Strukturwandel zur digitalen Rohstoffkolonie?
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Die ÖDP Nordrhein-Westfalen kritisiert die zunehmende Ansiedlung riesiger Hyperscaler-Rechenzentren im Rheinischen Revier. Statt milliardenschwerer Infrastrukturprojekte globaler Tech-Konzerne fordert die Partei eine gemeinwohlorientierte Wirtschaftspolitik mit regionaler Wertschöpfung, nachhaltigen Arbeitsplätzen und dem Schutz natürlicher Ressourcen.
„Der Strukturwandel darf nicht dazu führen, dass aus ehemaligen Kohleregionen nun reine Infrastrukturstandorte globaler Digitalkonzerne werden“, erklärt der stellvertretende ÖDP-Landesvorsitzende Frank Schulz. Die Partei kritisiert insbesondere den hohen Ressourcenverbrauch der Anlagen bei gleichzeitig vergleichsweise geringer regionaler Beschäftigungswirkung. Die Bürgermeister betreffender Kommunen im Rheinischen Revier setzen alleine auf das Prinzip Hoffnung, dass die Ansiedlung dieser Konzerne eine Magnetwirkung auf andere Unternehmen entfacht.
Nach Auffassung der ÖDP braucht Nordrhein-Westfalen stattdessen eine gemeinwohlorientierte Wirtschaftsstrategie. Ziel müsse eine regionale Wertschöpfung sein, die mittelständische Betriebe, Handwerk, Kreislaufwirtschaft, Umwelttechnologien und nachhaltige Industrie stärkt.
Die Partei verweist dabei auf die besondere Verantwortung gegenüber den ehemaligen Bergbauregionen. Jahrzehntelang hätten Menschen dort die Folgen einer einseitigen Industriepolitik getragen. Nun dürften dieselben Regionen nicht erneut von wenigen globalen Konzernen abhängig werden.
Die ÖDP fordert deshalb:
Vorrang für regionale Wirtschaftsstrukturen
stärkere Förderung genossenschaftlicher und mittelständischer Modelle
Nutzung bereits versiegelter Flächen mit Augenmaß
Schutz von Wasserressourcen und Böden
nachhaltige Industrieansiedlungen mit echtem regionalem Nutzen
„Das Rheinische Revier brauchen keine digitalen Rohstoffkolonien, sondern Zukunftsperspektiven für die Menschen vor Ort“, so Frank Schulz abschließend.Weitere Infos zu dieser Pressemeldung:
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Datum: 05.06.2026 - 10:02 Uhr
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