Bundesumweltminister Schneider auf Rügen: Deutsche Umwelthilfe fordert Absage an umweltschädliches LNG-Terminal in Mukran
ID: 2259800

(ots) - Bundesumweltminister Carsten Schneider ist heute in Sassnitz auf Rügen und will die Wichtigkeit von Meeresschutz und Energiewendeprojekten in der Region hervorheben. Aus Sicht der Deutschen Umwelthilfe (DUH) steht das LNG-Terminal im Hafen von Mukran dazu klar im Widerspruch. Insbesondere der neu genehmigte Betrieb ohne Landstrom bis Ende 2043 und der damit einhergehende gravierende Mehrbetrieb der Schiffsmotoren führt nach Auffassung der DUH zu erheblichen Gefahren für die Umwelt. Dazu hat die DUH ihren bestehenden Widerspruch erweitert und an das Staatliche Amt für Landwirtschaft und Umwelt übermittelt.
Sascha Müller-Kraenner, Bundesgeschäftsführer der DUH:
"Wenn es dem Bundesumweltminister um Meeresschutz und die Energiewende geht, darf er die Augen nicht vor den negativen Folgen des LNG-Terminals verschließen. Es drohen massive Schadstoff- und Lärmemissionen. Stickstoffemissionen bedrohen die bereits stark belasteten Vorwälder auf den Kliffen. Zudem erhöht der Sauerstoffentzug das Risiko für ein Fischsterben für die bereits zusammengebrochenen Arten Hering und Dorsch. Insgesamt torpediert der Betrieb durch den jahrzehntelangen Import von fossilem Flüssigerdgas die Energiewende. Wir fordern die zuständige Behörde und Bundesumweltminister Schneider auf, den Betrieb nicht ohne Landstromversorgung zuzulassen. Darüber hinaus sollte der Betrieb des umweltschädlichen Terminals so schnell wie möglich ganz eingestellt werden."
Hintergrund:
Die DUH hat nach Einsicht in die Verwaltungsakten einen weiteren rechtlichen Widerspruch gegen die LNG-Anlagen der Deutschen Regas beim Staatlichen Amt für Landwirtschaft und Umwelt eingereicht. Neben unzureichenden Vorkehrungen gegen Angriffe Dritter auf das Ostseeterminal sind zudem auch weiterhin wichtige Fragen hinsichtlich der Zuständigkeit im Brandschutz ungeklärt.
Pressekontakt:
Sascha Müller-Kraenner, Bundesgeschäftsführer
0160 90354509, mueller-kraenner@duh.de
DUH-Newsroom:
030 2400867-20, presse@duh.de
www.duh.de
Original-Content von: Deutsche Umwelthilfe e.V., übermittelt durch news aktuell
Weitere Infos zu dieser Pressemeldung:
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 02.07.2026 - 03:00 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 2259800
Anzahl Zeichen: 2322
Kontakt-Informationen:
Ansprechpartner: ots
Stadt:
Sassnitz
Kategorie:
Energie & Umwelt
Diese Pressemitteilung wurde bisher 250 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Bundesumweltminister Schneider auf Rügen: Deutsche Umwelthilfe fordert Absage an umweltschädliches LNG-Terminal in Mukran"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Deutsche Umwelthilfe e.V. (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
- Bundeswirtschaftsministerium verweigert Herausgabe von Katherina Reiches Öl- und Gaskontakten bei der CERA Week, einer Branchenkonferenz der fossilen Industrie in Texas - Umweltinformationsantrag drei Monate nicht beantwortet: DUH erhebt Untätigkeitsklage und fordert vollständige Offenlegun
Osnabrück beschließt Einweg-Verpackungssteuer: Deutsche Umwelthilfe fordert breite kommunale Bewegung gegen Einweg-Müllflut ...
Der Osnabrücker Stadtrat hat beschlossen, zum 11. Januar 2027 eine Steuer auf Einweg-Takeaway-Verpackungen in der Gastronomie einzuführen. Nach Tübingen, Konstanz, Freiburg und Potsdam wäre Osnabrück damit die fünfte deutsche Stadt mit einer solchen Steuer. Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) bewer
Futtermittelradar 2026: Mehrheit der Unternehmen unterstützt EU-Regeln gegen Entwaldung - Deutsche Umwelthilfe fordert konsequente Umsetzung ...
- 15 von 23 antwortenden Unternehmen bewerten die EU-Entwaldungsverordnung positiv - 8 haben sie bereits vollständig oder weitgehend umgesetzt - Rewe und Lekkerland verfügen nach eigenen Angaben über kein systematisches Verfahren zur Prüfung ihrer Lieferketten - DUH fordert verlässliche g
Weitere Mitteilungen von Deutsche Umwelthilfe e.V.
Das Energie-Dream-Team für Nürnberg ...
Die Energiewende findet längst nicht mehr nur in der großen Politik statt, sondern direkt auf den Dächern und in den Kellern der Metropolregion Nürnberg. Angesichts schwankender Energiepreise und dem Drang zu mehr Klimaschutz setzen immer mehr Hausbesitzer auf eine unschlagbare Kombination: d
Dynamik im Wasserstoffhochlauf zurückgewinnen ...
Der Wasserstoff-Beirat Baden-Württemberg hat auf dem heutigen H2-Kolloquium in Stuttgart seine Empfehlungen vorgestellt. Insgesamt 14 Maßnahmen legen dar, welche Weichen gestellt werden müssen, damit der Wasserstoffhochlauf wieder an Fahrt gewinnt. Die Kernbotschaften: Die zu strikte Regulatorik
ARaymond und LONGi unterzeichnen Absichtserklärung zur Prüfung einer Zusammenarbeit im Solar- und Energiebereich ...
ARaymond und LONGi haben auf der Intersolar Europe 2026 eine Absichtserklärung (Memorandum of Understanding, MoU) unterzeichnet, um potenzielle Bereiche der Zusammenarbeit im Umfeld der Solarphotovoltaik und von Energiesystemen zu prüfen. Die Vereinbarung spiegelt das gemeinsame Ziel wider, komple
Adler Group und PAUL Tech starten klimafreundliche Wärmeversorgung für 17.500 Berliner Wohnungen ...
Der gesamte Adler Gebäudebestand mit rund 17.500 Berliner Wohnungen und Gewerbeeinheiten wird in den kommenden zwei Jahren auf eine klimafreundliche Wärmeversorgung umgestellt. Dafür haben die Adler Group und die PAUL Tech AG einen langfristigen Rahmenvertrag geschlossen. Die Umsetzung beginnt




