PR-Trendmonitor 2026: Kaum Bewegung bei den Gehältern
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(ots) - Kaum Bewegung bei den Gehältern, aber auch kein großer Frust: In der Kommunikationsbranche entwickeln sich die Einkommen wenig, insbesondere in PR-Agenturen steht die Zeit still, wenn es um Gehaltserhöhungen geht. Dennoch ist die Mehrheit der PR-Profis mit ihrem aktuellen Gehalt eher zufrieden und nur rund ein Fünftel der Beschäftigten denkt aufgrund dessen über einen Jobwechsel nach. Zu diesem Ergebnis kommt der aktuelle PR-Trendmonitor der dpa-Tochter news aktuell und P.E.R. Agency. An der Befragung haben 223 PR-Fach- und -Führungskräfte aus Deutschland teilgenommen.
Signifikante Unterschiede bei Pressestellen und PR-Agenturen
Die Zeit steht still - insbesondere, was die Gehälter in PR-Agenturen betrifft. So geben 56 Prozent der Kommunikatorinnen und Kommunikatoren aus PR-Agenturen an, dass ihr Gehalt in den vergangenen zwölf Monaten gleich geblieben ist. Zum Vergleich: Bei Pressestellen sind es 33 Prozent.
Die Mehrheit (43 Prozent) der Beschäftigten in Pressestellen gibt hingegen an, dass ihr Gehalt im gleichen Zeitraum um zwei Prozent oder mehr gestiegen ist. Dies entspricht der durchschnittlichen Inflationsrate von 2025. Bei PR-Agenturen sind es lediglich 27 Prozent, die einen entsprechenden Anstieg ihres Einkommens verzeichnen.
Unter Inflationsniveau entwickelten sich bei den Pressestellen ganze 22 Prozent der Gehälter. Bei PR-Agenturen betrifft dies nur 8 Prozent. Weitere 9 Prozent der PR-Profis auf Agenturseite geben an, dass ihr Gehalt sogar gesunken ist. Bei Pressestellen sind es lediglich 2 Prozent.
Pressestellen und PR-Agenturen eher zufrieden mit aktuellem Gehalt
Trotz signifikanter Unterschiede in der Gehaltsentwicklung ist die Mehrheit der PR-Profis in Pressestellen (41 Prozent) und PR-Agenturen (37 Prozent) eher zufrieden mit ihrem Gehalt. 14 Prozent in Pressestellen und 12 Prozent auf Agenturseite sind sogar sehr zufrieden.
Die Unterschiede in der Unzufriedenheit mit dem eigenen Gehalt liegen auf einem ähnlichen Niveau: So gibt ein knappes Drittel (29 Prozent) der Beschäftigten in Pressestellen an, eher bzw. sehr unzufrieden mit dem aktuellen Gehalt zu sein. In PR-Agenturen trifft das hingegen nur auf ein knappes Viertel (24 Prozent) zu.
16 Prozent der PR-Fachleute in Pressestellen stehen ihrem Gehalt neutral gegenüber. In PR-Agenturen trifft das auf 27 Prozent zu.
Knackpunkt Gehaltsverhandlung
Beim Thema Gehaltsverhandlungen sind sich die Befragten einig: Die Hälfte (50 Prozent) geht in diesem Jahr davon aus, dass diese eher bzw. eindeutig schwieriger werden. 37 Prozent glauben, dass die Verhandlungen weder leichter noch schwieriger werden. Nur 6 Prozent sehen eine Chance auf leichtere Gespräche.
Jobwechsel kein Thema
Und auch einen Jobwechsel aufgrund stagnierender Gehälter und schwieriger Neuverhandlungen erwägen insgesamt nur 21 Prozent der befragten PR-Profis. Die große Mehrheit von 56 Prozent sieht dafür keine Veranlassung. Weitere 23 Prozent sind noch unentschlossen.
Der Wunsch nach zusätzlichem Urlaub und externer Weiterbildung
Neben dem Gehalt sind zusätzliche Urlaubstage (48 Prozent) und Angebote für externe Weiterbildung (41 Prozent) die meist gewünschten Benefits. Knapp ein Fünftel wünscht sich bessere Homeoffice-Optionen (21 Prozent) sowie flexiblere Arbeitszeiten (22 Prozent). Immerhin 17 Prozent hoffen auf die Möglichkeit, im Ausland arbeiten zu können.
Alle Ergebnisse auf einen Blick:
Wie zufrieden sind Sie mit Ihrem aktuellen Gehalt?
Pressestellen (Basis: Alle Befragten, N = 104):
- Sehr zufrieden 14 %
- Eher zufrieden 41 %
- Neutral 16 %
- Eher unzufrieden 24 %
- Sehr unzufrieden 5 %
PR-Agenturen (Basis: Alle Befragten, N = 119):
- Sehr zufrieden 12 %
- Eher zufrieden 37 %
- Neutral 27 %
- Eher unzufrieden 18 %
- Sehr unzufrieden 6 %
Wie hat sich Ihr Gehalt in den vergangenen 12 Monaten entwickelt?
Pressestellen (Basis: Alle Befragten, N = 104):
- Um 2 % oder mehr gestiegen 43 %
- Um weniger als 2 % gestiegen 22 %
- Gleich geblieben 33 %
- Gesunken 2 %
PR-Agenturen (Basis: Alle Befragten, N = 119):
- Um 2 % oder mehr gestiegen 27 %
- Um weniger als 2 % gestiegen 8 %
- Gleich geblieben 56 %
- Gesunken 9 %
Glauben Sie, dass Ihre Gehaltsverhandlung in diesem Jahr eher leichter oder schwieriger wird?
- Eindeutig leichter 1 %
- Eher leichter 5 %
- Weder noch 37 %
- Eher schwieriger 30 %
- Eindeutig schwieriger 20 %
- Weiß nicht 7 %
Basis: Alle Befragten, N = 223
Erwägen Sie in 2026 einen Jobwechsel, wenn sich Ihr Gehalt nicht wie gewünscht entwickelt?
- Nein 56 %
- Vielleicht 23 %
- Ja 21 %
Basis: Alle Befragten, N = 223
Welche zusätzlichen Leistungen würden Sie sich neben dem Gehalt in diesem Jahr wünschen?
- Zusätzliche Urlaubstage 48 %
- Externe Weiterbildungsangebote 41 %
- Bessere Homeoffice-Optionen 21 %
- Flexiblere Arbeitszeiten 22 %
- Möglichkeit, im Ausland zu arbeiten 17 %
- Andere 14 %
Basis: Alle Befragten, N = 223 (Mehrfachnennungen)
Quelle: PR-Trendmonitor von news aktuell und P.E.R. Agency. Online-Befragung im Februar 2026 unter 223 Kommunikationsprofis aus Unternehmen und Organisationen in Deutschland.
Eine Einordnung der Ergebnisse gibt es auf dem news aktuell Blog: https://www.newsaktuell.de/blog/pr-trendmonitor-2026-gehaelter-zeit-steht-still/
Über den PR-Trendmonitor
Der PR-Trendmonitor ist eine Online-Umfrage der dpa-Tochter news aktuell und der Kommunikationsagentur P.E.R. Agency. Befragt werden regelmäßig Kommunikationsprofis aus Unternehmen, Organisationen und PR-Agenturen in Deutschland und der Schweiz. Die Umfrageergebnisse geben fundierte Einblicke in Trends, Herausforderungen und Entwicklungen, die sich in der Kommunikationsbranche abzeichnen. Der PR-Trendmonitor liefert PR-Fach- und Führungskräften wertvolle Insights für ihre Arbeit. Die Studien erscheinen seit über 20 Jahren und haben sich als wichtiger Indikator für die PR-Branche etabliert.
Über news aktuell
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Janina von Jhering
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Datum: 15.04.2026 - 08:00 Uhr
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