Kalidünger und El Niño
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WMO und NOAA sehen für 2026 erhöhte El-Niño-Risiken - mit möglichen Folgen für Dürren, Starkregen und globale Erntebelastungen.
Die Weltorganisation für Meteorologie sieht für den Zeitraum Juni bis August 2026 eine Wahrscheinlichkeit von rund 80 Prozent für El-Niño-Bedingungen. Für den weiteren Verlauf bis mindestens November liegen die Wahrscheinlichkeiten nahe beziehungsweise über 90 Prozent. Die US-Klimabehörde NOAA meldete am 11. Juni 2026 bereits vorhandene El-Niño-Bedingungen, die sich bis in den Winter 2026/27 auf der Nordhalbkugel verstärken könnten. Wie stark die regionalen Auswirkungen ausfallen, bleibt dennoch offen. Klar ist: Das Klimaphänomen kann Wetterextreme wie Hitze, Starkregen und Dürren begünstigen und damit die globale Landwirtschaft zusätzlich belasten. Gerade deshalb rückt die sichere und ausreichende Nahrungsversorgung wieder stärker in den Fokus - und mit ihr wichtige Pflanzennährstoffe wie Kali.
Auch die EU-Kommission reagiert auf die gestiegenen Düngerkosten. Geplant ist ein Hilfspaket von rund 500 Millionen Euro, um besonders betroffene Landwirte zu entlasten. Im Mittelpunkt steht unter anderem die Aussaat der Winterfrüchte. Viele Landwirte haben sich zwar bereits im vergangenen Herbst mit Dünger eingedeckt, aber eben nicht alle. Hohe Düngerpreise können dazu führen, dass Betriebe ihre Anbauentscheidungen überdenken oder Flächen anders nutzen.
Kalireiche Düngemittel sind für die Landwirtschaft weltweit wichtig. Kalium unterstützt zentrale Pflanzenfunktionen, darunter Wasserhaushalt, Wurzelentwicklung, Widerstandsfähigkeit gegen Stress und Ertragsbildung. Mit der wachsenden Weltbevölkerung und sinkender Ackerfläche pro Kopf steigt der Druck, vorhandene Flächen effizienter zu bewirtschaften. Aktuell belastet der Iran-Konflikt in Verbindung mit Störungen an der Straße von Hormus vor allem Energie, Ammoniak, Harnstoff und andere Düngemittel- beziehungsweise Düngemittel-Vorprodukte. Die Weltbank rechnet im breiten Düngemittelsektor 2026 mit deutlich höheren Preisen; auch Kaliumchlorid/MOP dürfte im Jahresvergleich höher notieren, ist jedoch weniger direkt von Nahost-Störungen abhängig als stickstoff- und phosphatbasierte Produkte. Bei der Liste der wichtigsten Kaliproduzenten steht Kanada weiterhin an erster Stelle. Auch in Afrika gibt es aussichtsreiche Kalivorkommen.
Millennial Potash - https://www.rohstoff-tv.com/mediathek/unternehmen/profile/millennial-potash-corp/ - entwickelt mit Banio ein großes Kaliprojekt in Gabun, Afrika. Die Landposition umfasst nach Unternehmensangaben rund 1.500 Quadratkilometer und liegt nahe der Atlantikküste. Gabun verfügt über eine lange Rohstoff- sowie Öl- und Gas-Historie. Für das Banio-Projekt ist die Nähe zur Atlantik-Logistik ein wichtiger Vorteil: Eine erste Hafen- beziehungsweise Logistikinfrastruktur bei Mayumba ist vorhanden beziehungsweise im Ausbau, weitere Kapazitäten werden entwickelt. Für den großen Kaliverbraucher Brasilien könnte Banio perspektivisch eine geografisch günstige zusätzliche Importquelle darstellen.
Positiv hervorzuheben ist zudem die Unterstützung durch die U.S. International Development Finance Corporation. Die DFC hat Millennial Potash bis zu 3 Millionen US-Dollar an Projektentwicklungsfinanzierung für die Machbarkeitsstudie des Banio-Projekts zugesagt. Vorgesehen ist Lösungsbergbau, der im Vergleich zu konventionellem Untertagebau potenziell geringere oberirdische Eingriffe und niedrigere Anfangsinvestitionen ermöglichen kann. Die tatsächlichen Umwelt- und Sozialauswirkungen werden im Rahmen der laufenden Umwelt- und Sozialverträglichkeitsprüfung bewertet. Die endgültige Machbarkeitsstudie und die Umwelt- und Sozialverträglichkeitsprüfung laufen.
Nach Unternehmensangaben ist Millennial Potash für die laufende Machbarkeitsstudie, die dazugehörigen Arbeitsprogramme und die Umweltprüfung finanziert. Das Phase-3-Bohrprogramm wurde im Mai 2026 gestartet und umfasst vier kalispezifische Bohrlöcher mit insgesamt rund 4.000 Meter.
Aktuelle Unternehmensinformationen und Pressemeldungen von Millennial Potash (- https://www.resource-capital.ch/de/unternehmen/millennial-potash-corp/ -).
Quellen: Millennial Potash; U.S. International Development Finance Corporation (DFC); World Meteorological Organization (WMO); NOAA Climate Prediction Center; Weltbank; Europäische Kommission/Euronews; Natural Resources Canada; weitere im Text genannte Quellen;
https://www.wetter.com/news/el-nino-2026-kehrt-das-klimaphaenomen-mit-hitzewellen-und-starkregen-zurueck_aid_69bc1b2e2f72d57d1209207c.html;
https://www.msn.com/de-at/finanzen/nachrichten/bauern-unter-druck-eu-kommission-will-d%C3%BCngerkosten-abfedern/ar-AA25fUIk;
https://investingnews.com/daily/resource-investing/agriculture-investing/potash-investing/top-potash-countries-by-production/;
https://millennialpotash.com/news/millennial-potash-corp.-initiates-definitive-feasibility-study-with-us-dfc-funding-at-its-banio-potash-project-gabon; https://millennialpotash.com/news/millennial-announces-initiation-of-phase-3-drill-program-at-its-banio-potash-project;
https://www.dfc.gov/investment-story/investing-africas-first-potash-mine-reduce-dependence-russian-imports; https://wmo.int/news/media-centre/wmo-prepare-el-nino; https://www.cpc.ncep.noaa.gov/products/analysis_monitoring/enso_advisory/ensodisc.shtml;
https://blogs.worldbank.org/en/opendata/fertilizer-prices-surge-as-strait-of-hormuz-disruptions-tighten-; https://www.euronews.com/my-europe/2026/06/10/long-term-fertiliser-solutions-needed-to-avoid-eu-food-shortages-eu-agriculture-commission; https://natural-resources.canada.ca/minerals-mining/mining-data-statistics-analysis/minerals-metals-facts/potash-facts.
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Datum: 13.06.2026 - 13:50 Uhr
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