E.ON Umfrage: 83 Prozent der Hausbesitzer stehen hinter Nutzung von Smart Metern

E.ON Umfrage: 83 Prozent der Hausbesitzer stehen hinter Nutzung von Smart Metern

ID: 2261495

(ots) - Wie schnell und welche Smart Meter in Deutschland installiert werden sollen, rückt durch die Koalitionsbeschlüsse aktuell in den Fokus. Den "klassischen" Smart Meter erhalten nach wie vor besonders Haushalte mit höherem Stromverbrauch sowie Betreiber von Solaranlagen und steuerbaren Verbrauchseinrichtungen wie Wallboxen oder Wärmepumpen - meist Hausbesitzerinnen und Hausbesitzer. Sie stehen mit 83 Prozent in großer Mehrheit hinter der Technik, wie eine repräsentative E.ON Umfrage ergibt, durchgeführt von Statista*. Nur 10 Prozent sehen keine Gründe für die Nutzung (Angabe "weiß nicht": sieben Prozent). Besonders positiv sind die Ergebnisse dort, wo Smart Meter den größten Nutzen für Verbraucherinnen und Verbraucher sowie das Stromsystem entfalten: Rund 90 Prozent der Besitzerinnen und Besitzer von E-Autos, Batteriespeichern bzw. Wärmepumpen zeigen sich offen für intelligente Stromzähler. Wenn diese Haushalte ihre Energielösungen flexibel mit Strom versorgen, kann dies die Netze entlasten.

Filip Thon, CEO von E.ON Energie Deutschland, sagt mit Blick auf die hohe Zustimmung und das Reformpaket der Politik: "Ein einfacher und beschleunigter Rollout von Smart Metern ist entscheidend, um das volle Potenzial von Flexibilität im Stromsystem nutzen zu können. Fraglich ist, ob der vorgeschlagene Weg über den Rollout von Smart Meter Light tatsächlich der notwendige Beschleuniger ist. Denn: Ein Smart Meter Light wird zwar mehr Haushalten einen Zugang zu dynamischen Tarifen eröffnen, aber nicht dafür sorgen, dass die Flexibilitäten von Kunden mit großen verschiebbaren Lasten, z. B. aus Eigenerzeugung, intelligenten Stromspeichern oder Elektromobilität, schneller im Stromsystem genutzt werden."

Haushalten mit E-Auto, Batteriespeicher oder Wärmepumpe zu ermöglichen, diese flexibel ins Energiesystem einzubinden, ist nicht nur aus Systemgründen besonders wichtig. "Das ist ausschlaggebend, um die Bezahlbarkeit der Energiewende für alle zu gewährleisten. Hierfür braucht es weiterhin den 'echten' Smart Meter, auf dessen unkompliziertem Rollout der Fokus liegen sollte. Deshalb darf die Diskussion um neue Smart-Meter-Varianten nicht dazu führen, dass der Rollout dort an Tempo verliert, wo der Nutzen für Verbraucher, Stromsystem und Energiewende am größten ist", sagt Filip Thon von E.ON Deutschland.



Hausbesitzer mit E-Auto, Speicher oder Wärmepumpe bis zu 20 Prozentpunkte vor Befragten ohne Interesse an diesen Energielösungen

Tatsächlich zeigen sich Hausbesitzer seltener offen für Smart Meter, wenn sie kein Elektroauto, keinen Batteriespeicher bzw. keine Wärmepumpe besitzen und auch kein Interesse an deren Anschaffung haben: Sie bewerten den Nutzen der intelligenten Zähler um bis zu 20 Prozentpunkte geringer als Befragte, die eine Energielösung zuhause haben (Befragte ohne Interesse an: E-Auto 59 Prozent, Wärmepumpe 64, Speicher 76 Prozent; vs. Hausbesitzer mit E-Auto, Speicher bzw. Wärmepumpe: rund 90 Prozent).

Wie Haushalte mit E-Auto, Wärmepumpe und Speicher finanziell von Smart Metern profitieren

Ein Smart Meter ermöglicht es Haushalten, ihre Stromrechnung mit innovativen Stromtarifen zu senken. Dazu müssen die Verbraucher ihren Stromverbrauch bevorzugt in Zeiten verschieben, in denen die Stromnachfrage gering ist - z. B. nachts - oder in denen erneuerbare Energien besonders viel Strom erzeugen (z. B. bei viel Wind). E-Auto, Wärmepumpe und Batteriespeicher haben einen vergleichsweisen großen Stromverbrauch - und damit haben solche Haushalte auch einen entsprechend hohen Hebel. Smart Meter sind der Schlüssel, um diese Vorteile zu heben.

Zu den innovativen Stromtarifen gehören dynamische Tarife, bei denen sich der Preis direkt nach den Börsenstrompreisen richtet und sich viertelstündlich verändert: Strom zu preisgünstigen Zeiten zu verbrauchen, lohnt sich also, im Umkehrschluss werden aber auch hohe Börsenstrompreise direkt an die Verbraucher weitergegeben.

Verbraucher, die Wert auf Sicherheit legen und einen stabilen Strompreis möchten, aber dennoch finanziell von smarter Steuerung von E-Auto, Speicher und Wärmepumpe profitieren wollen, können dies auch mit klassischen Festpreistarifen: Anbieter wie E.ON bieten dafür einen smarten Service an, der die Stromrechnung risikolos über Boni senkt. Der Service E.ON Home Comfort kann zu den meisten Festpreistarifen des Energieanbieters abgeschlossen werden.

Gründe für Smart Meter sind Kostenersparnis, Monitoring und Nutzung von innovativen Tarifen

Sinnvoll finden Hausbesitzerinnen und Hausbesitzer Smart Meter besonders, weil sie sich eine Kostenersparnis durch einen optimierten Stromverbrauch versprechen (50 Prozent), sie ihren Energieverbrauch monitoren (31 Prozent) und sie dynamische Stromtarife bzw. Festpreistarife mit smartem Service nutzen können (30 Prozent). Kurz dahinter folgt, dass der Smart Meter den Zählerstand automatisch übermittelt und sich so beispielsweise Nachzahlungen vermeiden lassen (je 28 Prozent).

Zwei Drittel sehen Smart Meter als Schlüssel für die Energiewende

Insgesamt bewerten zwei Drittel der Hausbesitzerinnen und Hausbesitzer Smart Meter als wichtigen Baustein der Energiewende. Entsprechend finden es auch 81 Prozent fair, dass Haushalte finanziell profitieren können, wenn sie ihren Stromverbrauch flexibel an die Erzeugung von Solar- und Windenergie sowie an die Auslastung des Stromnetzes anpassen.

*Das Meinungsforschungsinstitut Statista hat im Auftrag von E.ON Energie Deutschland für die Studie insgesamt 2.000 Hausbesitzerinnen und Hausbesitzer, die im eigenen Haus leben, befragt. Die Ergebnisse sind repräsentativ für Hausbesitzerinnen und Hausbesitzer der Bundesrepublik Deutschland ab 18 Jahren.

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