Giftige Stoffe und verschluckbare Kleinteile - Die Risiken von Badespielzeug
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(ots) - Früher war ja bei vielen der Sonntag der Badetag - heutzutage geht's für die Kleinen aber öfter mal in die Wanne. Und das macht ja auch Spaß: Die Kids können im warmen Wasser planschen, tauchen und natürlich spielen - allerdings darf dann auch das Lieblingsbadespielzeug nicht fehlen. Neben der Quietsche-Ente sind das dann zum Beispiel Meerjungfrauen, kleine Boote oder halbe Vergnügungsparks mit Wasserrutschen für die Spielzeugfiguren. Was bei Kindern für leuchtende Augen sorgt, kann aber auch gleichzeitig gefährlich für sie werden. Worauf man bei Badespielzeug achten sollte, weiß Mario Hattwig.
Sprecher: Polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe und Phthalate - diese chemischen Stoffe können das geliebte Quietscheentchen zu einem Risiko werden lassen, so Dr. Susanne Woelk von der Aktion Das sichere Haus.
O-Ton 1 (Dr. Susanne Woelk, 19 Sek.): "Diese Stoffe können sich aus dem Produkt lösen, zum Beispiel, wenn ein Kind darauf herumkaut, das passiert ja oft in der Badewanne. Und ja, im menschlichen Körper finden sich diese Stoffe, die als erbgutverändernd, fortpflanzungsgefährdend und krebserregend gelten, dann zum Beispiel in Blut und Urin wieder. Deswegen sind sie in Kinderspielzeug auch grundsätzlich verboten."
Sprecher: Weichmacher wie Phthalate können übrigens auch in aufblasbaren Planschbecken enthalten sein, die oft schon stark nach Chemie riechen. Besser sind Sand- oder Wassermuscheln aus hartem Kunststoff. Achten sollte man außerdem auf den Hinweis "phthalatfrei" und auf das GS-Zeichen, das für geprüfte Sicherheit steht. Badespielzeug kann aber auch beim Thema Kleinteile gefährlich werden, wenn diese sich lösen und von Kleinkindern eingeatmet oder verschluckt werden.
O-Ton 2 (Dr. Susanne Woelk, 24 Sek.): "Wie real dieses Risiko ist, zeigen die Produktrückrufe auf der Webseite rückrufe.de der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin. Das ist ein Informationsportal für Produktrückrufe und Verbraucherwarnungen, das schnell und umfassend über gefährliche Produkte informiert. Da sind eben Stammgäste Produkte aus Fernost die über große Onlineportale vertrieben werden. Aber es gibt auch im stationären Einzelhandel riskantes Badespielzeug."
Sprecher: Und auch Schimmel, Keime und Bakterien finden sich oft im Badespielzeug, wenn Wasser in Löcher eindringt aber nur schlecht wieder abfließen kann. Im feuchtwarmen Badezimmerklima entwickeln sich dann schnell Pilz- und Bakterienkolonien. Verhindern kann man das, indem man entsprechende Löcher abklebt und das Spielzeug gut trocknet. Kaufen sollte man Badespielzeug am besten offline.
O-Ton 3 (Dr. Susanne Woelk, 18 Sek.): "Denn wenn etwas penetrant nach Chemie riecht, kann man es im Laden lassen. Ich bin auch dafür, eher weniger Spielzeug zu kaufen, das sowohl in der Badewanne am Strand und im Planschbecken genutzt werden kann. Das heißt vor allem möglichst wenig Plastik. In der Badewanne ist Badespielzeug mit Saugnäpfen zum Befestigen an der Wand sehr praktisch. Dann kann das Kind daran schon mal nicht knabbern."
Weichmacher, gefährliche Kleinteile und Keime, die sich im Inneren bilden können. Badespielzeug kann für unsere Kids also durchaus gefährlich werden. Mehr Infos zu diesem und vielen weiteren Themen rund um Sicherheit in Heim und Freizeit, finden Sie auf der Website www.das-sichere-haus.de.
Pressekontakt:
Dr. Susanne Woelk
Geschäftsführerin "Das sichere Haus"
Tel.: 040 / 298 104 62
Mail: s.woelk@das-sichere-haus.de
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Datum: 31.03.2026 - 09:00 Uhr
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