deren Hauptsymptom die systematische Abwertung der Weiblichkeit ist. Im Stück wird deutlich: Wenn ein Mann ein Kleid trägt, ist die Irritation der Umwelt nicht auf den Stoff oder den Schnitt zurückzuführen, sondern auf den vermeintlichen „Abstieg“. Das System empfindet es als Bedrohung, wenn ein Mann freiwillig ein Symbol wählt, das das Patriarchat als „minderwertig“ oder „schwach“ markiert hat. Sascha macht deutlich, dass sein Auftreten im Jeanskleid ein feministisches Statement ist – ein Akt der Solidarität und der Sichtbarmachung einer jahrhundertealten Unterdrückungsstruktur.

Vom Privileg zum Widerstand

Aufgewachsen in Rothenburgsort, hat Sascha die Regeln des „Männerclubs“ von klein auf gelernt. In seinem Programm seziert er die sogenannten „AGB der Männlichkeit“. Dabei geht es ihm weniger darum, wie Männer noch mehr Raum einnehmen können, sondern darum, wie sie aufhören können, Komplizen eines Systems zu sein, das Frauen unterdrückt. Die „Männlichkeit als Gefängnis“ ist in seiner Interpretation kein Grund zum Selbstmitleid für den Mann, sondern der Mechanismus, der Männer dazu zwingt, das Patriarchat aufrechtzuerhalten. Das Stück legt offen, dass echte Gleichberechtigung nicht bedeutet, dass Männer nun auch „ein bisschen feminin“ sein dürfen, sondern dass die strukturelle Gewalt gegen alles Weibliche enden muss. Erst wenn Weiblichkeit nicht mehr als Makel oder Schwäche gilt, herrscht echte Freiheit.

Das Werkzeug der Sabotage

Die eine Sekunde Das zentrale Element des Abends, die „eine Sekunde des Zögerns“, wird hier nicht als Life-Hack für ein besseres Leben präsentiert, sondern als ein Werkzeug der systemischen Sabotage. Sascha zeigt auf, dass das Patriarchat von der automatischen Bestätigung lebt – vom Mitlachen bei sexistischen Witzen, vom Schweigen bei Herabwürdigungen, vom Wegsehen bei Gewalt. Das bewusste Zögern in genau diesem Moment ist der Sand im Getriebe der Macht. Es ist die Sekunde, in der das System keine Bestätigung erhält und dadurch ins Wanken gerät. Es geht Sascha um die radikale Entscheidung, die Hälfte der Menschheit nicht länger kleinzuhalten, indem man die Sprache und die Mechanismen der Unterdrückung verweigert.



Feminismus statt männlicher Selbstoptimierung

Sascha positioniert sich klar: Er will nicht den Weg weisen, wie Männer noch erfolgreicher die Welt „erobern“ können. Er will zeigen, dass der Thron, auf dem das Patriarchat sitzt, auf den Schultern derer gebaut ist, die als „weiblich“ abgewertet werden. Unterstützt von seinen Töchtern auf der Bühne, wird das Stück zu einem Plädoyer für eine Zukunft, in der Geschlechtergleichheit keine Floskel, sondern gelebte Realität ist. Der Abend im Hambötler Huus, unterstützt durch einen lokalen Trägerverein, sucht den harten Dialog. Sascha will nicht lehren oder überzeugen – er will den Raum öffnen, um die hässliche Fratze der Unterdrückung gemeinsam anzusehen und zu fragen: „Was hält uns davon ab, dieses System heute zu beenden?“

Dialog auf Augenhöhe und ohne Dogmen

Nach der Performance endet der Abend nicht mit einem fertigen Rezept für die Weltrettung. Sascha bleibt auf der Bühne und lädt das Publikum ein, die eigenen Erfahrungen mit dem System zu teilen. „So ist meine Welt, wo siehst du deine?“ ist keine Einladung zur Selbstdarstellung, sondern eine Aufforderung, die eigenen Boxen und Privilegien zu hinterfragen. Der Abend verspricht, bittersüß zu werden – wie der Aperol, der dem Stück seinen Namen gab: Leuchtend in der Hoffnung, aber bitter in der Erkenntnis der aktuellen Zustände.

Termin-Details und Anmeldung:

Die Premiere findet am 13. Juni 2026 im Hambötler Huus, Negernbötel (bei Bad Segeberg) statt. Der Eintritt ist frei, um eine vorherige Anmeldung über die offizielle Projektseite wird jedoch aufgrund der begrenzten Platzkapazitäten gebeten.
Weitere Informationen zum Künstler, zum Hintergrund des Projekts und zum Buchungssystem finden Interessierte unter https://queerbogen.de.
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Datum: 31.03.2026 - 07:01 Uhr
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Ansprechpartner: Sascha
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Negernbötel / Bad Segeberg



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Freigabedatum: 31.03.2026

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