Urlaubsfotos: Was darf ins Netz?
ID: 2262381

(ots) - Strand, Altstadt oder Sehenswürdigkeit: Im Urlaub ist das Smartphone schnell gezückt. Doch wer die Fotos anschließend in sozialen Medien oder in größeren Chatgruppen teilt, sollte vorher genau hinschauen. Denn ein harmloser Schnappschuss kann rechtliche Folgen haben, warnt das Infocenter der R+V Versicherung.
Als private Erinnerung sind Urlaubsfotos meist unproblematisch. Heikel kann es jedoch werden, wenn die Bilder veröffentlicht oder weiterverbreitet werden. "Entscheidend ist, was auf dem Foto zu sehen ist und wo es aufgenommen wurde", sagt Céline-Estelle Zinkel, Juristin bei der R+V Versicherung.
Sind beispielsweise fremde Menschen klar erkennbar und nicht nur zufällig im Hintergrund, dürfen die Fotos meist nicht ohne Einwilligung veröffentlicht werden. Besonders sensibel sind Aufnahmen von Kindern und von Menschen in Badekleidung, in FKK-Bereichen oder in peinlichen Situationen. "Wer fremde Menschen gezielt fotografiert und das Bild posten möchte, sollte vorher um Erlaubnis fragen", rät R+V-Expertin Zinkel.
Außenansicht meist erlaubt
Entspannter ist die Situation bei Gebäuden und Kunstwerken im öffentlichen Raum. In Deutschland gibt es das "Panoramarecht". Das heißt, solche Fotos dürfen meist veröffentlicht werden, wenn die Objekte fest an öffentlichen Wegen, Straßen oder Plätzen stehen. Bei Gebäuden gilt das allerdings nur für die äußere Ansicht. "Die Aufnahme muss zudem von einem allgemein zugänglichen Ort aus entstehen", betont Céline-Estelle Zinkel. "Wer über Zäune fotografiert, Leitern nutzt oder eine Drohne einsetzt, bewegt sich schnell außerhalb des rechtlich sicheren Bereichs."
Andere Regeln in Gebäuden
Doch wie sieht es in Museen, Kirchen, Hotels, Freizeitparks oder Ausstellungen aus? Hier gilt oft das Hausrecht. Fotografieren kann verboten oder nur für private Zwecke erlaubt sein. Fotos von Kunstwerken dürfen meist ebenfalls nicht einfach veröffentlicht werden. "Nicht alles, was man sehen kann, darf man auch fotografieren und posten", fasst Zinkel zusammen.
Auch im Ausland gelten mitunter andere Regeln als in Deutschland - etwa für Sehenswürdigkeiten, Kunstwerke, Drohnenaufnahmen oder für Sicherheitsbereiche. Urlauber sollten im Zweifelsfall lieber nachfragen oder das Foto nur privat nutzen.
Weitere Tipps des R+V-Infocenters:
- Fotoverbote in Museen, Kirchen, Hotels oder Freizeitparks unbedingt beachten.
- Keine heimlichen Aufnahmen machen - besonders nicht am Strand, am Pool oder in FKK-Bereichen. Fotos von anderen Kindern grundsätzlich nicht veröffentlichen.
- Bei Drohnenaufnahmen vorher prüfen, ob sie erlaubt sind.
- Militärische Anlagen, Flughäfen, Häfen, Grenzübergänge oder Polizeigebäude nicht fotografieren - besonders nicht im Ausland.
- Urlaubsbilder lieber erst öffentlich teilen, wenn man wieder zu Hause ist. Eine erkennbar leere Wohnung kann Diebe anlocken.
Pressekontakt:
R+V-Infocenter
06172/9022-131
ruv-infocenter@arts-others.de
http://infocenter.ruv.de
Original-Content von: R+V Infocenter, übermittelt durch news aktuell
Weitere Infos zu dieser Pressemeldung:
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 15.07.2026 - 10:10 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 2262381
Anzahl Zeichen: 3374
Kontakt-Informationen:
Ansprechpartner: ots
Stadt:
Wiesbaden
Kategorie:
Medien und Unterhaltung
Diese Pressemitteilung wurde bisher 54 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Urlaubsfotos: Was darf ins Netz?"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
R+V Infocenter (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Wer im Sommer mit dem Auto verreist, sollte besonders wachsam sein. Trickdiebe täuschen oft Pannen vor oder führen sie sogar gezielt herbei. Ihr Ziel: Möglichst einfach an Bargeld und Wertsachen kommen. Die Maschen der Kriminellen sind dabei sehr raffiniert, warnt das Infocenter der R+V Versicher
Beeren aus Wald und Feld: Erst waschen, dann naschen ...
Ob beim Spaziergang oder beim Ausflug ins Grüne: Derzeit locken viele reife Beeren zum Naschen. Doch Zugreifen ist nicht immer eine gute Idee - die Früchte könnten verunreinigt oder verschimmelt sein. Das Infocenter der R+V Versicherung empfiehlt, wilde Beeren vor dem Verzehr genau anzuschauen un
Brandgefahr: Augen auf beim Waldspaziergang ...
Ein Funke reicht: Zigarette, Grill oder Lagerfeuer zählen zu den häufigsten Ursachen für Waldbrände. Ebenfalls gefährlich ist, wenn Autos mit heißem Auspuff auf trockenem Waldboden abgestellt werden. Besonders bei anhaltender Trockenheit breiten sich Feuer oft rasend schnell aus. Das Infocente
Weitere Mitteilungen von R+V Infocenter
"Oma lass reden - eine deutsche Geschichte" ...
Podcast ab 15. Juli 2026, alle acht Folgen zuerst in ARD Sounds Luises Oma war mal im Gefängnis. Seit sich die 31-jährige Enkelin erinnern kann, spricht ihre Großmutter Guny davon: Wie sie geschnappt wurde, als sie versuchte aus der DDR zu fliehen. Der Preis dafür war hoch: Jahre im Gefängnis,
"Pädagogisch nicht wertvoll": Rambo-Messer für Starkoch Alexander Herrmann ...
In der Radio Bremen-Talkshow 3nach9 berichtet der bekannte Zwei-Sterne-Gastronom, wie er im elterlichen Hotel sein erstes Geld als Kofferträger verdiente. Dabei setzte er auf geschickte Taktik und investierte den Erlös u.a. in zwei Dinge, mit denen er auch heute noch zu tun hat: Sterne und Messer.
"Pädagogisch nicht wertvoll": Rambo-Messer für Starkoch Alexander Herrmann ...
In der Radio Bremen-Talkshow 3nach9 berichtet der bekannte Zwei-Sterne-Gastronom, wie er im elterlichen Hotel sein erstes Geld als Kofferträger verdiente. Dabei setzte er auf geschickte Taktik und investierte den Erlös u.a. in zwei Dinge, mit denen er auch heute noch zu tun hat: Sterne und Messer.
Andrea Wasmuth und Amelie Marie Weber erhalten die scoop Awards 2026 ...
- Andrea Wasmuth erhält den neuen scoop Award für „Transformative Manager*innen“. Amelie Marie Weber erhält den scoop Award „Innovativer Content“ - Die Awards werden im Rahmen des scoopcamp am 9. September verliehen - Das scoopcamp wird von nextMedia.Hamburg gemeinsam mit einem Boar




