7,8 Millionen schwerbehinderte Menschen leben in Deutschland
ID: 2261772

(ots) -
- 9,4 % der Gesamtbevölkerung haben eine schwere Behinderung
- Knapp die Hälfte der schwerbehinderten Menschen zwischen 55 und 74 Jahre alt, gut ein Drittel 75 Jahre und älter
- 9 von 10 schweren Behinderungen durch eine Krankheit verursacht
- Gut ein Fünftel der Schwerbehinderten mit höchstem Behinderungsgrad
Zum Jahresende 2025 lebten in Deutschland gut 7,8 Millionen Menschen mit schwerer Behinderung. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, waren somit 9,4 % der Menschen in Deutschland schwerbehindert. 49,9 % der Schwerbehinderten waren Männer, 50,1 % waren Frauen.
Zum Jahresende 2023, dem Zeitpunkt der letzten Erhebung, waren knapp 7,9 Millionen Menschen der Bevölkerung schwerbehindert. Das waren rund 27 000 mehr als zum Jahresende 2025. Die Vergleichbarkeit von 2025 zu 2023 ist allerdings aufgrund starker Bereinigung der Verwaltungsdaten in Hessen und Sachsen eingeschränkt. Die Zahl der in beiden Bundesländern zum Jahresende 2025 erfassten schwerbehinderten Menschen lag aufgrund der Datenbereinigung zusammen um rund 195 000 Personen niedriger als 2023. Es ist davon auszugehen, dass zuvor eine Übererfassung vorlag.
Als schwerbehindert gelten Personen, denen die Versorgungsämter einen Behinderungsgrad von mindestens 50 zuerkannt sowie einen gültigen Ausweis ausgehändigt haben.
Knapp die Hälfte der schwerbehinderten Menschen zwischen 55 und 74 Jahre alt
Behinderungen bestehen vergleichsweise selten seit der Geburt oder im Kindesalter, sondern entstehen meist erst im fortgeschrittenen Alter. So war gut ein Drittel (34 % oder 2,7 Millionen) der schwerbehinderten Menschen zum Jahresende 2025 im Alter ab 75 Jahren. Etwas weniger als die Hälfte (45 % oder 3,5 Millionen) der Schwerbehinderten gehörte der Altersgruppe von 55 bis 74 Jahren an. 3 % oder 231 000 waren Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren.
9 von 10 schweren Behinderungen durch eine Krankheit verursacht
Gut 91 % der schweren Behinderungen wurden durch eine Krankheit verursacht. 3 % der Behinderungen waren angeboren oder traten im ersten Lebensjahr auf. Gut 1 % der Behinderungen waren auf einen Unfall oder eine Berufskrankheit zurückzuführen. Die übrigen Ursachen summieren sich auf gut 4 %.
Körperliche Behinderungen hatten 57 % der schwerbehinderten Menschen: Bei 27 % waren die inneren Organe beziehungsweise Organsysteme betroffen. Bei 10 % waren Arme und/oder Beine in ihrer Funktion eingeschränkt, bei weiteren 9 % Wirbelsäule und Rumpf. In weiteren 4 % der Fälle lag Blindheit oder eine Sehbehinderung vor. Ebenfalls 4 % litten unter Schwerhörigkeit, Gleichgewichts- oder Sprachstörungen. Der Verlust einer oder beider Brüste war bei 2 % Grund für die Schwerbehinderung.
Geistige oder seelische Behinderungen hatten insgesamt 16 % der schwerbehinderten Menschen, zerebrale Störungen lagen in 9 % der Fälle vor. Bei den übrigen Personen (19 %) war die Art der schwersten Behinderung nicht ausgewiesen.
Gut ein Fünftel der Schwerbehinderten mit höchstem Behinderungsgrad
Bei etwas mehr als einem Fünftel der Menschen mit schwerer Behinderung (21 %) war vom Versorgungsamt der höchste Grad der Behinderung von 100 festgestellt worden. Über ein Drittel (36 %) der Schwerbehinderten wiesen einen Behinderungsgrad von 50 auf.
Methodische Hinweise:
Die Erhebung für die Statistik der schwerbehinderten Menschen erfolgt zweijährlich zum Stichtag 31. Dezember. Der Anteil der schwerbehinderten Menschen an der Gesamtbevölkerung wurde mit Daten der Bevölkerungsfortschreibung auf Basis des Zensus 2022 berechnet.
Zu den Bereinigungen in den Verwaltungsdaten: In den Versorgungsämtern sind regelmäßige Abgleiche der Datenbestände mit den aktuellen Einwohnerregistern erforderlich. Die Statistischen Ämter kontaktieren die Versorgungsämter regelmäßig vor den Erhebungen, um an die Aktualisierung der Register zu erinnern. Die Registerabgleiche sind nötig, um erkennen zu können, ob der gemeldete schwerbehinderte Mensch aus dem Bereich des Versorgungsamtes weggezogen oder verstorben ist. Hier waren im Zuge der verbesserten Möglichkeiten für Registerabgleiche und den damit verbundenen Qualitätssteigerungen in den letzten Jahren Rückgänge bei der Zahl der schwerbehinderten Menschen zu beobachten. Die beiden aktuellen Ergebnisrückgänge in Sachsen und Hessen waren dabei ungewöhnlich stark.
Weitere Informationen:
Detaillierte Ergebnisse der Statistik der schwerbehinderten Menschen sind über die Tabellen Schwerbehinderte (22711) in der Datenbank GENESIS-Online abrufbar. Weitere Informationen bietet die Themenseite "Behinderte Menschen" im Internetangebot des Statistischen Bundesamtes.
Diese Pressemitteilung ist, gegebenenfalls ergänzt mit weiteren Informationen und Verlinkungen zum Thema, veröffentlicht unter www.destatis.de/pressemitteilungen.
Weitere Auskünfte:
Statistik der schwerbehinderten Menschen
Telefon: +49 611 75 8121
www.destatis.de/kontakt
Pressekontakt:
Statistisches Bundesamt
Pressestelle
www.destatis.de/kontakt
Telefon: +49 611-75 34 44
Original-Content von: Statistisches Bundesamt, übermittelt durch news aktuell
Weitere Infos zu dieser Pressemeldung:
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 13.07.2026 - 08:00 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 2261772
Anzahl Zeichen: 5535
Kontakt-Informationen:
Ansprechpartner: ots
Stadt:
WIESBADEN
Kategorie:
Finanzwesen
Diese Pressemitteilung wurde bisher 176 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"7,8 Millionen schwerbehinderte Menschen leben in Deutschland"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Statistisches Bundesamt (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Ob Stifte, Hefte oder Bücher - der Schulanfang nach den Sommerferien ist in der Regel mit einigen Anschaffungen verbunden. Für den Kauf von Schulbüchern, Schreib- und Zeichenmaterialien mussten Verbraucherinnen und Verbraucher im Juni 2026 mehr ausgeben als noch ein Jahr zuvor. Wie das Statistisc
Stark erhöhte Sterbefallzahlen während der Hitzewelle Ende des 2. Quartals 2026 / Sterbefallzahlen in der letzten Juniwoche 32 % über dem Vergleichswert der Vorjahre ...
Im 2. Quartal 2026 sind in Deutschland nach vorläufigen Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) rund 243 600 Menschen gestorben. Die Sterbefallzahlen bewegten sich zumeist im Bereich der mittleren Werte der vier Vorjahre oder merklich darunter. Ausnahmen waren erhöhte Sterbefallzahlen in
Großhandelspreise im Juni 2026: +4,9 % gegenüber Juni 2025 ...
Großhandelsverkaufspreise, Juni 2026 +4,9 % zum Vorjahresmonat -0,7 % zum Vormonat Die Verkaufspreise im Großhandel waren im Juni 2026 um 4,9 % höher als im Juni 2025. Im Mai 2026 hatte die Veränderungsrate gegenüber dem Vorjahresmonat bei +5,9 % gelegen, im April 2026 bei +6,3 %. Ausschlagg
Weitere Mitteilungen von Statistisches Bundesamt
Flüge ins Ausland im 1. Halbjahr 2026 um 8,5 % teurer als im Vorjahreszeitraum ...
- Flüge innerhalb Deutschlands verteuerten sich im 1. Halbjahr 2026 um 9,5 % - Auch Pauschalreisen ins Ausland (+3,0 %) und innerhalb Deutschlands (+2,8 %) waren im 1. Halbjahr 2026 teurer als ein Jahr zuvor Viele Urlauberinnen und Urlauber aus Deutschland zieht es ins Ausland, doch die Preise fÃ
Geopolitik, Zinsen, Energiepreise: Gerald Hörhan von der Investmentpunk Academy verrät, warum sich der Immobilienmarkt 2026 neu rechnen muss ...
Leichte Erholung, steigende Mieten und zwischenzeitlich sinkende Zinsen hatten vielen Investoren Anfang 2026 neue Hoffnung gemacht – der Immobilienmarkt schien endlich wieder Tritt zu fassen. Doch diese Zuversicht war offenbar trügerisch: Neue geopolitische Spannungen, steigende Energiepreise und
Erzeugerpreise landwirtschaftlicher Produkte im Mai 2026: -13,9 % gegenüber Mai 2025 ...
Erzeugerpreise landwirtschaftlicher Produkte insgesamt, Mai 2026 -13,9 % zum Vorjahresmonat -1,5 % zum Vormonat Preise für pflanzliche Erzeugnisse -10,4 % zum Vorjahresmonat Preise für Tiere und tierische Erzeugnisse -15,9 % zum Vorjahresmonat Die Erzeugerpreise landwirtschaftlicher Produkt
Copper One meldet hochgradige Werte von bis zu 10,5 % Kupfer sowie 188 g/t Silber aus den untertägigen Probenahmen bei Majuba Hill ...
Copper One Resources Corp. („Copper One“ oder das „Unternehmen“) (CSE: CEXY | OTCID: CEXYF | FWB: IW8 | WKN: A42AGR) freut sich, hochgradige Kupferergebnisse aus den Proben bekannt zu geben, die während des jüngsten untertägigen Brekzienkartierungsprogramms im historischen Middle Adit au




