ADAC Systemvergleich zeigt: Regen und Nebel können Assistenzsysteme stark einschränken / Große Unterschiede bei den Herstellern
ID: 2244010

(ots) - Fast alle modernen Fahrzeuge sind mit einer Vielzahl an Sensoren und Kameras ausgestattet. Die gewonnenen Daten versorgen wichtige Systeme wie etwa den Notbremsassistenten. Der ADAC hat in einem Systemvergleich untersucht, wie sich wechselnde Wetterbedingungen auf die Funktionsweise der Sensoren auswirken. Die Untersuchungen fanden in der AVL-Wetterhalle in Roding statt. Hier können starke Regenschauer und Nebelwände sowie Blendung durch tiefstehende Sonne nachgebildet werden. Für die Versuche wurden je nach Szenario Regen und Nebel in verschiedenen Intensitäten erzeugt - in einem Fall simulierte ein spezieller Scheinwerfer eine tiefstehende Sonne durch die Nebelwand. Die Fahrzeuge fuhren für den Vergleich mit 30 km/h und mussten ein stehendes sowie in einem zweiten Szenario ein bewegtes Hindernis rechtzeitig erkennen und eigenständig bremsen.
Das Ergebnis zeigt, dass es große Unterschiede zwischen den Herstellern gibt. Kein System ist in der Lage, alle Szenarien ohne Fehler zu bestehen. Die beste Gesamtperformance zeigte der Mercedes CLA: Selbst im dichten Nebel, der sich bei vielen Systemen als großes Problem herausstellte, war das Auto in der Lage dazu, Hindernisse zu erkennen und ohne Kollision abzubremsen. Minuspunkte gab es, weil das System in einem Fall zwar einen kreuzenden Fußgänger erkannte und eine Bremsung einleitete, diese aber kurz darauf ohne erkennbaren Grund abbrach. Eine weitere Erkenntnis ist, dass mehr Sensorik nicht unbedingt bessere Ergebnisse zur Folge hat: Der Nio EL6 ist mit einem Radar, Lidar und einer Kamera ausgestattet. Zwar erzielte das Fahrzeug insgesamt zufriedenstellende Ergebnisse, zeigte aber bei dichtem Nebel mit Sichtweiten unter 20 Metern keine oder nur unzureichende Reaktionen.
Überraschend positiv zeigte sich das System von Tesla, das ausschließlich auf Kameras setzt. Regen oder leichter Nebel stellte das Fahrzeug vor keine Probleme. In anspruchsvolleren Fällen erkannte das System zwar die Hindernisse oder sprach eine Warnung aus, führte aber keine Notbremsung durch. Ein gänzlich anderes Bild zeigte sich beim BYD Seal: Das Fahrzeug hatte bei nahezu allen Bedingungen merkliche Schwächen - bei Starkregen und dichtem Nebel gab es quasi keine Reaktion mehr. Leider gab das Fahrzeug aber auch keine Warnung aus, dass die Systeme eingeschränkt sind oder unter den vorliegenden Bedingungen nicht mehr funktionieren.
Im Fazit lässt sich festhalten, dass gut abgestimmte Assistenzsysteme auch unter schwierigsten Umweltbedingungen eine sichere Unterstützung sein können. Allerdings sollten sich Autofahrer nie alleine auf die Funktion der Sensoren verlassen. Die Fahrzeughersteller müssen aus ADAC Sicht dem Fahrer klare Hinweise geben, sobald ein Assistenzsystem nicht mehr zur Verfügung steht.
Pressekontakt:
ADAC Kommunikation
T +49 89 76 76 54 95
aktuell@adac.de
Original-Content von: ADAC, übermittelt durch news aktuellWeitere Infos zu dieser Pressemeldung:
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 14.04.2026 - 00:00 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 2244010
Anzahl Zeichen: 3018
Kontakt-Informationen:
Ansprechpartner: ots
Stadt:
München
Kategorie:
Auto & Verkehr
Diese Pressemitteilung wurde bisher 363 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"ADAC Systemvergleich zeigt: Regen und Nebel können Assistenzsysteme stark einschränken / Große Unterschiede bei den Herstellern"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
ADAC (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Pünktlich zum Start der heißen Phase des Sommerreiseverkehrs sind die Kraftstoffpreise noch einmal massiv gestiegen. Laut aktueller ADAC Auswertung der Kraftstoffpreise in Deutschland kostet ein Liter Super E10 im bundesweiten Mittel derzeit 2,083 Euro und damit 5,9 Cent mehr als in der Vorwoche.
ADAC Test 2026: Unbewirtschaftete Rastplätze an Autobahnen / Sanitäranlagen bleiben größte Schwachstelle / Fast jeder zweite Rastplatz fällt durch ...
Der ADAC hat im Rahmen eines aktuellen Tests 50 unbewirtschaftete Rastplätze an deutschen Autobahnen aus seinem Tests 2022 wiederholt untersucht. Das Ergebnis fällt dabei deutlich schlechter aus als beim letzten Mal: Fast die Hälfte der Rastplätze (46 Prozent) erhält die Bewertung "mangelh
ADAC Stauprognose: 17. bis 19. Juli / Nordrhein-Westfalen startet in die Sommerferien/ Staugefahr steigt weiter ...
Mit dem Ferienbeginn in Nordrhein-Westfalen erreicht die Sommerreisewelle ihren nächsten Höhepunkt. Bis auf Bayern und Baden-Württemberg haben nun alle Bundesländer Sommerferien. Entsprechend voll wird es auf den Autobahnen. Zusätzlich sorgen Urlauber aus den europäischen Nachbarländern, in d
Weitere Mitteilungen von ADAC
IFAT 2026: FAUN zeigt vernetzte Lösungen für mehr Sicherheit, Effizienz und Nachhaltigkeit ...
Vom 4. bis 7. Mai 2026 sind wir auf der IFAT in München. Im Mittelpunkt stehen Lösungen, die den Arbeitsalltag spürbar sicherer und effizienter machen. Sicherheit hat für uns oberste Priorität und bildet die Grundlage für alle Entwicklungen. Mit dem Future Truck 2.0 zeigen wir die nächste Gen
Osterverkehr 2026 spürbar schwächer als in den Vorjahren / ADAC Auswertung: Hohe Kraftstoffpreise wirken auch auf den Ausflugsverkehr ...
Der Reise- und Ausflugsverkehr rund um Ostern 2026 ist im Vergleich zu den beiden Vorjahren spürbar zurückgegangen. Das zeigen aktuelle Auswertungen des ADAC auf Basis bundesweiter Verkehrsdaten. Sowohl auf den Fernstraßen als auch in typischen Ausflugsregionen war die Verkehrsdichte geringer als
ADAC Stauprognose: 17. bis 19. April / Einige Vollsperren bremsen den Verkehr ...
Nach dem Ende der Osterferien in etlichen Bundesländern steigt die Staugefahr zum Wochenende hin wieder leicht an. Abhängig vom Wetter kann es dann zu mehr Verkehr kommen, vor allem durch Wanderer und Wochenendausflügler in Richtung Alpen und anderen Ausflugsregionen. Insbesondere Freitagnachmitt
ADAC Stauprognose: 17. bis 19. April / Einige Vollsperren bremsen den Verkehr ...
Nach dem Ende der Osterferien in etlichen Bundesländern steigt die Staugefahr zum Wochenende hin wieder leicht an. Abhängig vom Wetter kann es dann zu mehr Verkehr kommen, vor allem durch Wanderer und Wochenendausflügler in Richtung Alpen und anderen Ausflugsregionen. Insbesondere Freitagnachmitt




