Retail Investment Package: Seminar zu neuen Anforderungen für Anlageberatung und Wertpapier-Complia

Retail Investment Package: Seminar zu neuen Anforderungen für Anlageberatung und Wertpapier-Compliance

ID: 2257022

Mit dem Retail Investment Package (RIP) arbeitet die Europäische Union an einer umfassenden Reform des Anlegerschutzes und der Vertriebsregulierung für Finanzprodukte. Die im Rahmen der Retail Investment Strategy geplanten Änderungen betreffen zahlreiche bestehende Regelwerke, darunter MiFID II, die PRIIPs-Verordnung sowie weitere Vorschriften des europäischen Finanzmarktrechts. Für Banken, Wertpapierinstitute, Finanzdienstleister und Compliance-Verantwortliche ergeben sich daraus erhebliche Anpassungsanforderungen. Das Seminar „Retail Investment Package: Auswirkungen auf die Praxis“ der Akademie Heidelberg beleuchtet die regulatorischen Entwicklungen und deren Auswirkungen auf die Unternehmenspraxis.




(firmenpresse) - Neue regulatorische Anforderungen für den Vertrieb von Anlageprodukten

Die Reform verfolgt das Ziel, den Zugang von Privatanlegern zu den Kapitalmärkten zu verbessern und gleichzeitig den Anlegerschutz weiterzuentwickeln. Vorgesehen sind unter anderem neue Vorgaben zur Kosten- und Gebührentransparenz, erweiterte Anforderungen an die Product Governance sowie Anpassungen bei der Geeignetheits- und Angemessenheitsprüfung. Zudem soll die Vergleichbarkeit von Anlageprodukten verbessert und die Finanzkompetenz von Anlegerinnen und Anlegern gestärkt werden.

Nach der politischen Einigung zwischen Rat und Europäischem Parlament wird die Veröffentlichung der finalen Rechtstexte erwartet. Unternehmen sollten sich daher frühzeitig mit den geplanten Änderungen befassen und mögliche Auswirkungen auf Prozesse, Dokumentation und Vertriebsstrukturen analysieren.

Herausforderungen für Compliance, Anlageberatung und Product Governance

Besondere Aufmerksamkeit gilt den geplanten Änderungen im Bereich der Zuwendungen (Inducements). Die neuen Regelungen sehen strengere Schutzvorkehrungen sowie zusätzliche Transparenzanforderungen vor. Zuwendungen und sonstige Anreize sollen künftig einen nachweisbaren Nutzen für Kundinnen und Kunden bieten. Gleichzeitig wird ein neuer Zuwendungstest diskutiert, der die Anforderungen an die Vertriebs- und Vergütungspraxis weiter konkretisieren könnte.

Darüber hinaus werden die Product-Governance-Vorgaben erweitert. Im Mittelpunkt steht das sogenannte „Value for Money“-Prinzip, das ein angemessenes Verhältnis zwischen Kosten und Nutzen von Anlageprodukten sicherstellen soll. Für Institute bedeutet dies zusätzliche Anforderungen an die Produktüberwachung, Dokumentation und interne Kontrollsysteme. Auch die Qualifizierungsanforderungen für Anlageberatende bleiben ein wichtiger Bestandteil der Regulierung.

Inhalte des Seminars

Im Seminar werden unter anderem folgende Themen behandelt:



- Ziele, Hintergrund und Zeitplan der Retail Investment Strategy
- Neue Zuwendungsregeln und regulatorische Entwicklungen im Bereich Inducements
- Zuwendungsverbot im beratungsfreien Geschäft
- Erweiterte Anforderungen an die Product Governance
- Kosten- und Zuwendungstransparenz
- Anforderungen an die Qualifikation von Anlageberatenden
- Auswirkungen auf Compliance-, Beratungs- und Vertriebsprozesse
- Praktische Umsetzungsfragen für Finanzdienstleister und Wertpapierinstitute

Die Veranstaltung ordnet die regulatorischen Entwicklungen fachlich ein und zeigt auf, welche organisatorischen und prozessualen Anpassungen Unternehmen künftig berücksichtigen müssen.

Für welche Zielgruppen das Thema relevant ist

Das Seminar richtet sich insbesondere an Fach- und Führungskräfte aus den Bereichen Compliance, Wertpapier-Compliance, Anlageberatung, Vertrieb, Product Governance, Recht, Risikomanagement und Interne Revision. Auch Verantwortliche in Banken, Sparkassen, Wertpapierinstituten, Vermögensverwaltungen und anderen Finanzdienstleistungsunternehmen erhalten einen Überblick über die zu erwartenden regulatorischen Veränderungen.

Referenten

Sascha Apenburg ist Director Group Compliance and Licensing sowie Chief Compliance Officer der N26 SE in Berlin. Sein fachlicher Schwerpunkt liegt auf Compliance-Anforderungen in der Banken- und Wertpapierdienstleistungsbranche sowie der ordnungsgemäßen Geschäftsorganisation von Instituten.

Hartmut T. Renz ist Rechtsanwalt und Partner der STRATECO GmbH in Bad Homburg. Er verfügt über langjährige Erfahrung in der Finanz- und Kapitalmarktregulierung sowie in leitenden Compliance-Funktionen internationaler Finanzinstitute und publiziert regelmäßig zu wertpapierrechtlichen Fragestellungen.

Das Seminar „Retail Investment Package: Auswirkungen auf die Praxis“ findet am 4. November 2026 als Online-Veranstaltung statt. Weitere Infos zu dieser Pressemeldung:

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Datum: 15.06.2026 - 09:31 Uhr
Sprache: Deutsch
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Kategorie:

Banken


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Freigabedatum: 15.06.2026

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