Warum der Osterhase besser einen Steuerberater hätte
ID: 2241666
Steuern auf Eier (Bildquelle: Serenkonata/stock.adobe.com)(firmenpresse) - Ostern ohne Ei? Undenkbar. Ob bunt gefärbt, aus Schokolade oder vom Osterhasen versteckt - das Ei gehört zum Fest wie der Kaffee zum Montagmorgen. Während Verbraucher beim Einkauf vor allem auf Geschmack und Optik achten, legt sich das Finanzamt ein Ei. Denn steuerlich ist Ei nicht gleich Ei.
Rund um die Umsatzsteuer wird es bei Eiern überraschend komplex. "Entscheidend ist nicht nur, wo das Ei gekauft wird, sondern auch welchem Zweck es dient und in welcher Form es zum Verzehr bestimmt ist", erklärt die Lohnsteuerhilfe Bayern. Zwischen Frühstückstisch, Restaurant und Dekoration liegen steuerlich Welten.
So gilt für klassische Lebensmittel in der Regel der ermäßigte Steuersatz: Frische oder gekochte Hühnereier aus dem Supermarkt werden mit 7 Prozent besteuert. Wer direkt beim Bauern kauft, zahlt aufgrund einer Sonderregelung für Landwirte einen Satz von 7,8Prozent. Stammt das Ei von einem umsatzsteuerlichen Kleinunternehmer, kann es sogar ganz steuerfrei sein.
Wird das Ei hingegen im Restaurant verzehrt, fallen 19 Prozent Umsatzsteuer an. Zumindest war das bis Ende letzten Jahres so, da der Service im Restaurant mit einbezogen wurde. Seit Januar 2026 gilt jedoch der ermäßigte Steuersatz von 7 Prozent, der auch schon bisher für die Mitnahme von Eier-Gerichten anfiel. Auch bei Süßwaren bleibt der Fiskus moderat. Schokoladeneier und auch Überraschungseier mit Spielzeug im Inneren werden ebenfalls mit 7 Prozent besteuert.
Keine Gnade kennt das Steuerrecht jedoch bei reiner Dekoration. Ob aus Holz, Filz, Porzellan oder Kunststoff: Deko-Eier unterliegen dem regulären Steuersatz von 19 Prozent. Immerhin, eine Luxussteuer für Schmuck, unter die die teuersten Eier der Welt, die Fabergé-Eier, fallen, gibt es in Deutschland nicht.
So zeigt sich einmal mehr, dass selbst scheinbar einfache Dinge im Steuerrecht erstaunlich differenziert betrachtet werden. In diesem Sinne wünschen wir allen Lesern: frohe Ostern und ein erfolgreiches Eiersuchen.
www.lohi.de/steuertippsWeitere Infos zu dieser Pressemeldung:
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Die Lohi (Lohnsteuerhilfe Bayern e. V.) mit Hauptsitz in München wurde 1966 als Lohnsteuerhilfeverein gegründet und ist in rund 300 Beratungsstellen bundesweit aktiv. Mit mehr als 700.000 Mitgliedern ist der Verein einer der größten Lohnsteuerhilfevereine in Deutschland. Die Lohi zeigt Arbeitnehmern, Rentnern und Pensionären - im Rahmen einer Mitgliedschaft begrenzt nach § 4 Nr. 11 StBerG - alle Möglichkeiten auf, Steuervorteile zu nutzen.
Lohnsteuerhilfe Bayern e. V.
Nicole Janisch
Werner-von-Siemens-Str. 5
93128 Regenstauf
presse(at)lohi.de
09402 5040147
www.lohi.de
Datum: 31.03.2026 - 12:20 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 2241666
Anzahl Zeichen: 2239
Kontakt-Informationen:
Ansprechpartner: Tobias Gerauer
Stadt:
München
Telefon: 089 278 131 78
Kategorie:
Vermischtes
Diese Pressemitteilung wurde bisher 132 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Warum der Osterhase besser einen Steuerberater hätte"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Lohnsteuerhilfe Bayern e. V. (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).




