Beitragsservice stellt Jahresbericht 2025 vor: Rundfunkbeitragserträge leicht rückläufig, Entwick

Beitragsservice stellt Jahresbericht 2025 vor: Rundfunkbeitragserträge leicht rückläufig, Entwicklung insgesamt stabil

ID: 2259343

(ots) - Die Erträge aus dem Rundfunkbeitrag lagen im Jahr 2025 bei 8,72 Milliarden Euro. Das sind rund 20 Millionen Euro weniger als im Vorjahr (2024: 8,74 Milliarden Euro): ein Minus von 0,22 Prozent. Insgesamt 8,56 Milliarden Euro flossen an ARD, ZDF und Deutschlandradio. 164,5 Millionen Euro erhielten die Landesmedienanstalten.

Auch die Zahl der Beitragskonten sowie die Zahl der zum Rundfunkbeitrag angemeldeten Wohnungen gingen leicht zurück. Ende 2025 waren insgesamt 46.922.005 Beitragskonten beim Beitragsservice registriert: ein Rückgang um 0,15 Prozent gegenüber dem Vorjahr (2024: 46.992.947). Die Zahl der zum Rundfunkbeitrag angemeldeten Wohnungen sank um 0,18 Prozent auf 40.445.105 Wohnungen (2024: 40.516.173).

"Die rückläufige Entwicklung der wichtigsten Kennzahlen beim Beitragseinzug war so erwartet worden und ist typisch für die letzte Phase des alle vier Jahre stattfindenden bundesweiten Meldedatenabgleichs, bei dem die Beitragsdaten mit den Melderegistern der Kommunen abgeglichen werden", erklärt Bernd Roßkopf, Leiter des Geschäftsbereichs Finanzen und Services beim Beitragsservice von ARD, ZDF und Deutschlandradio. "Mit nennenswerten Veränderungen ist erst im Nachgang zum nächsten bundesweiten Meldedatenabgleich zu rechnen, den wir aktuell vorbereiten und ab Dezember 2026 durchführen werden", so Roßkopf bei der heutigen Vorstellung des Jahresberichts 2025 des Beitragsservice in Köln.

Weniger Mahnverfahren, weniger Vollstreckungen

Auch bei Mahnungen und Vollstreckungen verzeichnete der Beitragsservice Rückgänge. So sank die Zahl der Beitragskonten, die sich zum 31. Dezember 2025 im Mahnverfahren befanden, auf rund 3,65 Millionen (2024: 3,73 Millionen). Die Zahl der Mahnmaßnahmen verringerte sich um knapp ein Fünftel und lag zum Jahresende bei 18,31 Millionen (2024: 22,73 Millionen), die Zahl der ausgebrachten Vollstreckungsersuchen fiel auf 1,39 Millionen (2024: 1,59 Millionen).

Bereits 2024 war die Zahl offener Forderungsverfahren rückläufig. Der Rückgang liegt vor allem am Abschluss der Verfahren des letzten bundesweiten Meldedatenabgleichs. In den Folgejahren eines Abgleichs, in denen die Beitragspflicht für zahlreiche neue Wohnungen geklärt werden muss, steigt üblicherweise auch die Zahl der Mahnverfahren vorübergehend an. Nach Beendigung dieser Klärungsverfahren gehen auch die Fallzahlen im Mahnwesen wieder auf ihr übliches Niveau zurück.



Aufwendungen nahezu auf Vorjahresniveau

Die Kosten für den Beitragseinzug beliefen sich im Berichtsjahr auf 191,4 Millionen Euro. Das entspricht einem Anstieg von lediglich 0,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr (2024: 190,7 Millionen Euro) - trotz der allgemeinen Preissteigerung von durchschnittlich 2,2 Prozent. Auch der durchschnittliche finanzielle Aufwand pro Beitragskonto konnte mit 4,08 Euro nahezu auf dem Niveau des Vorjahres gehalten werden (2024: 4,06 Euro).

Hauptgrund für den Kostenanstieg waren höhere Personalaufwendungen aufgrund von Tarifsteigerungen sowie gestiegene Sozialversicherungsbeiträge. Senken konnte der Beitragsservice demgegenüber seine Ausgaben für Fremdleistungen in den Bereichen der externen schriftlichen und telefonischen Sachbearbeitung sowie für den Druck und Versand von Briefen.

Serviceniveau erneut gesteigert

Das Serviceniveau konnte im Berichtsjahr weiter verbessert werden: Während die Zahl der schriftlichen Vorgänge um 6,7 Prozent und die Zahl der telefonischen Anfragen um 14,9 Prozent zurückgingen, gelang es, die Bearbeitungszeit von Anliegen der Beitragszahlenden erheblich zu verkürzen. So dauerte die Bearbeitung einer schriftlichen Anfrage vom Eingang bis zum Abschluss im Durchschnitt 9,2 Tage (2024: 14,6 Tage). Damit wurde sogar der Stand von vor dem letzten bundesweiten Meldedatenabgleich unterschritten (2022: 11,5 Tage).

Um Anliegen rund um den Rundfunkbeitrag zukünftig noch schneller und effizienter zu bearbeiten, setzt der Beitragsservice auf die weitere Digitalisierung des Kundenkontakts sowie die Automatisierung interner Abläufe. Ein wichtiger Meilenstein war diesbezüglich der Start des grundlegend modernisierten Internetauftritts rundfunkbeitrag.de im November 2025. Die neue technische Plattform bildet die Grundlage für den schrittweisen Ausbau der Online-Serviceangebote in den kommenden Jahren.

Eine erste konkrete Anwendung folgt bereits zum Jahresende: Die Klärungsschreiben, die im Rahmen des anstehenden, vierten bundesweiten Meldedatenabgleichs ab Dezember sukzessive an neue Wohnungsinhaberinnen und -inhaber versandt werden, können bequem online beantwortet werden.

Pressekontakt:

Christian Gärtner
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