Wir verlieren den Kampf um die Datenkontrolle

Wir verlieren den Kampf um die Datenkontrolle

ID: 2258764

Autor: Oliver Stein, Geschäftsführer DACH bei Redgate



Oliver Stein, Geschäftsführer DACH bei Redgate (Quelle: Redgate)Oliver Stein, Geschäftsführer DACH bei Redgate (Quelle: Redgate)

(firmenpresse) - 25. Juni 2026 – Es gab eine Zeit, da waren Datenbanken beherrschbar. Wer die entsprechenden Systeme kannte, die mit ihnen verknüpften Anwendungen verstand und die Prozesse kontrollierte, konnte Risiken einschätzen und Änderungen sicher begleiten. Datenbankadministratoren waren so gesehen die Hüter einer überschaubaren Welt: Sie wussten, wer welche Anwendung entwickelt, welche Daten kritisch sind und welche Auswirkungen eine Änderung haben würde.

Diese Zeit ist vorbei. Und viele Unternehmen haben noch nicht erkannt, wie dramatisch sich die Situation verändert hat.

Heute wird viel über digitale Transformation, Cloud-Migration, datengetriebenes Business und – natürlich – KI geredet. Doch während die Vorstandsebene und das Management über die Wichtigkeit von Innovation diskutieren, verlieren viele Unternehmen schleichend die Kontrolle über ihr wertvollstes Gut: ihre Daten. Aus der einst so überschaubaren Welt ist ein hochkomplexes Gebilde geworden, denn Daten befinden sich längst nicht mehr in einer einzelnen Datenbankplattform. Sie verteilen sich über Cloud-Dienste, hybride Infrastrukturen, SaaS-Anwendungen, Data Warehouses, Analytics-Plattformen und etliche weitere Tools, die oft jedes Team nach eigenem Ermessen einführen kann. Gleichzeitig greifen immer mehr Menschen auf das stetig wachsende Sammelsurium an Daten zu, von Entwicklern und Analysten über Data Scientists und Fachabteilungen bis hin zu KI-Systemen und -Agenten. Und sie alle erzeugen Änderungen in einer Geschwindigkeit, für die klassische Governance-Modelle längst nicht mehr ausreichen.

Das eigentliche Problem ist an dieser Stelle übrigens nicht die Technologie, sondern die anhaltende Illusion von Kontrolle. Viele Unternehmen glauben noch immer, sie hätten ihre Datenlandschaft im Griff. Dabei verwalten sie in Wirklichkeit eine ganze Reihe voneinander isolierter Werkzeuge, manueller Prozesse und historisch gewachsener Verantwortlichkeiten. Das Monitoring zum Beispiel erfolgt mittels verschiedener Plattformen, die selten ineinandergreifen und gefährliche Überwachungslücken evozieren. Deployments hingegen laufen oft inkonsistent ab und sind teilweise automatisiert, teilweise führen Admins sie manuell durch. Erschwerend kommt hinzu, dass Dokumentationen fast immer unvollständig sind und Zuständigkeiten durch die Masse an Stakeholdern verschwimmen. Tritt dann ein Problem auf, beginnt in vielen Fällen zunächst das Blame Game, also die Suche nach einem Schuldigen, statt nach einer Ursache.



Wenn Unternehmen diesen Kreislauf nicht unterbrechen, sieht es für Datenbankteams schlecht aus. Denn dann werden sie künftig weniger Zeit damit verbringen, Datenbanken zu optimieren, innovativ zu arbeiten und aktiv die Wertschöpfung ihres Unternehmens voranzubringen. Stattdessen werden sie dauerhaft Brände löschen, Fehler analysieren und versuchen, die Kontrolle über ihre Systeme zurückzugewinnen.

Die Antwort kann und darf kein Innovationsstop sein. Es gibt einige Maßnahmen, die Unternehmen ergreifen können, um nicht abgehängt zu werden. Eine davon ist die Einführung sogenannter Extreme Ownership. Gemeint ist, dass selbst bei kleinen Projekten jederzeit klar sein muss, wer die Verantwortung trägt, wer Entscheidungen trifft und mit wem Änderungen abgestimmt werden müssen. Ohne eindeutige Verantwortlichkeiten entstehen Grauzonen, in denen Risiken unbemerkt wachsen. Genauso wichtig sind verbindliche Leitplanken für den Umgang mit Datenbanken. Unternehmen benötigen klar definierte Standards, Richtlinien und Best Practices, die nicht nur Entwickler und Datenbankexperten verstehen, sondern die auch KI-gestützte Entwicklungswerkzeuge berücksichtigen können.

Nur wenn diese Guardrails konsequent dokumentiert und etabliert sind, können neue Anwendungen skalierbar, sicher und nachhaltig entwickelt werden, ohne dass jede Innovation neue technische Schulden erzeugt. Ebenso wichtig ist eine konsequente und regelmäßige Kommunikation: Datenbankteams dürfen nicht erst dann von einem Projekt erfahren, wenn die Anwendung bereits produktiv ist und Probleme verursacht.

Unternehmen, die diese Maßnahmen beherzigen, behalten die Kontrolle über ihre Datenbankökosysteme, können neue Anwendungen jederzeit ohne Risiko einführen und sich ihrem eigentlichen Ziel widmen: Innovation.


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Redgate unterstützt Unternehmen bei der souveränen Steuerung ihrer Datenbanken. Mit seinen Database-DevOps-Tools ermöglicht der Anbieter die sichere Automatisierung und Skalierung von Datenbankumgebungen. Durch den Einsatz von KI können Organisationen echten Mehrwert erwirtschaften und ihr Wachstum steigern. Insgesamt reduziert das Lösungsportfolio von Redgate die Komplexität des Datenbankmanagements über den gesamten Database-DevOps-Lebenszyklus hinweg. Auf diese Weise erleichtert es den Arbeitsalltag von IT-Entscheidern, Entwicklungs- und Betriebsteams, steigert deren Effizienz, reduziert Fehler und schützt geschäftskritische Daten. Mehr als 200.000 Unternehmen weltweit, darunter 92 Prozent der Fortune-100-Unternehmen, vertrauen auf die benutzerfreundliche Software von Redgate. Weitere Informationen gibt es unter https://www.red-gate.com/de/.



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Datum: 25.06.2026 - 14:15 Uhr
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