Medikationsbrief soll interprofessionelle Zusammenarbeit vereinfachen

Medikationsbrief soll interprofessionelle Zusammenarbeit vereinfachen

ID: 2244487

(ots) - Das neu entwickelte, digitale Format des Medikationsbriefs soll die interprofessionelle Zusammenarbeit zwischen Apothekerinnen und Apothekern mit Ärztinnen und Ärzten weiter verbessern und vereinfachen. Apothekerinnen und Apotheker übermitteln den Arztpraxen mit dem Medikationsbrief in standardisierter Form arzneimittelbezogene Probleme (ABP), insbesondere im Kontext der pharmazeutischen Dienstleistung 'Erweiterte Medikationsberatung bei Polymedikation'. Diese ABP können sich unter anderem auf Interaktionen, Nebenwirkungen, Dosierungen oder Darreichungsformen beziehen. Der Medikationsbrief kann zwischen Apotheken und Arztpraxen elektronisch verschickt werden über das sichere KIM-System in der Telematik-Infrastruktur (TI).

"Bislang gab es für die interprofessionelle Kommunikation keine standardisierte Vorlage - diese Lücke haben wir jetzt geschlossen", sagt Dr. Armin Hoffmann, Präsident der Bundesapothekerkammer. "Wir haben die Struktur und das Layout vereinheitlicht, damit Ärztinnen und Ärzte noch schneller als bisher relevante Informationen zu ABP finden. Der Medikationsbrief ist ein Format mit Wiedererkennungswert, das wir weiter ausbauen werden: Mittelfristig soll eine Integration in die Apothekensoftware-Systeme erfolgen und auch ein Einstellen in die elektronische Patientenakte (ePA) ermöglicht werden."

Der Medikationsbrief baut auf den Erfahrungen auf, die im Projekt ARMIN (Arzneimittelinitiative Sachsen Thüringen) von 2016 bis 2022 im interprofessionellen Medikationsmanagement gesammelt wurden. Entwickelt wurde der Medikationsbrief in einem mehrstufigen, qualitätsgesicherten Projekt mit Ärztinnen / Ärzten und Apothekerinnen / Apothekern von der ABDA in Zusammenarbeit mit der Kooperationseinheit Klinische Pharmazie am Universitätsklinikum Heidelberg. Das Universitätsklinikum Heidelberg war bereits bei der wissenschaftlichen Auswertung von ARMIN eingebunden. Neben der Praktikabilität auf apothekerlicher Seite, stand vor allem die Akzeptanz auf ärztlicher Seite im Vordergrund.



Teilnehmenden Ärztinnen und Ärzten war wichtig, dass der Medikationsbrief neben den ABP auch apothekerliche Lösungsvorschläge zum jeweiligen ABP enthält, um ärztliche Entscheidungen zu erforderlichen Therapieanpassungen bestmöglich zu unterstützen. ABP, die in der Apotheke bereits gelöst werden konnten, z. B. Unsicherheiten der Patienten bei der Anwendung komplexer Darreichungsformen oder zum richtigen Anwendungszeitpunkt, sollen hingegen nicht kommuniziert werden.

Der Medikationsbrief ist für die interprofessionelle Kommunikation konzipiert. Patientinnen und Patienten werden weiterhin im persönlichen Gespräch in der Apotheke oder Arztpraxis und ergänzend über ihren aktualisierten Medikationsplan informiert.

Mehr Informationen auf www.abda.de

Faktenblatt ARMIN: https://www.abda.de/fileadmin/user_upload/assets/Faktenblaetter/Faktenblatt_ARMIN.pdf

Ansprechpartner:

Benjamin Rohrer, Pressesprecher, 030 40004-131, b.rohrer@abda.de

Dr. Ursula Sellerberg, Stv. Pressesprecherin, 030 40004-134, u.sellerberg@abda.de

Pressekontakt:

Benjamin Rohrer, Pressesprecher, 030 40004-132, b.rohrer@abda.de
Dr. Ursula Sellerberg, Stellv. Pressesprecherin, 030 40004-132, u.sellerberg@abda.de


Original-Content von: ABDA Bundesvgg. Dt. Apothekerverbände, übermittelt durch news aktuellWeitere Infos zu dieser Pressemeldung:

Themen in dieser Pressemitteilung:


Unternehmensinformation / Kurzprofil:
drucken  als PDF  Nach Belastung zeigt sich Qualität: Welche Stühle sich in Kliniken und Wartebereichen wirklich bewähren Osteopathie in den Wechseljahren: unterstützen, stabilisieren, ins Gleichgewicht finden
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 15.04.2026 - 09:40 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 2244487
Anzahl Zeichen: 3510

Kontakt-Informationen:
Ansprechpartner: ots
Stadt:

Berlin



Kategorie:

Gesundheitswesen - Medizin



Diese Pressemitteilung wurde bisher 104 mal aufgerufen.


Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Medikationsbrief soll interprofessionelle Zusammenarbeit vereinfachen"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von

ABDA Bundesvgg. Dt. Apothekerverbände (Nachricht senden)

Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).

Neuer Rekord bei Apotheken-Fortbildungen ...

Im Jahr 2025 nahmen mehr Apothekenmitarbeitende als jemals zuvor an Fortbildungsveranstaltungen teil. Insgesamt wurden rund 226.000 Teilnehmende in etwa 2.800 Fortbildungsveranstaltungen von Apothekerkammern und -verbänden gezählt. Die Anzahl der T ...

Preis: Apothekenstärkung ohne Wenn und Aber! ...

Angesichts der am gestrigen Dienstag bekannt gewordenen Pläne der Bundesregierung zu einer GKV-Finanzierungsreform warnt ABDA-Präsident Thomas Preis vor einer Aufweichung der angekündigten Stärkung der Apotheken: "Es ist richtig und wichtig, ...

Alle Meldungen von ABDA Bundesvgg. Dt. Apothekerverbände


 

Werbung



Facebook

Sponsoren

foodir.org The food directory für Deutschland
News zu Snacks finden Sie auf Snackeo.
Informationen für Feinsnacker finden Sie hier.

Firmenverzeichniss

Firmen die firmenpresse für ihre Pressearbeit erfolgreich nutzen
1 2 3 4 5 6 7 8 9 A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z