20. Berliner Rede zur Freiheit 2026: Veronika Grimm über neues Austarieren von Freiheit, Wohlstand und Verantwortung
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(ots) - In der 20. Berliner Rede zur Freiheit am Brandenburger Tor stellte Prof. Dr. Veronika Grimm die Leitfrage in den Mittelpunkt: Wie kann Europa seine freiheitliche Ordnung in einer Welt geopolitischer und gesellschaftlicher Spannungen behaupten? Grimm, Mitglied des Sachverständigenrates zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, warb vor ca. 500 Gästen dafür, Freiheit als konkrete Gestaltungsaufgabe zu verstehen - wirtschaftlich, technologisch und sicherheitspolitisch. Die Rede zur Freiheit wird jedes Jahr von der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit ausgerichtet.
"Verantwortung verlangt die Bereitschaft, auch unbequeme Entscheidungen zu treffen - um die Freiheit zukünftiger Generationen zu sichern und unsere freiheitliche Ordnung zu schützen", so Grimm. Sie verankerte den Freiheitsbegriff im normativen Kern des Grundgesetzes: Ausgangspunkt sei ein Menschenbild, das die einzelne Person ins Zentrum stellt. Freiheit sei zugleich Grundlage von gesellschaftlicher Leistungsfähigkeit und von Wohlstand. In Anknüpfung an Hayek unterstrich Grimm die Bedeutung dezentraler Entscheidungen: Wissen sei verteilt und könne nur genutzt werden, wenn Menschen handeln, experimentieren, ins Risiko gehen und Verantwortung übernehmen dürften. Dafür brauche es verlässliche Regeln, die Macht begrenzen und Willkür verhindern.
Mit Blick auf die Rolle Europas betonte Grimm: Voraussetzung für eine tragfähige westliche Allianz sei, dass Europa selbst an wirtschaftlicher und technologischer Stärke gewinne und damit in der Lage sei, substanzielle Beiträge zu leisten. Partnerschaft setze Leistungsfähigkeit voraus.
Karl-Heinz Paqué, Vorstandsvorsitzender der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit 2018-2026, betonte zu Beginn des Abends: "Freiheit ist kein abstrakter Begriff. Freiheit zeigt sich immer ganz konkret: In den Möglichkeiten, die Menschen haben. In den Entscheidungen, die sie treffen können, und auch in den Grenzen, die ihnen gesetzt werden."
Im Anschluss diskutierten Prof. Dr. Veronika Grimm und Christian Dürr unter der Moderation von Michael Bröcker. Christian Dürr argumentierte: "Das ist der Freiheitskampf von heute. Es geht darum: Wie frei wollen wir leben? Das hat eine ganz klare ökonomische Seite. Die hat nicht nur etwas mit Steuerpolitik zu tun, sondern mit individueller Freiheit und Lebenschancen."
Dr. Maren Jasper-Winter, Vorstandsmitglied der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit, beschloss den Abend: "Entscheidend ist die Frage: Können Menschen tatsächlich frei handeln und ihre Ideen umsetzen? Können sie gründen? Können sie investieren? Können sie Entscheidungen treffen? Oder werden sie ausgebremst? Genau dort entscheidet sich die Freiheit."
Die gesamte Rede (https://www.youtube.com/watch?v=GwxBpWAQfb4&t=1s) ist hier zu sehen. Fotos (https://www.freiheit.org/de/rede-zur-freiheit) zur Veranstaltung finden Sie hier.
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Datum: 21.04.2026 - 07:12 Uhr
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