IT-Sicherheit braucht weniger Angst

IT-Sicherheit braucht weniger Angst

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Cybersecurity produziert heute oft mehr Unsicherheit, als sie beseitigt. Die Herausforderung liegt aber meist in fehlender Orientierung.




(PresseBox) - Cybersecurity ist längst kein reines IT-Thema mehr – sie ist ein permanenter Wettkampf. Auf der einen Seite stehen Angreifer, die mit immer neuen Methoden versuchen, Sicherheitslücken auszunutzen und sich Vorteile zu verschaffen. Auf der anderen Seite kämpfen Security-Teams und CISOs darum, Risiken zu bewerten, Compliance-Anforderungen zu erfüllen und ihre Organisationen resilient aufzustellen. Jede neue Schwachstelle, jede veröffentlichte Angriffstechnik und jede regulatorische Vorgabe erhöhen den Druck, schneller und präziser zu reagieren. Oft fehlt dabei genau das, was für gute Entscheidungen am wichtigsten wäre: Zeit und Orientierung.

Denn unter hohem Zeitdruck werden Informationen zu schnell verarbeitet, Entscheidungen häufiger auf Basis unvollständiger Daten getroffen und Risiken schwerer eingeordnet. Genau diese Dynamik eröffnet Angreifern neue Möglichkeiten, gezielt in den Entscheidungsprozess einzugreifen.  

Die Folgen dieser Entwicklung lassen sich bereits heute beobachten.

Wenn selbst Sicherheitsforscher zum Angriffsziel werden

Wird eine neue Schwachstelle veröffentlicht, dauert es oft nur wenige Minuten, bis erste Proof-of-Concepts (PoCs) und Analysewerkzeuge öffentlich verfügbar sind. Sie helfen Sicherheitsforschern und Unternehmen dabei, Risiken besser zu verstehen und geeignete Schutzmaßnahmen abzuleiten. Doch inzwischen machen Hacker nicht mal mehr vor diesen Werkzeugen Halt. Ein aktuelles Beispiel ist der von den Threat Researchern von Sekoia analysierte ChocoPoC-Fall. Gemeinsam mit Erkenntnissen von YesWeHack zeigte die Untersuchung, wie manipulierte Exploit-Repositories gezielt über GitHub verbreitet wurden. Die Angreifer nutzten dabei die Aufmerksamkeit rund um aktuelle Schwachstellen in Microsoft SharePoint, Microsoft Windows, dem Linux Kernel oder Apache, um ihre präparierten PoCs möglichst glaubwürdig erscheinen zu lassen. Die vermeintlichen PoCs enthielten schädliche Python-Abhängigkeiten. Ziel war es, die Rechner derjenigen zu kompromittieren, die diese Schwachstellen eigentlich analysieren wollten. Angegriffen wurden also nicht Unternehmen, sondern der Prozess, in dem Sicherheitswissen entsteht. Dieser Vorfall steht stellvertretend für eine Entwicklung, die weit über einen einzelnen Angriff hinausgeht. Cyberkriminelle manipulieren heute nicht mehr nur Systeme. Sie greifen Informationen, Research, Werkzeuge, Software-Lieferketten und das Vertrauen in digitale Quellen an – also genau die Grundlagen, auf denen Sicherheitsentscheidungen getroffen werden und auf die wir normalerwiese vertrauen.



Orientierung schlägt Aktionismus

Entscheidend wird daher, Zusammenhänge zu erkennen, Informationen richtig einzuordnen und daraus belastbare Entscheidungen abzuleiten. Die Antwort darauf besteht jedoch selten darin, für jede neue Bedrohung oder jede neue Vorgabe ein weiteres Tool einzuführen. Genau diesen Perspektivwechsel bringt Sekoia mit ihrem neuen Leitgedanken „Think outside the threat“ zum Ausdruck. Der Leuchtturm des neuen Markenauftritts steht dabei sinnbildlich für Orientierung in einer Sicherheitslandschaft, die nicht nur durch neue Bedrohungen, sondern auch wegen steigenden regulatorischen Anforderungen immer komplexer wird.

„Der ChocoPoC-Fall wird sicher nicht der letzte Angriff dieser Art bleiben. Er macht aber deutlich, dass moderne Cyberabwehr mehr benötigt als zusätzliche Detection-Regeln oder immer neue Warnmeldungen", erklärt Florian Kraus, General Manager der DAGMA GmbH, "Entscheidend ist die Fähigkeit, Informationen einzuordnen, Zusammenhänge zu erkennen und daraus handlungsrelevantes Wissen abzuleiten. Wir sollten unsere Sicherheitsstrategie deshalb nicht bei jeder neuen Bedrohung oder Compliance-Vorgabe vollständig neu ausrichten. Viel wichtiger ist es, auf Lösungen und Partner zu setzen, die Orientierung schaffen und bestehende Sicherheitsmaßnahmen sinnvoll weiterentwickeln. Resilienz entsteht heute nicht durch mehr Komplexität, sondern durch bessere Entscheidungen. Dann haben wir auch viel weniger Angst vor Ausfällen, Bedrohungen oder neuen Regularien.“

Der Wettbewerb in der Cybersecurity wird sich künftig nicht daran entscheiden, wer die meisten Daten sammelt, sondern wer sie schneller einordnen kann. Wer Bedrohungen versteht, statt ihnen nur hinterherzulaufen, gewinnt genau das zurück, was in der Cybersecurity oft am wertvollsten ist: Handlungssicherheit.

Als Boutique-Distribution für Cybersecurity mit Sitz in Berlin und Teil der DAGMA Sp. z o.o., die 1987 in Katowice gegründet wurde, unterstützt die DAGMA GmbH mit fast 40 Jahren Markterfahrung Partner und Kunden bei der Auswahl und Umsetzung moderner Sicherheitslösungen. Das Portfolio umfasst bewusst ausgewählte europäische und internationale Hersteller mit klarer technologischer Differenzierung. Neben der Distribution bietet DAGMA umfassende Unterstützung entlang des gesamten Projektzyklus: von Presales, Consulting und Schulungen bis hin zu technischem Support.

Weitere Informationen zum Portfolio unter https://dagma.eu/de/it-security

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Datum: 08.07.2026 - 08:30 Uhr
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