IfKom fordern bundesweite Einführung des beruflichen Gymnasiums Ingenieurwissenschaften
Die IfKom fordern die Stärkung der MINT-Fächer in den Schulen, die eine wichtige Voraussetzung für ein Ingenieurstudium darstellen.
Foto v.l.n.r.: oben: Prof. Dr. Klaus Jenewein, Andreas Hofert unten: Dr. Heinz Leymann, Prof. Dr. Ralph Dreher BU: IfKom(firmenpresse) - Trotz künstlicher Intelligenz und Wandel von Ingenieurarbeitsplätzen: Die demographische Entwicklung verlangt wirksame Maßnahmen, um mehr junge Menschen für Technik zu interessieren. Denn allein im Bereich der Elektrotechnik gehen bis zum Ende des Jahrzehnts rund 30.000 Ingenieurinnen und Ingenieure mehr in Rente als über die Hochschulen nachkommen. Darauf weist der Verband der Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik e. V. (VDE) im Mai 2026 hin. Nach seiner Prognose liegt von 2027 an die jährliche Zahl der Verrentungen doppelt so hoch wie die Zahl der Abschlüsse, so dass auf 13.100 Menschen, die den Arbeitsmarkt verlassen, nur noch 6.523 kommen, die in ihr Berufsleben starten.
Der Verband der Ingenieure für Kommunikation (IfKom e. V.) sieht sich in seiner Auffassung bestätigt, bei jungen Menschen möglichst früh für eine technische Ausbildung oder ein ingenieurwissenschaftliches Studium zu werben. Dr. Heinz Leymann, IfKom-Bundesvorsitzender appelliert: "Um auf diese kritische Arbeitsmarkt-Situation zu reagieren, sind die MINT-Fächer in den Schulen stärker zu fördern, die eine wichtige Voraussetzung für ein Ingenieurstudium darstellen."
Als einen wirksamen Beitrag zur Gewinnung von Studierenden begrüßen die IfKom die ab Schuljahr 2014/2015 erfolgte Einrichtung des beruflichen Gymnasiums für Ingenieurwissenschaften in Hamburg, NRW und Sachsen-Anhalt. Schülerinnen und Schüler erwerben in dieser Schulart in drei Jahren neben dem Abitur ein grundlegendes Verständnis für den Ingenieurberuf sowie für das ingenieurwissenschaftliche Denken und Handeln.
IfKom Bundesvorstandsmitglied Dipl.-Ing. Andreas Hofert fügt hinzu: "Aus der Sicht der IfKom sollte diese Schuleinrichtung auch für andere Bundesländer Vorbild sein. Wir plädieren für eine bundesweite Einführung. Darüber hinaus sind alle Anstrengungen zu unternehmen, um junge Menschen für den Ingenieurberuf zu interessieren."
Prof. Dr. Jenewein betont: "Interessierte Schülerinnen und Schüler haben im Beruflichen Gymnasium für Ingenieurwissenschaften nicht nur die Möglichkeit, grundlegende Fachkenntnisse zu erwerben. Diese werden verbunden mit Fragen der nachhaltigen Entwicklung - etwa zur ökonomischen und ökologischen Gestaltung von Technik in unserer modernen und sich stetig verändernden Gesellschaft. Für Hochschulen und Betriebe entsteht ein bedeutender Beitrag zur Orientierung und Vorbereitung junger Menschen auf ingenieurwissenschaftliche Berufs- und Karrierewege."
Prof. Dr. Ralph Dreher wies in diesem Zusammenhang darauf hin, dass sich das Berufsbild in den Ingenieurwissenschaften durch die Integration von KI in einem transformativen Wandel befindet: Kern von Ingenieurarbeit sei perspektivisch nicht länger Entwurf und Konstruktion, sondern eine umfassende, auf Nachhaltigkeit hin fokussierte Bewertung und Zusammenführung von KI-Ergebnissen. Durch den dadurch holistischeren Anspruch an die Dienstleistungsarbeit von Ingenieurinnen und Ingenieuren wird ein interdisziplinäres Denken über die klassischen ingenieurwissenschaftlichen Disziplinen wie Elektrotechnik, Maschinenbau und Bautechnik hinweg notwendig. Informatorische Kompetenzen seien dabei basal immer erforderlich. Folglich sei es nur konsequent und begrüßenswert, wenn die beruflichen Gymnasien durch das Fach Ingenieurwissenschaften diese Interdisziplinarität abbilden. Damit entstände ein wirklichkeitsnaher Eindruck von aktueller Ingenieurarbeit - gerade im Hinblick auf die sinkendenden Studierendenzahlen ist dies ein wichtiges Moment, da so gezeigt werden könne, was Ingenieurarbeit durch Kombination der Disziplinen erbringen kann. Er verwies in diesem Zusammenhang auf die Feststellung der UNESCO, dass wesentliche Zielvorstellungen in den Sustainable Goals nur mittels Ingenieurarbeit erreichbar seien. Voraussetzung hierfür sei allerdings eine Reform der hochschulischen Studiengänge, die ebenfalls interdisziplinärer und projektbasierter angelegt werden müssten. Und: Die traditionelle Fokussierung auf abschreckend wirkende Grundlagenfächer, die nunmehr in der Praxis durch die KI substituiert werden, bedarf einer hochschuldidaktischen Reform.
Weitere Infos zu dieser Pressemeldung:
Themen in dieser Pressemitteilung:
ifkom
beruflichen-gymnasiums
ingenieurwissenschaften
vde-e-v
ipw-e-v
prof-dr-klaus-jenewein
andreas-hofert
dr-heinz-leymann
prof-dr-ralph-dreher
mint
faecher
technik
lehre
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Die Ingenieure für Kommunikation e. V. (IfKom) sind der Berufsverband von technischen Fach- und Führungskräften in der Kommunikationswirtschaft. Der Verband vertritt die Interessen seiner Mitglieder - Ingenieure und Ingenieurstudenten sowie fördernde Mitglieder - gegenüber Wirtschaft, Politik und Öffentlichkeit. Der Verband ist offen für Studenten und Absolventen von Studiengängen an Hochschulen aus den Bereichen Telekommunikation und Informationstechnik sowie für fördernde Mitglieder. Der Netzwerkgedanke ist ein tragendes Element der Verbandsarbeit. Gerade ITK-Ingenieure tragen eine hohe Verantwortung für die Gesellschaft, denn sie bestimmen die Branche, die die größten Veränderungsprozesse nach sich zieht. Die IfKom sind Mitglied im Dachverband ZBI - Zentralverband der Ingenieurvereine e. V. Mit über 40.000 Mitgliedern zählt der ZBI zu den größten Ingenieurverbänden in Deutschland.
www.ifkom.de
Prof. Dr. Ralph Dreher ist Vizepräsident der Ingenieurpädagogischen Wissenschaftsgesellschaft (IPW e. V.), die sich als Forum für alle an technischer Bildung interessierten Personen aus der beruflichen und akademischen Bildung sowie aus Wirtschaft und Politik, national und international versteht. Die Ingenieurpädagogische Wissenschaftsgesellschaft, IPW e. V. hat sich das Anliegen der "Engineering Initiative" der UNESCO, 2011, zu eigen gemacht: Die Kunst der Technik in Theorie und Praxis einzusetzen, um der von den Vereinten Nationen verabschiedeten Agenda 2030 mit der Kernforderung nach höherer Nachhaltigkeit näher zu kommen und diese weltweit verstärkt in die Technik-Lehre einzubinden.
www.ipw-edu.org
Prof. Dr. Klaus Jenewein, Dipl.-Ing., ist Professor für Ingenieurpädagogik im Institut Bildung, Beruf und Medien der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg und war als wissenschaftlicher Begleiter an der Entwicklung und Einführung des Beruflichen Gymnasiums für Ingenieurwissenschaften beteiligt.
Christinenstr. 79, 44575 Castrop-Rauxel
Datum: 09.07.2026 - 11:10 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 2261244
Anzahl Zeichen: 4440
Kontakt-Informationen:
Ansprechpartner: Dr. Heinz Leymann
Stadt:
Castrop-Rauxel
Telefon: 02305 9679087
Kategorie:
Wirtschaft (allg.)
Meldungsart:
Diese Pressemitteilung wurde bisher 161 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"IfKom fordern bundesweite Einführung des beruflichen Gymnasiums Ingenieurwissenschaften"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
IfKom - Ingenieure für Kommunikation e.V. (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Die Ingenieure für Kommunikation (IfKom e. V.) verliehen kürzlich einen IfKom-Preis an David Didas für seine hervorragende Bachelorarbeit mit dem hochaktuellen Thema "Development of an OTFS Transmission System on SDR and Experimental Performance Comparison to OFDM under High-Speed Conditions
IfKom: Kupfer-Glas-Migration beschleunigen! ...
Eine möglichst flächendeckende Glasfaser-Infrastruktur stärkt den Wirtschafts- und Forschungsstandort Deutschland, fördert die digitale Transformation und ermöglicht neue innovative Anwendungen dank hoher Bandbreiten. Der Verband der Ingenieure für Kommunikation (IfKom e. V.) begrüßt daher d
IfKom: Nachhaltige Technikentwicklung auch für ältere und beeinträchtigte Menschen ...
IfKom e. V. im Gespräch mit Hubert Hüppe, Bundesvorsitzender der Senioren-Union der CDU Deutschlands Der Bundesvorsitzende der IfKom, Dr. Heinz Leymann, war kürzlich Gast auf dem Neujahrsempfang der CDU in Castrop-Rauxel, bei dem er die Gelegenheit hatte, persönlich mit Hubert Hüppe, Bundesv
Weitere Mitteilungen von IfKom - Ingenieure für Kommunikation e.V.
Berufsinfomarkt Jena: Becherer Carl Scherf und Partner mbB sucht Azubis für 2026 ...
Becherer Carl Scherf und Partner mbB Steuerberater aus Jena präsentierte sich am Samstag, dem 14. März 2026, auf dem Berufsinfomarkt im Volkshaus Jena. Das Unternehmen nutzte die Veranstaltung, um interessierte Bewerberinnen und Bewerber für eine Ausbildung zur Steuerfachangestellten beziehungswe
Gold, Silber, Kupfer, Zink: Dieser Deal zündet den Rohstoff-Turbo! ...
Anzeige/Werbung - Dieser Artikel erscheint im Auftrag von Discovery Mining Ltd.! Bezahlte Beziehung: SRC swiss resource capital AG unterhält einen entgeltlichen IR-Beratervertrag mit Discovery Mining Ltd. Ersteller: JS Research GmbH, Olsberg Autor: Jörg Schulte (GF JS Research GmbH) Vergütun
Nachhaltige Wertschöpfung und operative Exzellenz stehen hier auf der Tagesordnung! ...
Drittempfehlung (Art. 8 DelVO 2016/958): Unveränderte Weitergabe eines von Dritten erstellten Werbeartikels Original-Ersteller: SRC swiss resource capital AG Erstveröffentlichung (Original): 09.07.2026, 5:33 Uhr Berlin/Zürich Link zur Originalveröffentlichung - Anzeige/Werbung - Dieser Ar
Goldpr???????eis erholt sich gerade ...
Anzeige/Werbung - Dieser Artikel wird verbreitet im Namen von Axo Metals Corp. und Amex Gold Mining Inc., mit der die SRC swiss resource capital AG bezahlte IR-Beraterverträge unterhält. Ersteller: SRC swiss resource capital AG Autorin: Ingrid Heinritzi Erstveröffentlichung: 08.07.2026, 18:00 U




