Vollzeitbeschäftigte arbeiteten 2025 im Schnitt 39,9 Wochenstunden
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(ots) -
- Im Vergleich zu 2015 ging die Wochenarbeitszeit bei Vollzeitbeschäftigten um 0,6 Stunden zurück
- Teilzeitbeschäftigte arbeiteten mit 21,3 Wochenstunden durchschnittlich 2,0 Stunden mehr als zehn Jahre zuvor
- Teilzeitquote unter abhängig Beschäftigten mit 31,9 % auf neuem Höchststand
Angesichts des oft reklamierten Bedarfs an Fachkräften wird aktuell wieder über die Ausweitung der Arbeitszeit diskutiert. Vollzeitbeschäftigte in Deutschland leisteten zuletzt etwas weniger Arbeitsstunden pro Woche als noch zehn Jahre zuvor. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) auf Basis von Erstergebnissen des Mikrozensus mitteilt, arbeiteten abhängig Beschäftigte in Vollzeit im Jahr 2025 im Schnitt 39,9 Wochenstunden. Im Jahr 2015 waren es noch 40,5 Stunden pro Woche. Im Vergleich zu 2024 hat sich die wöchentliche Arbeitszeit von Vollzeitbeschäftigten nicht geändert.
Gleichzeitig nahm die geleistete Arbeitszeit von Teilzeitbeschäftigten zu: Diese arbeiteten im letzten Jahr durchschnittlich 21,3 Wochenstunden und damit 2,0 Stunden mehr als 2015 mit 19,3 Stunden pro Woche. Im Vergleich zu 2024 stieg die wöchentliche Arbeitszeit von Teilzeitbeschäftigten geringfügig an: um 0,1 Stunden.
Zusammengenommen arbeiteten abhängig Beschäftigte im Jahr 2025 im Schnitt 34,0 Stunden in der Woche. Das sind 0,4 Stunden weniger als zehn Jahre zuvor und genauso viele Stunden wie im Jahr 2024.
Jede zweite Frau arbeitet in Teilzeit
Im Jahr 2025 arbeiteten 31,9 % der abhängig Beschäftigten in Teilzeit. Frauen gingen dabei häufiger einer Teilzeitbeschäftigung nach als Männer: Während im Jahr 2025 jede zweite Frau (50,6 %) teilzeitbeschäftigt war, traf dies nur auf jeden siebten Mann (14,3 %) zu. Sowohl für Frauen als auch für Männer erreichte die Teilzeitquote damit einen neuen Höchststand. Bei den Männern nahm sie jedoch stärker zu als bei den Frauen: Im Jahr 2015 waren noch 48,0 % der Frauen und 10,6 % der Männer in Teilzeit tätig gewesen.
Mütter mit Kindern arbeiten acht Mal so häufig in Teilzeit wie Väter
Auch unter Eltern im Alter von 25 bis 49 Jahren reduzieren Frauen deutlich häufiger ihre Arbeitszeit als Männer. Im Jahr 2025 arbeiteten knapp zwei Drittel (66,4 %) der erwerbstätigen Mütter mit Kindern unter 18 Jahren in Teilzeit. Bei Vätern in derselben Situation waren es weniger als ein Zehntel (8,6 %). Dabei spielt das Alter der Kinder kaum eine Rolle. Eltern mit jüngeren Kindern, die mehr Betreuung benötigen, arbeiten nicht wesentlich häufiger in Teilzeit. Dabei sind Mütter mit jüngeren Kindern seltener erwerbstätig als jene mit älteren.
Ohne Kinder arbeiten Frauen ebenfalls häufiger in Teilzeit als Männer: Während knapp ein Viertel (24,8 %) der 25- bis 49-jährigen erwerbstätigen Frauen ohne Kinder einen Teilzeitjob hatte, waren es bei den kinderlosen Männern dieser Altersgruppe mit 12,3 % rund halb so viele.
Mehr als die Hälfte der 65-Jährigen arbeitet in Teilzeit
Wer im Alter arbeitet, tut dies häufig in Teilzeit. War die Teilzeitquote bei den 55-Jährigen im Jahr 2025 mit 30,6 % noch niedriger als über alle Altersgruppen hinweg, lag sie bei den 60-Jährigen mit 33,5 % bereits über dem Durchschnitt. Unter den 65-Jährigen, die noch erwerbstätig waren, arbeitete mehr als die Hälfte (53,4 %) mit reduziertem Stundenumfang. Bei Personen, die über das gesetzliche Rentenalter hinaus arbeiten, steigt die Teilzeitquote noch stärker an. Mit 70 Jahren arbeitete schließlich ein Großteil (90,3 %) der Beschäftigten in Teilzeit. Die Entwicklung zeigt sich sowohl bei Frauen als auch bei Männern - wenn auch auf unterschiedlichem Niveau.
Methodische Hinweise:
Betrachtet werden abhängig Beschäftigte ab 15 Jahren in Hauptwohnsitzhaushalten.
Teilzeit ist jede vertraglich vereinbarte Arbeitszeit, die weniger Arbeitsstunden als von vergleichbaren Personen in Vollzeit umfasst. Die durchschnittliche Arbeitszeit entspricht den normalerweise von Beschäftigten in einer Woche gearbeiteten Stunden.
Die Daten zu teilzeitarbeitenden Eltern beziehen sich auf erwerbstätige Eltern zwischen 20 und 49 Jahren mit mindestens einem Kind, die in der Woche vor der Befragung gearbeitet haben. Personen im Urlaub, Sonderurlaub oder in Elternzeit werden nicht mitgezählt.
Weitere Informationen:
Daten und Fakten rund um das Thema Fachkräfte bündelt das Statistische Bundesamt auf einer eigenen Sonderseite (www.destatis.de/fachkraefte). Das Datenangebot umfasst die Bereiche Demografie, Erwerbstätigkeit, Bildung und Zuwanderung. Es reicht von Vorausberechnungen zur künftigen Zahl von Erwerbspersonen über Analysen zum Arbeitskräfteangebot bis hin zu Daten zu Arbeitsmigration und Ausbildungsmarkt.
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Datum: 27.05.2026 - 08:00 Uhr
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