Stromschläge und Brandgefahr - Die Risiken von Mehrfachsteckdosen
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(ots) - Jetzt reden wir mal über ein Thema, das wirklich uns alle betrifft und ich wette, jeder von Ihnen hat mindestens zwei, drei oder mehr davon zuhause und auch in Benutzung: Die Rede ist von Mehrfachsteckdosen. Prinzipiell eine Supersache. Steckdosen sind oft rar oder nicht dort, wo man sie braucht und dann kann man mit so einer Steckerleiste gleich mehrere Geräte an einem Ort mit Strom versorgen oder vielleicht auch noch eine kleine Verlängerung legen. Soweit so gut - allerdings kann eine solche Mehrfachsteckdose auch zum Risiko für Leib und Leben werden, weiß Mario Hattwig.
Sprecher: Gefahrenquelle Nummer eins bei den Mehrfachsteckdosen sind die Produkte selbst, so Dr. Susanne Woelk von der Aktion Das sichere Haus.
O-Ton 1 (Dr. Susanne Woelk, 22 Sek.): "Es geht hier oft wirklich um Billigware. Da reden wir über brüchige oder zu dünne Kabel, eine minderwertige Verarbeitung und schwergängige Kontakte. Vor ein paar Jahren hat übrigens die Stiftung Warentest Steckdosenleisten getestet. Da waren 11 von 19 geprüften Produkten in der elektrischen Sicherheit mangelhaft. Das heißt bei hohem Stromfluss bestand die Gefahr, dass sie sich stark erhitzen."
Sprecher: Ob eine Steckdosenleiste sicher ist, erkennt man als Laie vor allem am GS- Zeichen, das für geprüfte Sicherheit steht. Auch die Angabe der Adresse des Herstellers oder Importeurs, ein robustes Gehäuse und eine dicke Anschlussleitung sind Indikatoren für vertrauenswürdige Produkte. Gefahrenquelle Nummer zwei sind wir, indem wir Mehrfachsteckdosen falsch benutzen, also zum Beispiel eine Steckerleiste mit der nächsten verbinden.
O-Ton 2 (Dr. Susanne Woelk, 35 Sek.): "Der Strom der angeschlossenen Geräte summiert sich nämlich und fließt durch die Steckdosenleiste, die in die Wandsteckdose eingesteckt ist, also in die erste Steckdosenleiste. Vor allem dort droht dann eine Überlastung. Ein weiteres Risiko besteht, wenn mehrere Geräte mit hoher Wattzahl an eine Steckerleiste angeschlossen werden, z.B. in der Küche. Da sind dann Wasserkocher, Toaster, Kaffeemaschine und vielleicht noch die Heißluftfritteuse an einer Leiste eingesteckt. Die Summe der Wattzahlen darf aber die Belastungsgrenze der Steckdosenleiste nicht überschreiten. Meistens sind das 3600 Watt. Das ist aber auf der Leiste abgedruckt und man kann sich daran gut orientieren."
Sprecher: Ebenfalls wichtig: Heizlüfter, Wärmestrahler oder große Haushaltsgeräte wie Kühlschränke sollte man nicht über eine Steckerleiste betreiben.
O-Ton 3 (Dr. Susanne Woelk, 28 Sek.): "Ein Kühlschrank, der läuft auf Dauerbetrieb und einfache Steckerleisten sind für diese hohe kontinuierliche Belastung einfach nicht ausgelegt. Eine weitere Gefahr sind verdeckte Steckerleisten, bei denen die Wärme nicht abgeleitet werden kann. Dann ist die Brandgefahr natürlich deutlich erhöht. Und ein dritter Punkt, wenn ich zum Beispiel eine Steckerleiste im Badezimmer oder auch im Garten nutzen möchte, also da wo es feucht ist, muss ich auf die IP-Schutzklasse achten. Es sollte mindestens IP44 sein, sonst kann Feuchtigkeit für einen Stromschlag sorgen."
Ich habe gelernt: Keine Mehrfachsteckdosen nacheinander schalten, große Haushaltsgeräte direkt in die Wand, keine Billigware kaufen und auf das GS- und CE- Zeichen achten. Mehr Infos zu diesem und vielen weiteren Themen rund um Sicherheit in Heim und Freizeit, finden Sie auf der Website www.das-sichere-haus.de.
Pressekontakt:
Dr. Susanne Woelk
Geschäftsführerin "Das sichere Haus"
Tel.: 040 / 298 104 62
Mail: s.woelk@das-sichere-haus.de
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Datum: 01.06.2026 - 09:00 Uhr
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