CARE-Pakete: Hilfsorganisation CARE fordert Erneuerung der weltweiten Solidarität

CARE-Pakete: Hilfsorganisation CARE fordert Erneuerung der weltweiten Solidarität

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(ots) - Mit dem Ende des Zweiten Weltkriegs in Europa am 8. Mai 1945 begann auch eine der größten Hilfsaktionen der Nachkriegszeit: Im selben Jahr wurde CARE in den USA als private Initiative unter dem Namen "Cooperative for American Remittances to Europe" gegründet.

Am 9. Mai 1946 - vor 80 Jahren - trafen die ersten CARE-Pakete in Europa ein im Hafen von Le Havre und wurden von dort aus an die notleidende Bevölkerung verteilt. Bis 1960 verteilte die Organisation rund 100 Millionen CARE-Pakete in ganz Europa, mehr als 10 Millionen davon gingen nach Deutschland.

"Das war bedingungslose Hilfe von Mensch zu Mensch - über ehemalige Feindeslinien hinweg", sagt Prof. Dr. Claudia Warning, Präsidentin von CARE Deutschland. "Diese Pakete mit Lebensmitteln, Kleidung und Werkzeugen waren nicht nur konkrete Hilfe - sie wurden zu einem Symbol für Versöhnung, Freundschaft und internationale Solidarität. An diese Tradition gilt es heute anzuknüpfen. Denn wir erleben eine Zeit schwindender Solidarität: Durch massive finanzielle Kürzungen, in Deutschland und weltweit, drohen Entwicklungszusammenarbeit und humanitäre Hilfe zunehmend zum Luxusgut zu werden."

Was einst mit einem CARE-Paket begann, ist heute dringender notwendig denn je: Menschlichkeit, schnelle und verlässliche Hilfe sowie der entschlossene Einsatz gegen die Ursachen von Ungleichheit und Ungerechtigkeit - und eine Finanzierung, die diesem Anspruch gerecht wird. Nach derzeitigen UN-Schätzungen sind in diesem Jahr mindestens 250 Millionen Menschen weltweit auf humanitäre Hilfe angewiesen, über 122 Millionen auf der Flucht. Gleichzeitig brechen Fördergelder international weg. Obwohl der aktuelle deutsche Bundeshaushalt insgesamt steigt, wurden die Mittel für Entwicklungszusammenarbeit und humanitäre Hilfe massiv gekürzt: Seit 2022 wurde der Etat des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) um 27 Prozent gekürzt, die Mittel für humanitäre Hilfe sogar um 70 Prozent.



"Diese Entwicklung steht in deutlichem Widerspruch zur globalen Realität - und erfordert ein entschiedenes Umsteuern", mahnt Prof. Dr. Claudia Warning. "Besonders in Krisen und Konflikten leiden Frauen und Mädchen überproportional: Sie sind häufiger von Gewalt betroffen, schlechter geschützt und tragen oft die Hauptlast bei der Versorgung ihrer Familien. Wer bei humanitärer Hilfe spart, spart am falschen Ende. Wenn wir unsere Menschlichkeit verlieren, zahlen Millionen Menschen in Not den Preis."

CARE setzt sich auch künftig für eine Welt ein, in der Armut überwunden ist und alle Menschen in Würde und Sicherheit leben.

"Wir sind dankbar für über 80 Jahre Vertrauen in CARE", so Warning.

Hinweis für Redaktionen:

Historisches und aktuelles Bildmaterial zu CARE-Paketen finden Sie hier (https://www.careimages.org/?c=775829&k=488322950e). (Verwendung nur mit Copyright: CARE Deutschland)

Auf Anfrage vermitteln wir gerne Interviews mit CARE-Paket-Empfänger:innen sowie Zeitzeug:innen.

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Datum: 06.05.2026 - 09:30 Uhr
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