Initiative Online Print begrüßt drei neue Mitglieder und setzt Kurs für 2026
ID: 2248314
Frühjahrstagung bei Probo in Bad Hersfeld: Vorstand bestätigt, drei neue Mitglieder aufgenommen und strategische Handlungsfelder diskutiert
Vorstand einstimmig wiedergewählt
Der neue Vorstand ist auch der alte: Im Rahmen der IOP-Frühjahrstagung wurde der bisherige Vorstand im Amt bestätigt. Bernd Zipper wurde erneut zum Vorstandsvorsitzenden der Initiative Online Print gewählt. Roland Keppler und Dominik Haacke wurden ebenfalls einstimmig für zwei Jahre in den Vorstand gewählt. Damit setzt die IOP auf personelle Kontinuität in der Führung, um die inhaltliche Arbeit weiter voranzutreiben.
„Die Bestätigung durch die Mitglieder ist für uns Auftrag und Verpflichtung zugleich“, so Roland Keppler. „Die Themen dieser Frühjahrstagung zeigen sehr deutlich, wo die Onlineprint-Industrie aktuell steht: Wir müssen technologische Veränderungen frühzeitig verstehen, regulatorische Anforderungen praktikabel übersetzen und gleichzeitig als Branche handlungsfähig bleiben“, beschreibt er die Aufgaben und Herausforderungen.
Zudem wurden David Johnen (Emarpo GmbH) als Kassenprüfer wieder- und Robert Schöne (Sattler Media GmbH) neu in das Amt gewählt.
Neue Mitglieder stärken europäisches Profil
Neben der Besetzung der zentralen Positionen innerhalb der Initiative Online Print, stand auch die Aufnahme neuer Mitglieder auf dem Programm der Frühjahrstagung. Ab sofort wird die IOP durch drei neue Mitglieder verstärkt, die einstimmig in das Netzwerk aufgenommen wurden.
ConceptiK, als Agentur seit 2010 im Web-to-Print-Business zuhause, begleitet Print- und Digitalprojekte von der Konzeption bis hin zur praktischen Umsetzung. Der Schwerpunkt des Kölner Unternehmens rund um Gründerin Ira Küpper-Bredtmann liegt auf individuellen Lösungen, die Strategie, Design und Technologie verbinden; von Websites bis hin zu Web-to-Print-Systemen.
Print.com, die niederländische Onlinedruckplattform, richtet sich ausschließlich an Geschäftskunden – von Agenturen und Marketingteams bis hin zu Resellern und Druckdienstleistern. Dabei setzt das Unternehmen sowohl auf eine eigene Produktion wie auch auf ein Netzwerk an Druckpartnern. Mit seiner europäischen Ausrichtung und einem Fokus auf ein intelligentes API-Business bringt Print.com eine wertvolle, digitale Perspektive in die IOP ein.
RPI Print ist ein Print-on-Demand-Spezialist mit internationaler Ausrichtung und europäischem Standort in Eindhoven, Niederlande. Das Unternehmen setzt auf Plattformtechnologie, automatisierte Workflows, eine skalierbare Produktion, API-Integrationen und E-Commerce-Know-how. So bringt RPI Print Erfahrung in operativer Exzellenz, Systemintegration und datengetriebener Printproduktion in die IOP ein.
Jetzt zählt Anschlussfähigkeit
In seinem Bericht zu aktuellen Marktbewegungen leitete der IOP-Vorstandsvorsitzende Bernd Zipper ab, wohin sich die Druck- und Onlineprint-Industrie entwickelt. Geopolitik, Energiepreise und Regulierung bleiben dabei nicht nur Belastungsfaktoren, sondern Vorboten einer strukturellen Neuordnung. Seine Einschätzung: Die Branche steht nicht vor einer kleinen Herausforderung, sondern vor einer Phase, in der Anpassungsfähigkeit über Marktpositionen entscheidet.
Besonders deutlich wurde dies beim Blick auf die Themen Google UCP und Agentic Commerce. Zipper machte klar, dass KI-gestützte Kaufprozesse kein abstraktes Zukunftsszenario mehr sind, sondern die Logik des digitalen Handels verändern, und das schon heute. Wenn Produktsuche, Preisvergleich und Kaufentscheidungen zunehmend durch KI-Agenten vorbereitet oder ausgelöst werden, verschiebt sich der Wettbewerb im Onlineprint: weg von der reinen Shop-Oberfläche, hin zu Datenqualität, Schnittstellenfähigkeit und maschinenlesbaren Produktionslogiken.
„Wer heute noch über Sichtbarkeit im Shop spricht, muss morgen über Sichtbarkeit für KI-Agenten sprechen. Die entscheidende Frage ist nicht, ob sich der Markt verändert, sondern wer früh genug anschlussfähig ist“, sagt Bernd Zipper.
Die IOP greift diese Entwicklung mit ihrer Taskforce UCP bereits operativ auf. Ziel dieser Arbeitsgruppe ist es, die Signale des Marktes einzuordnen, Anforderungen für die Onlineprint-Industrie abzuleiten und gemeinsam mit den Mitgliedern tragfähige Ansätze zu entwickeln, bevor neue Marktmechaniken zum akuten Handlungsdruck werden.
Regulatorik verstehen, Daten vorbereiten, Lösungen bauen
Ein weiterer Arbeitskreis der IOP, der sich auf das Thema ESG konzentriert, wird seine Arbeit 2026 konsequent auf die Praxis ausrichten. Im Fokus stehen mit PPWR, EmpCo und EUDR zentrale regulatorische Anforderungen, die für die Druck- und Onlineprint-Industrie im Laufe des Jahres verbindlich relevant werden. Ergänzend greift der Arbeitskreis den freiwilligen Nachhaltigkeitsbericht nach VSME auf und nutzt Branchenleitfäden zur konkreten Orientierung.
Ab Mai 2026 startet der Arbeitskreis mit seinen monatlichen Treffen. Geplant sind News-Updates zu Fristen und Leitfäden, Themen-Deepdives, Best Practices aus Mitgliedsunternehmen und der offene Austausch zu akuten Fragen.
Ein Schwerpunkt wird zudem die digitale Datenweitergabe für den digitalen Produktpass sein. Dafür sollen zunächst relevante Attribute gesammelt, anschließend auf Basis von EUDR-X ein PRINT-DPP-X weiterentwickelt und Rückmeldungen aus der Branche berücksichtigt werden.
„Nachhaltigkeit darf nicht in PowerPoint-Folien steckenbleiben. Wir müssen jetzt Daten sammeln, Standards vorbereiten und Lösungen bauen, die im Alltag der Onlineprinter funktionieren“, sagt Dominik Haacke, Vorstandsmitglied der IOP.
IOP als Motor für den nächsten Schritt
Mit der Frühjahrstagung bei Probo in Bad Hersfeld hat die IOP gezeigt, worauf es 2026 ankommt: Orientierung geben, Themen frühzeitig einordnen und gemeinsam ins Handeln kommen. Die Aufnahme neuer Mitglieder, der intensive fachliche Austausch und die Arbeit an konkreten Handlungsfeldern machen deutlich, dass die Initiative ihre Rolle als Plattform und prägende Stimme der Onlineprint-Industrie weiter schärft.
„Die kommenden Jahre werden nicht einfacher, aber sie werden gestaltbar, wenn wir als Branche zusammenarbeiten“, sagt Bernd Zipper. „Die IOP ist weit mehr als ein Gesprächskreis. Sie ist der Ort, an dem wir Themen aufgreifen, einordnen und gemeinsam in Lösungen übersetzen.“
Die Initiative Online Print (IOP) ist die unabhängige Kommunikations- und Vernetzungsplattform der Onlineprint-Industrie. Sie macht Onlineprint als eigenständigen Sektor der globalen Druckindustrie sichtbar, fördert den fachlichen Austausch ihrer Mitglieder und entwickelt gemeinsame Positionen zu technologischen, wirtschaftlichen und regulatorischen Fragen. Im Mittelpunkt stehen die Interessenvertretung der Branche, die Förderung von Kooperationen, der Dialog mit Medien und Öffentlichkeit sowie die Weiterentwicklung von Verfahren und Standards rund um Online-Druck.
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Datum: 30.04.2026 - 11:21 Uhr
Sprache: Deutsch
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