rapid.tech 3D 2026: Zweiter Kongresstag zeigt industrielle Reife additiver Fertigung
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Keynotes, Fachforen und wissenschaftlicher Austausch verdeutlichen den Wandel additiver Technologien hin zu automatisierten und industriell skalierbaren Anwendungen
Bereits die morgendlichen Keynotes spannten einen weiten thematischen Bogen. Stefanus Bosch von der BMW AG stellte in seinem Vortrag „Eine neue Klasse AM Anlagen und Anwendungen startet durch“ neue Maschinenkonzepte und industrielle Anwendungsszenarien vor. Er hob dabei die Entwicklung zu immer größeren Teilen und höheren Stückzahlen hervor sowie die Notwendigkeit, das auch im additiven Design zu berücksichtigen. Er fasst diesen Prozess als „Evolution statt Revolution“ zusammen. In diesem Kontext ging er auch auf ein gemeinsames Projekt rund um additiv gefertigte Spikeplatten für den Bob- und Rodelsport ein, an dessen Umsetzung BMW als Industriepartner beteiligt ist. Dabei wurde deutlich, dass präzise individualisierte additive Komponenten auch unter extremen Leistungsanforderungen neue Möglichkeiten eröffnen.
Prof. Dr. Christian Seidel gab anschließend einen Überblick über die neue Ausrichtung des renommierten Wohlers Reports und legte dar, wie sich die internationale AM-Branche zunehmend entlang industrieller Anwendungsfelder, wirtschaftlicher Skalierbarkeit und sich verändernder Wertschöpfungsketten entwickelt. Einen weiteren Schwerpunkt setzte Dr. Karsten Heuser von Siemens mit seinem Beitrag zur KI-unterstützten automatisierten Produktion von Sportschuhen. Er verdeutlichte, wie künstliche Intelligenz künftig Entwicklungs- und Produktionsprozesse enger miteinander verzahnen kann.
Im anschließenden Fireside Chat „Zukunftsmaschine KI: From Code to Component – KI-Agenten als neue Kollegen in AM?“ diskutierte Vlad Larichev, Industrial AI Lead bei Accenture Industry gemeinsam mit Dr. Karsten Heuser die Rolle intelligenter Assistenzsysteme in der additiven Fertigung. Im Mittelpunkt standen dabei automatisierte Prozessketten, datenbasierte Produktionsentscheidungen und die Frage, wie KI künftig Entwicklungs- und Fertigungsprozesse aktiv unterstützen kann.
Additive Fertigung als Treiber moderner Mobilitätskonzepte
Im heute weitergeführten Forum Automotive & Mobility zeigte sich, wie vielseitig additive Technologien inzwischen in industriellen Mobilitätsanwendungen eingesetzt werden. Die Beiträge reichten von unter Zeitdruck entwickelten Fahrzeugkarosserien bis hin zu global vernetzten AM-Ökosystemen im Schienenverkehr. Es wurde eindrucksvoll gezeigt, wie digitale Plattformen und additive Fertigung internationale Ersatzteil- und Produktionsprozesse beschleunigen können. Weitere Vorträge beschäftigten sich mit additiv gefertigten Komponenten für Polizeifahrzeuge sowie der schnellen Umsetzung individueller Fahrzeuglösungen. Die Vorträge zeigten auf, dass additive Fertigung immer öfter fester Bestandteil moderner Mobilitäts- und Produktionsstrategien wird.
Neue Prozessketten für Chemie und Anlagenbau
Das Forum Chemistry, Process & Plant Engineering widmete sich industriellen Anwendungen additiver Fertigung in stark regulierten und hochspezialisierten Produktionsumgebungen. Im Fokus standen unter anderem pharmazeutische Werkzeuge, die in Labor und Produktion Einzug halten, Annex-1-optimierte Komponenten, die diesen regulatorischen Vorgaben gerecht werden, sowie neue Design- und Automatisierungsmöglichkeiten im Anlagenbau. Expertinnen und Experten aus Industrie und Forschung zeigten, wie additive Verfahren dabei unterstützen können, Entwicklungszeiten zu verkürzen, komplexe Bauteile wirtschaftlicher zu fertigen und Prozessketten flexibler zu gestalten. Gleichzeitig trat klar hervor, wie stark die Verbindung von Simulation, Automatisierung und additiver Fertigung künftig industrielle Produktionssysteme aber auch IT-Anlagen prägen wird. Deutlich wurde das am Beispiel eines Kühlsystems für Rechenzentren aber auch am Konzept einer automatisierbaren Produktentwicklungsmethodik für HPC-Statikmischer.
AM Science liefert Grundlagen für die industrielle Skalierung
Das wissenschaftliche Forum AM Science präsentierte aktuelle Forschungsarbeiten aus der internationalen AM-Community. Die Beiträge beschäftigten sich unter anderem mit Materialverhalten, Pulvercharakterisierung, Prozesssimulation und der Optimierung additiver Fertigungsparameter. Dabei wurde deutlich, dass wissenschaftliche Forschung die Grundlage für stabile, reproduzierbare und wirtschaftliche Prozesse bildet, die in der Industrie immer mehr an Bedeutung gewinnen. Ergänzt wurde das Forum durch die AM Science Poster Session, bei der Forscherinnen und Forscher an sieben detaillierten Präsentationspostern ihre Arbeiten direkt mit Industrievertretern und Fachbesuchern diskutierten. Die Session förderte insbesondere den direkten fachlichen Austausch zwischen wissenschaftlicher Grundlagenarbeit und industrieller Anwendung.
Technologien erleben und diskutieren
Mit den AM Expert Tables und den Technical Deep Dives bot die rapid.tech 3D erneut praxisnahe Formate, die Technologien direkt erlebbar machen. Während an den Expert Tables an sechs Stationen konkrete Anwendungen und Bauteile diskutiert wurden, führten die Deep Dive Tours gezielt zu Präsentationen ausgewählter Aussteller. Dort erhielten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer vertiefte Einblicke in reale Produktionsprozesse, Materialien und industrielle Anwendungsszenarien additiver Fertigung. Der direkte Austausch mit Expertinnen und Experten aus Industrie und Forschung machte deutlich, wie eng technologische Entwicklung und praktische Umsetzung inzwischen miteinander verknüpft sind.
Aerospace & Defence: Additive Fertigung für anspruchsvolle Anwendungen
Das Forum Aerospace & Defence zeigte eindrucksvoll, welche strategische Bedeutung additive Fertigung inzwischen für sicherheitsrelevante Anwendungen besitzt. Im Mittelpunkt standen die Aktivitäten der EDA im Bereich Additive Manufacturing und die damit verbundenen Readiness 2030 Policy der EU sowie Beispiele, wie additive Fertigung die Instandhaltung in der Luftwaffe beschleunigt.
Im zugehörigen hochkarätig besetzten Defence Panel diskutieren Dr. Sascha Hartig vom AM Defence Networt, Prof. Dr. Fernando Lasagni von Novaindef und Hptm. Lukas Hohn von der Deutschen Luftwaffe darüber, wie die Zusammenarbeit in der Defence-Branche gestärkt werden kann, wo noch Verbesserungspotenziale liegen und zeigen anhand einiger Best Practices wie additive Fertigung einen klaren praktischen Nutzen für die Streitkräfte bieten kann.
Zwischen den Vortragsblöcken boten die großzügigen Networking-Pausen in der Fachausstellung reichlich Möglichkeit zum fachlichen Austausch. Besucherinnen und Besucher, Ausstellerinnen und Aussteller sowie Referentinnen und Referenten nutzten die gemeinsamen Kaffee- und Mittagspausen intensiv, um Gespräche zu vertiefen, neue Kontakte zu knüpfen und konkrete Anwendungsfragen direkt an den Messeständen zu diskutieren. Gerade diese enge Verzahnung von Kongress, Ausstellung und persönlichem Networking macht die besondere Atmosphäre der rapid.tech 3D aus.
Verleihung des Exzellenzpreises am Abend im Erfurter Zughafen Kulturbahnhof
Am Abend des zweiten Veranstaltungstages trifft sich die AM-Community zur Abendveranstaltung in Halle 6 der Erfurter Location Zughafen Kulturbahnhof. Dort wird erstmals der Exzellenzpreis der rapid.tech 3D verliehen, der praxisnahe und industriell erfolgreiche Anwendungen in der additiven Fertigung auszeichnet. Die Preisverleihung erfolgt durch die Thüringer Ministerin für Wirtschaft, Landwirtschaft und Ländlichen Raum, Colette Boos-John. Die Veranstaltung bietet zugleich den Rahmen für intensives Networking innerhalb der AM-Community.
Infos Aussteller und Besucher!
Alle Infos für Aussteller und Besucher: www.rapidtech-3d.de
Tickets: www.rapidtech-3d.de/de/tickets
Über die rapid.tech 3D:
Die rapid.tech 3D hat sich in zwei Jahrzehnten zu einer führenden AM-Fachveranstaltung in Mitteleuropa entwickelt – mit dem Fachkongress als Herzstück.
Mehr unter: www.rapidtech-3d.de
Als größter Messe- und Kongressstandort in der Mitte Deutschlands hat sich die Messe Erfurt als Forum für Unternehmen, Wissenschaftler, Mediziner, Gewerkschaften und viele weitere Institutionen etabliert. Jährlich finden hier mehr als 220 Veranstaltungen, Kongresse und Tagungen, Messen und Ausstellungen, Firmenevents und Konzerte mit über 650.000 Besuchern statt.
Mehr unter: www.messe-erfurt.de
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Datum: 06.05.2026 - 17:26 Uhr
Sprache: Deutsch
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