HanseMerkur EuroMinds ZUKUNFTS-SUMMIT 2026 - Prominente und Experten über die Zukunft Europas

HanseMerkur EuroMinds ZUKUNFTS-SUMMIT 2026 - Prominente und Experten über die Zukunft Europas

ID: 2259884
(ots) - Zum sechsten Mal trafen sich Prominente und renommierte Expertinnen und Experten aus Wissenschaft,Wirtschaft, Politik, Kultur und Sport, um über die Zukunft Europas und damit verbundene Fragen rund um Arbeit, Innovation, Wissenschaft, Persönlichkeitsentwicklung oder Bürokratie zu diskutieren. Mehr als 170 Speaker gestalteten die Impulsvorträge und Gesprächsrunden beim zweitägigen Wirtschaftsgipfel EuroMinds im Hamburger Radisson Blu Hotel. Über 1000 Gäste nahmen an dem zweitägigen Summit teil.

Zu den ausgewählten Rednerinnen und Rednern 2026 zählten u.a. Ulrich Meyer (TV-Moderator), Felix Magath (Fußballlegende), Ildikó von Kuerthy (Autorin), Aleksandra Bechtel (Schauspielerin), Francis Fulton-Smith (Schauspieler), Eva Habermann (Schauspielerin), Katja Kipping (Politikerin), Christian Dürr (Politiker), Ann-Kathrin Linsenhoff (Dressur-Olympiasiegerin), Julia Ruhs (Journalistin), Silke Schneider (Finanzministerin Schleswig-Holstein), Anna Hiltrop (Model und Entrepreneurin) u.v.m.

Wichtige Zitate aus den Vorträgen und Diskussionsrunden

Felix Magath, Fußballtrainer, 72, äußerte sich auf der Bühne zum Thema: Erfolg unter Druck: Was Wirtschaft von Spitzensport und Resilienz lernen kann

Auf die Frage: Hat Deutschlands Wirtschaft eher ein Führungsproblem oder ein Mentalitätsproblem?, sagte er:

"Das eine gehört zum anderen. Führung muss Identifikation und Hingabe für die Aufgabe vorleben. Wenn ich für eine Aufgabe brenne und diese erfolgreich schaffe, dann ziehe ich daraus Stärke und vergrößere mein Selbstvertrauen. Denn die schönsten Siege sind die über sich selbst. Ich sehe im Moment eher, dass sich in vielen Teilen der Gesellschaft Bequemlichkeit breit gemacht hat und die Bereitschaft mit höchstem eigenen Einsatz Probleme wirklich lösen zu wollen kaum noch vorhanden ist. Es wird viel geredet, aber zu wenig gearbeitet."

Auf dem Panel Erfolg unter Druck: Was Wirtschaft von Spitzensport und Resilienz lernen kann meinte Felix Magath:



"Über Jahrzehnte hatte die deutsche Wirtschaft in vielen Bereichen den Anspruch die Nr. 1 zu sein. Mit den Erfolgen hat sich aber über die Jahre eine allgemeine Zufriedenheit auch aufgrund des materiellen Wohlstands breit gemacht. Das Ausruhen auf dem Erreichten führt zu Trägheit, weniger Kreativität und Willen sich neue Ziele zu stecken und diese zu erreichen. Ein erfolgreicher Spitzensportler muss sich in jedem Training und in jedem Wettkampf immer wieder neu beweisen und dabei bereit an sein Limit zu gehen."

Ulrich Meyer, 70, ehemaliger Fernsehmoderator, beim Panel Information oder Manipulation: Wie Medien Vertrauen schaffen

"Manipulationsfalle ist ein großes Wort für eine Alltäglichkeit. Wer immer sich an Journalist:innen wendet, erwartet/ erhofft Berichterstattung nicht zuletzt in seinem Sinn. Ergo ist die berühmte "Zweite Quelle" bei jeder journalistischen Sachverhaltsdarstellung unerlässlich. Immer verdächtig: Wenn alles allzu eindeutig und ausschließlich für den Petenten spricht, der da in die Medien drängt. Und trotzdem: Bei aller Erfahrung macht man sich, wie Medien-juristen das dann nennen, manches zu sehr zu eigen. Immer Vorsicht, wenn man an sich spürt, dass die stets nötige Distanz zu bröckeln beginnt."

Eva Habermann, Schauspielerin, 50 sprach zum Thema Lampenfieber - was Führungskräfte von Schauspielern über Mindset, Auftritt und Wirkung lernen können

"Privat habe ich eigentlich sehr selten Lampenfieber. Vor einer Gruppe zu sprechen ist überhaupt kein Problem für mich. Da bin ich sehr entspannt, weil ich ja nichts leisten muss. Deshalb ist mein Lampenfieber privat deutlich geringer als dann, wenn ich vor Publikum stehe, jemanden unterhalte oder vor einer Kamera bin. Früher allerdings hatte ich vor Dates immer ein unglaubliches Lampenfieber, weil ich da unbedingt einen unwiderstehlichen Eindruck machen wollte. Haare hoch oder offen? Mit oder ohne Ohrringe? Welches Outfit? Und dann tauchten Fragen von ganz anderer Tragweite auf: Wie sieht man eigentlich aus, wenn man gerade auf der Suche ist, das aber auf keinen Fall durchscheinen lassen möchte? Zu gestylt wirkt verzweifelt, zu wenig gestylt schlumpfig, aufreizend oder doch lieber konservativ? Ein erstes Date bleibt eben immer ungewiss - wird er mir live überhaupt gefallen, und gefalle ich ihm?"

Anna Hiltrop, Model, 31, über Nachhaltigkeit, Innovation, Wirtschaftlichkeit: Der Dreiklang der Zukunft

"Mein Engagement hat mein Leben vor allem dahingehend verändert, dass ich Chancen und Herausforderungen ganzheitlicher betrachte. Ich frage heute bei nahezu jeder Entscheidung: Welchen langfristigen Einfluss hat sie? Diese Perspektive hat mich nicht nur beruflich geprägt, sondern auch persönlich. Sie hat mir gezeigt, dass Fortschritt und Verantwortung keine Gegensätze sind - im Gegenteil: Die spannendsten Innovationen entstehen oft genau dort, wo beides zusammenkommt."

Francis-Fulton Smith, Schauspieler, 60, saß in der Diskussionsrunde Vermögen aufbauen: Strategien für unsichere Zeiten

"Ich glaube, jeder Investor hat schon einmal ein suboptimales Investment getätigt. Das gehört zum Lernprozess dazu. Entscheidend ist, daraus die richtigen Schlüsse zu ziehen. Für mich gilt: Man sollte nur Kapital investieren, auf das man im Zweifel auch verzichten

kann, und niemals alles auf eine Karte setzen. Diversifikation ist kein Zeichen von Unsicherheit, sondern von Vernunft. Und wenn Investments erfolgreich sind, versuche ich, Gewinne möglichst wieder zu reinvestieren - denn langfristig ist der Zinseszinseffekt oft der stärkste Verbündete eines Investors.

Ann Kathrin Linsenhoff, ehemalige Dressurreiterin und Olympiasiegerin, 65, über Verantwortung tragen. Verantwortung übernehmen.

"Ich glaube, Kraft entsteht aus mehreren Quellen. Eine ganz wichtige Quelle ist für mich der Rückhalt der Familie. Dazu kommen die Natur, das Zusammenspiel mit den Tieren und der Glaube an mich selbst. Dort finde ich Ruhe, Erdung und oft auch neue Energie.

Als Sportlerin habe ich außerdem sehr früh gelernt, mit Zeit bewusst umzugehen, Prioritäten zu setzen und mich zu fokussieren. Genau dieses Zeitmanagement und die Fähigkeit, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren, helfen mir bis heute sehr. Am Ende ist es wohl die Verbindung aus innerer Überzeugung, familiärem Rückhalt, Natur und der Disziplin, die man im Sport lernt."

Zu den Highlights der Diskussionsrunden zählte das Thema Wie Journalismus glaubwürdig bleibt mit Julia Ruhs, freie Journalistin und Moderatorin: "Spaltung beginnt dort, wo der Dialog abbricht, wo Menschen sich geistig voneinander abschotten und nicht mehr miteinander reden."

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