Der „Colum-Bus“: Innovative Jugendarbeit in der Euregio Rhein-Waal - Kultur für Kids kommt mit

Der „Colum-Bus“: Innovative Jugendarbeit in der Euregio Rhein-Waal - Kultur für Kids kommt mit dem Bus

ID: 225465

Kein Geringerer als der abenteuerliche Entdecker Columbus ist Namensgeber des INTERREG-Projektes „Colum-Bus“. Dahinter verbirgt sich – wie der Name schon andeutet – tatsächlich ein Linienbus. Seit dem 15. August 2009 ist er in der Euregio Rhein-Waal als fahrende Bühne unterwegs. Doch transportiert der Colum-Bus nicht nur Kultur für Kinder und Jugendliche ins ländliche deutsch-niederländische Grenzgebiet, er transportiert die Kids auch zu Orten, wo sie selbst innerhalb des Projektes „Theater machen“ können. Damit macht der Colum-Bus Kulturangebote leichter zugänglich und bringt Kindern und Jugendlichen das Gebiet jenseits der Grenze inhaltlich näher. Das Projekt läuft bis zum 15. August 2010, soll aber auch darüber hinaus Bestand haben. Finanziert wird es mit Mitteln des INTERREG-Programms „Deutschland-Nederland“.




(firmenpresse) - Fünf verschiedene Aktivitäten sind während des Projektzeitraums geplant. In Zusammenarbeit mit Theaterpädagogen und anderen Fachkräften aus beiden Ländern werden die Grundidee, Theater-, Tanz- und andere kulturpädagogische Projekte umgesetzt.

Vorhang auf und Bühne frei
Eine offene Gruppe von deutschen und niederländischen Kindern und Jugendlichen erarbeitet bereits seit August 2009 eine vielseitige Theaterproduktion. Regelmäßige Treffen in Emmerich und 's-Heerenberg sowie zusätzliche Wochenend-Workshops sorgen für eine intensive und grenzüberschreitende Zusammenarbeit. Höhepunkt sind selbstverständlich die vier Abschlussaufführungen bei denen sich der Vorhang auf der Bühne des Colum-Busses an verschiedenen Spielstätten lüftet.

Daneben werden ganze Schulklassen in die Kulturarbeit des Colum-Bus’ eingebunden: Zwei Grundschulklassen der St. Georg Grundschule Emmerich und der Suitbertusschool Stokkum haben bereits im Januar das gemeinsame Theaterprojekt „Kalif Storch“ mit einer Aufführung abgeschlossen. Seit Februar treffen sich nun Grundschulklassen der Mariaschool aus 's-Heerenberg und der Leegmeerschule aus Emmerich bis zum Sommer wöchentlich in den jeweiligen Schulen um ebenfalls ein Theaterstück auf die Beine zu stellen. Der Colum-Bus dient dabei als Transportmittel – und wiederum auch als Bühne für die Aufführungen am Ende des Projektes. Egal ob Puppenbau und -spiel, Bühnenbild, Pantomime oder Tanz – den Schwerpunkt können die Schüler selbst festlegen.

In einer dritten Gruppe wird mit deutschen und niederländischen Kindern und Jugendlichen der Region innerhalb einer Woche ein Performanceprojekt unter freiem Himmel erarbeitet. Was der Colum-Bus damit zu tun hat? Er fährt verschiedene Orte dies- und jenseits der Grenze an, wo die Performance ausgearbeitet und eingeübt wird.

Thema „Ausgrenzung“
An Jugendliche und junge Erwachsene richtet sich das Stück „Der Junge im Bus“ von Suzanne Lohuizen (Arnhem). Die Aufführungen finden jeweils im Colum-Bus statt, entweder in deutscher oder niederländischer Sprache. In dem Theaterstück lädt ein aus dem System der „Normalität“ gefallener Junge die Zuschauer ein, an seiner Welt – dem Bus – teilzuhaben. Die extreme Nähe zwischen Bühne und Publikum verspricht eine intensive Auseinandersetzung mit dem Thema „Ausgrenzung“. Die theaterpädagogische Nachbereitung gehört bei diesem Stück übrigens dazu.



Cool down – Komm mal runter
Neben vielseitigen Theaterprojekten wird im Colum-Bus außerdem ein so genanntes „Cooldown-Training“ durchgeführt. Jugendliche aus beiden Ländern werden dabei als Rollenspieler in Anti-Gewalttrainings eingesetzt. Dabei üben sie das richtige Verhalten im Fall von Gewalt- oder Konfliktsituationen in der Öffentlichkeit ein.

Mit dem Colum-Bus wird die mobile grenzüberschreitende Kinder- und Jugendkulturarbeit angestoßen. Er dient dabei als Bindeglied für ein neu entstehendes Jugendkultur-Netzwerk und schafft Strukturen für den dauerhaften Kulturaustausch von Kindern, Jugendlichen und Multiplikatoren.

Hintergrund
Das Projekt Colum-Bus wird im Rahmen des INTERREG IV A-Programms Deutschland-Nederland mit Mitteln des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) und der Provincie Gelderland kofinanziert. Es wird begleitet durch das Programmmanagement bei der Euregio Rhein-Waal.
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Unternehmensinformation / Kurzprofil:

Das Programmgebiet des Förderprogramms INTERREG IV A Deutschland-Nederland erstreckt sich auf 46.737 Quadratkilometern beiderseits der deutsch-niederländischen Grenze zwischen Nordseeküste und Niederrhein. Hier leben zwölf Millionen Menschen. Es umfasst damit Teile der deutschen Bundesländer Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen und Gebiete der niederländischen Provinzen Friesland, Groningen, Drenthe, Flevoland, Overijssel, Gelderland, Nord-Brabant und Limburg.

Bei der Umsetzung des Förderprogramms spielen die Ems Dollart Region, die EUREGIO, die Euregio Rhein-Waal und die euregio rhein-maas-nord eine wichtige Rolle. Die vier deutsch-niederländischen Institutionen sind Ansprechpartner vor Ort, wenn neue Projekte in Angriff genommen werden und helfen bei deren Abwicklung.



PresseKontakt / Agentur:

Pressekontakt
Euregio Rhein-Waal
Sjoerd Zoete
+49 (0)2821-7930-38
zoete(at)euregio.org



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Bereitgestellt von Benutzer: mediamixx
Datum: 09.07.2010 - 11:41 Uhr
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