Freiwilliger Nachhaltigkeitsbericht als Bürokratie-Schutzschild
ID: 2243612
Auch für kleine Unternehmen sinnvoll – SKZ unterstützt vollumfänglich

(PresseBox) - Auch ohne gesetzliche Pflicht kann ein Nachhaltigkeitsbericht für KMU zum entscheidenden Wettbewerbsvorteil werden. Der freiwillige VSME-Standard hilft, Anfragen großer Geschäftspartner effizient zu beantworten und Transparenz in der Lieferkette zu schaffen. Das Kunststoff-Zentrum SKZ unterstützt Unternehmen dabei umfassend – von der Analyse relevanter Kennzahlen bis zur fertigen Dokumentation.
Am 24. Februar 26 hat der EU-Rat das Omnibus I-Paket final verabschiedet und damit die Unsicherheit in Bezug auf die Nachhaltigkeitsberichtpflicht beendet. Ab einer Unternehmensgröße von 1000 Mitarbeitenden bzw. ab einem Nettoumsatzerlös von 450 Mio. Euro ist ein Nachhaltigkeitsbericht für Unternehmen verpflichtend. Diese Unternehmen benötigen nun Nachhaltigkeitsinformationen über ihre eigenen Aktivitäten aber auch über die ihrer Lieferkette. Kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) ist mit dem freiwilligen Berichtsstandard VSME ein Schutzschild in die Hand gegeben worden, um mit den Nachfragen ihrer großen Geschäftspartner effizient umzugehen.
Das Omnibus I-Paket verringert so den Kreis der betroffenen Unternehmen um ca. 90 %, misst aber gleichzeitig der freiwilligen Nachhaltigkeitsberichterstattung (Voluntary Sustainability Reporting Standard for non-listed SMEs (VSME)) einen höheren Stellenwert zu. Obwohl der Nachhaltigkeitsbericht freiwillig ist, wird er zu einem strategischen Vorteil, quasi einem „Schutzschild“, vor dem „Trickle-down-Effect“. Denn viele verpflichtete Unternehmen verlangen inzwischen Nachhaltigkeitsinformationen von ihren Zulieferern, um eigene Berichts- und Nachweispflichten erfüllen zu können. In der Praxis erfolgte dies meist mittels umfassender Umfragen, die an das Nachhaltigkeitsmanagement bzw. die Geschäftsführung gerichtet werden. Diese haben dann alle Hände voll zu tun, um die benötigen Daten intern zu sammeln und individuell zusammenzustellen.
Durch die Aktualisierung der regulatorischen Vorgaben im Rahmen der Omnibus-Verordnung dürfen größere Unternehmen künftig nur noch solche Nachhaltigkeitsinformationen von ihren Zulieferern anfragen, die auch im VSME-Nachhaltigkeitsbericht enthalten sind. Für kleine und mittlere Unternehmen bedeutet das einen deutlichen Effizienzgewinn: Statt umfangreiche Einzelanfragen ihrer Kunden zu beantworten, können sie einfach auf ihren VSME-Bericht verweisen, in dem alle relevanten Informationen gebündelt vorliegen. KMU, die intern bereits entsprechende Strukturen zur Datenerhebung aufgebaut und ihre Kennzahlen systematisch im VSME-Format dokumentiert haben, sind damit bestens vorbereitet.
Der VSME-Standard gliedert sich in Module aus den Bereichen „Allgemeines“, „Umwelt“, „Soziales“ und „Unternehmensführung“. Neben elf Basis-Modulen stehen neun erweiternde Comprehensive Module zur Verfügung. Insgesamt umfasst der Standard rund 40 Datenpunkte in den Basis-Modulen sowie 33 in den Comprehensive Modulen. Im Gegensatz zur aufwendigen doppelten Wesentlichkeitsanalyse der CSRD-Berichterstattung gilt beim VSME ein deutlich einfacherer Ansatz: Für einzelne Indikatoren greift lediglich ein „if applicable“-Prinzip.
Das Regionale Kompetenzzentrum KARE erstellt VSME-Nachhaltigkeitsberichte für kunststoffverarbeitende und Recycling-Unternehmen. Die bisherigen Erfahrungen zeigen, dass sich die erforderlichen Daten für die rund 20 Module effizient erheben lassen – beispielsweise aus bereits bestehenden ISO-Zertifizierungen. Das SKZ unterstützt Unternehmen dabei umfassend: von der Analyse relevanter Kennzahlen über die Strukturierung der Inhalte bis hin zur fertigen Dokumentation gemäß VSME-Standard.
„Gerade für kleine und mittelständische Unternehmen bietet ein eigener Nachhaltigkeitsbericht die Chance, sich sowohl organisatorisch als auch kommunikativ professionell aufzustellen, eigene Leistungen herauszuheben und gleichzeitig den Aufwand bei Kundenanfragen erheblich zu reduzieren“, erklärt Jonathan Lambers, Gruppenleiter Transformation der Kunststoffindustrie am SKZ.
Interessenten für ein Unterstützungsangebot werden gebeten, sich direkt an Jonathan Lambers zu wenden.
Weitere Informationen zu den Dienstleistungen im Bereich Nachhaltigkeit
Das SKZ ist ein Klimaschutzunternehmen und Mitglied der Zuse-Gemeinschaft. Diese ist ein Verbund unabhängiger, industrienaher Forschungseinrichtungen, die das Ziel verfolgen, die Leistungs- und Wettbewerbsfähigkeit der Industrie, insbesondere des Mittelstandes, durch Innovation und Vernetzung zu verbessern.
Weitere Infos zu dieser Pressemeldung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Das SKZ ist ein Klimaschutzunternehmen und Mitglied der Zuse-Gemeinschaft. Diese ist ein Verbund unabhängiger, industrienaher Forschungseinrichtungen, die das Ziel verfolgen, die Leistungs- und Wettbewerbsfähigkeit der Industrie, insbesondere des Mittelstandes, durch Innovation und Vernetzung zu verbessern.
Datum: 13.04.2026 - 10:04 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 2243612
Anzahl Zeichen: 4926
Kontakt-Informationen:
Ansprechpartner: Jonathan Lambers
Stadt:
Würzburg
Telefon: +49 (931) 4104-427
Kategorie:
Energie & Umwelt
Diese Pressemitteilung wurde bisher 150 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Freiwilliger Nachhaltigkeitsbericht als Bürokratie-Schutzschild"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
SKZ - Das Kunststoff-Zentrum (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Das Kunststoff-Zentrum SKZ hat mit einem deutschlandweiten Ideenwettbewerb innovative Ansätze für das Recycling alter Textilien ausgezeichnet. Schüler und Studenten entwickelten dabei Kunststoffbauteile aus Alttextilien. Die prämierten Beiträge überzeugten insbesondere durch ihre Innovationskr
SKZ tritt der EFEB bei und stärkt seine Rolle im europäischen Erosionsschutz ...
Das Kunststoff-Zentrum SKZ ist seit 2026 offizielles Mitglied im Europäischen Fachverband für Erosionsschutz und Begrünung e.V. (EFEB). Mit dem Beitritt intensiviert das Institut gezielt den fachlichen Austausch im Bereich Erosionsschutz und baut seine Position als unabhängiger Prüf- und Forsch
Mit dem Industrietechniker Additive Fertigung dem Fachkräftemangel begegnen ...
Der geprüfte Industrietechniker Fachrichtung Additive Fertigung (IHK) vermittelt umfassendes und praxisnahes Know-how entlang der gesamten Prozesskette – von Werkstoffen und Konstruktion bis zu Arbeitssicherheit und Produktionsmanagement. Das Kunststoff Zentrum SKZ gibt bekannt, dass der nächste
Weitere Mitteilungen von SKZ - Das Kunststoff-Zentrum
Digitaler Kilowatt.Käpt’n navigiert zum günstigsten Strom ...
Wer seinen Stromverbrauch clever managt, kann bares Geld sparen und dabei gleichzeitig das Klima schützen. Für diesen Zweck hat die WEMAG eine Home-Energy-Management-App entwickelt. Damit geht der kommunale Energieversorger einen Schritt weiter in Richtung Digitalisierung. Die App, kurz Kilowatt.K
Ein Kinderbuch, das Strom teilt: Wie ein E-Auto plötzlich zum Helfer für alle wird ...
Nagold, 2026 - Ein Stromausfall. Dunkelheit im Haus. Und dann hilft ausgerechnet das eigene Auto. Was zunächst ungewöhnlich klingt, wird im neuen Impulsbuch "Bidi - das Auto mit Nächstenliebe im Tank" zu einer Geschichte, die Technik verständlich und erlebbar macht. Im Mittelpunkt
Vorabendevent zum energate forum 2026 ...
Die industrielle Transformation ist kein Zukunftsthema mehr, sie findet jetzt statt. Zwischen steigenden Kosten, geopolitischen Unsicherheiten und ambitionierten Klimazielen geraten Unternehmen zunehmend in einen Zielkonflikt. Genau hier setzt die Kooperation von Greenflash und der energate GmbH an:
1. Hamburger Batterietag: Wissenschaft und Wirtschaft sind sich einig / Die Energiewende braucht Speicher, nicht Stillstand ...
Batteriespeicher sind systemreif, wirtschaftlich tragfähig und unverzichtbar für eine fossilfreie Energieversorgung. Während die energiepolitische Debatte in Deutschland aktuell von Zurückhaltung geprägt ist, setzte der 1. Hamburger Batterietag ein klares Signal für Beschleunigung und Umsetzun




