Handwerk statt Hörsaal - Beste Berufsaussichten als Hörakustiker
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(ots) - Anmoderationsvorschlag: In den kommenden Wochen geht für viele tausende Schülerinnen und Schüler ein echter Lebensabschnitt zu Ende. Die Schulzeit ist vorbei! Aber was dann, fragen sich vor allem diejenigen, die Abi gemacht haben. Studieren oder nicht studieren? Viele drängen an die Hochschulen, es gibt aber auch noch andere spannende und sichere Karrieremöglichkeiten für Abiturientinnen und Abiturienten, zum Beispiel das Handwerk. Das boomt nämlich und Fachkräfte werden händeringend gesucht - auch in der Hörakustik-Branche. Dazu sprechen wir jetzt mit Eberhard Schmidt, Präsident der Bundesinnung der Hörakustiker, hallo!
Begrüßung: "Ich grüße Sie!"
1. Herr Schmidt, was macht man eigentlich als Hörakustiker?
O-Ton 1 (Eberhard Schmidt, 31 Sek.): "Ein Hörakustiker berät und versorgt Menschen mit einem Hörverlust. Zu seinen Aufgaben gehören die Messung der Hörleistung natürlich, die Anfertigung von speziellen Ohrpassstücken - die wir Otoplastiken nennen, und ganz wichtig ist natürlich die Anpassung und Einstellung der Hörgeräte, Hörsysteme sowie natürlich auch deren Wartung. Damit ist der Beruf des Hörakustikers verbunden natürlich auch mit viel medizinischem Wissen und technischem Können und natürlich einer großen Portion Empathie."
2. Und warum sollte ich mich mit meinem Hochschulabschluss statt für ein Studium für eine Ausbildung als Hörakustikerin oder Hörakustiker entscheiden?
O-Ton 2 (Eberhard Schmidt, 20 Sek.): "Der Beruf des Hörakustikers ist hochmodern und technisch anspruchsvoll. Hier verbinden sich Technik, Medizin und soziale Kompetenz auf höchstem Niveau. Mit dieser Ausbildung im Gesundheitshandwerk kann man direkt nach dem Abitur ins Berufsleben einsteigen, verdient von Anfang an Geld und hat sehr viele Aufstiegs- und Weiterbildungsmöglichkeiten."
3. Welche Voraussetzungen sollte ich mitbringen, wenn ich mich für den Beruf des Hörakustikers entscheide?
O-Ton 3 (Eberhard Schmidt, 20 Sek.): "Wer Freude an der Kommunikation mit Menschen, am Umgang mit hochmoderner Technik, handwerkliches Geschick und zudem Interesse an medizinischen Themen hat, ist im Hörakustiker-Handwerk genau richtig. Auch eine Bereitschaft, ständig Neues zu lernen, ist hilfreich - denn Technik und Abläufe verändern sich fortwährend."
4. Wie baut sich die Ausbildung auf und wie lange dauert sie?
O-Ton 4 (Eberhard Schmidt, 30 Sek.): "Die duale Ausbildung im Hörakustiker-Handwerk dauert in der Regel drei Jahre. Wer Abitur hat, kann diese Ausbildungszeit verkürzen. Praxiserfahrung wird im jeweiligen Ausbildungsbetrieb vor Ort gesammelt. Der Berufsschulunterricht und die überbetrieblichen Ausbildungsteile finden dann in Blöcken zentral am Campus Hörakustik in Lübeck statt. Der Campus ist die bundesweit zentrale und weltweit größte Aus- und Weiterbildungsstätte im Hörakustiker-Handwerk."
5. Und wie sieht der Unterricht konkret aus?
O-Ton 5 (Eberhard Schmidt, 56 Sek.): "An der Akademie für Hörakustik lernt man unter anderem audiologische Mess- und Anpasstechniken und den Umgang mit Systemen für den 3D-Druck. Man hat es mit hochsensibler Elektronik und modernster Software zu tun und übt an echten Probanden genauso wie an Hightech-Simulatoren. Den Auszubildenden in Lübeck stehen alle modernen Hörsysteme zu Verfügung, können hier alle Systeme kennenlernen, verbunden mit allen Technologien - von Bluetooth bis KI ist alles vorhanden und es kann mit allen Technologien geübt werden. Auch haben Tools wie digitale Lernplattformen Einzug in die Ausbildung gehalten. Sie gestalten das Lernen flexibler und smarter. Nicht zu vergessen, ist aber auch der Blick für die medizinische Seite des Berufs und auch das psychologische Feld in der Begleitung des Kunden, für den das neue Hören erst einmal fremd ist. Der Kunde muss es erst wieder erlernen."
6. Welche beruflichen Perspektiven haben Hörakustiker?
O-Ton 6 (Eberhard Schmidt, 53 Sek.): "Als Hörakustiker hat man einen zukunftsfesten und krisensicheren Beruf gewählt, denn immer mehr Menschen benötigen altersbedingt eine professionelle Hörsystemversorgung. Aufgrund zunehmenden Lärms steigt auch die Lärmschwerhörigkeit. Nach dem Abschluss der Ausbildung ist die feste Übernahme im Betrieb daher so gut wie garantiert. Außerdem gibt es zahlreiche Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten, wie die Pädakustik für die Arbeit mit Kindern oder die Spezialisierung auf Tinnitus. Auch auf die Versorgung von Schwersthörigen mit Cochlea-Implantaten kann man sich spezialisieren. Zudem sind die Aufstiegschancen ausgezeichnet. Wer plant, später seinen eigenen Betrieb zu eröffnen oder ein Filial-Geschäft leiten möchte, kann die Meisterlehrgänge am Campus in Lübeck besuchen. Mit dem Meistertitel steht dann der Weg zum Master ebenso offen."
Eberhard Schmidt, Präsident der Bundesinnung der Hörakustiker. Vielen Dank für das Gespräch!
Verabschiedung: "Ich sage auch herzlichen Dank!"
Abmoderationsvorschlag: Handwerk statt Hörsaal - es muss nicht immer ein Studium nach dem Abi sein. Also Hörakustiker hat man einen krisen- und zukunftssicheren Job und super Aufstiegsmöglichkeiten. Mehr Infos zum Thema Ausbildung gibt's unter biha.de.
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Sabine Weiler-Bion, Bundesinnung der Hörakustiker KdöR,
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Datum: 28.04.2026 - 12:48 Uhr
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