Events im Klimawandel: Planung unter neuen Risiken

Events im Klimawandel: Planung unter neuen Risiken

ID: 2262463

Warum Hitze, Starkregen und Unwetter zur Management- und Versicherungsfrage für Events werden




(firmenpresse) - Der Juni 2026 zeigte mit ungewöhnlicher Schärfe, was in der Veranstaltungswirtschaft nicht länger als Randrisiko behandelt werden darf: Hitze, Starkregen, Sturm und Gewitter sind keine Störfaktoren am Ende einer Checkliste. Sie werden zur zentralen Planungsfrage.

Open-Air-Konzerte werden kurzfristig abgesagt, Festivals unterbrochen, Sportveranstaltungen gestrichen, Stadtfeste verschoben, Kultur- und Familienprogramme eingeschränkt. Was früher als unglückliche Wetterlage galt, ist heute Teil einer neuen Realität: Veranstaltungen finden in einem Umfeld statt, in dem Extremwetter zunehmend über Sicherheit, Durchführbarkeit, Haftung, Versicherbarkeit und wirtschaftliche Stabilität entscheidet.

Der unmittelbare Grund ist meist konkret: eine amtliche Unwetterwarnung, erwartete Sturmböen, extreme Hitze, Gesundheitsrisiken für Besucherinnen, Besucher und Beschäftigte, Überlastungsgefahr für Rettungsdienste oder behördliche Sicherheitsentscheidungen. Aber ebenso klar ist: Die Häufung solcher Lagen erhöht den Handlungsdruck. Wetter ist nicht mehr bloß Kulisse. Wetter wird zum Managementrisiko.

Juni 2026: Absagen, Unterbrechungen, Einschränkungen

Wie konkret diese Entwicklung ist, zeigen mehrere Fälle aus Deutschland.

Anfang Juni sagten die Veranstalter das Open-Air-Konzert von Nena im Lokpark Braunschweig rund eine Stunde vor Beginn aufgrund einer amtlichen Unwetterwarnung ab. Mehrere Hundert Besucherinnen und Besucher waren bereits auf dem Gelände, das anschließend ruhig und geordnet geräumt wurde.

Beim Southside-Festival in Neuhausen ob Eck trafen Hitze und Unwetterrisiko aufeinander. Rund 59.000 Besucherinnen und Besucher kamen zum Festival. Ein Unwetter zwang die Veranstalter am Freitagabend dazu, es für rund zwei Stunden zu unterbrechen. Sie forderten das Publikum auf, Schutz in Fahrzeugen zu suchen. Mehrere Auftritte entfielen und fanden später nicht statt. Gleichzeitig lief das Festival trotz sommerlicher Hitze weiter. Die hohen Temperaturen stellten zusätzliche Anforderungen an die Wasserversorgung, Schattenangebote, Kommunikation und medizinische Vorsorge.



Auch beim Fusion-Festival in Lärz wurde sichtbar, dass Hitze selbst dann zum zentralen Steuerungsthema wird, wenn eine Veranstaltung weiterläuft. Medien berichteten von prognostizierten Temperaturen von mehr als 40 Grad, kaum nächtlicher Abkühlung und mehr als 60.000 Gästen, die überwiegend in Zelten und Wohnmobilen übernachteten. Die Veranstalter reagierten unter anderem mit kostenlosen Trinkwasserspendern, reduziertem Wasserpreis an den Bars sowie Hinweisen zu Hitze, Trockenheit, Brandgefahr und Feuerverboten.

Auch der Sportbereich ist betroffen. Der für Ende Juni geplante Hamburger Halbmarathon fand wegen der erwarteten Temperaturen von bis zu 37 Grad nicht statt. Rund 24.000 Läuferinnen und Läufer waren angemeldet. Obwohl zusätzliche Wasserstellen, Duschen, Wasserwannen und große Getränkemengen vorgesehen waren, fiel die Entscheidung gegen die Durchführung – mit Verweis auf Gesundheitsrisiken und die mögliche zusätzliche Belastung von Rettungs- und Einsatzdiensten.

In Berlin, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern wurden im Juni weitere Veranstaltungen abgesagt oder verschoben: Gartenführungen, Clean-up-Aktionen, Kinder- und Familienformate, Mitmachmessen, Sportfeste, Sommerfeste und kommunale Aktionstage. In Wittstock/Dosse mussten die Verantwortlichen ein Stadtfest wegen Temperaturen von über 35 Grad absagen. In Rostock fielen ein Bevölkerungsschutztag und ein Sommerfest aus, um die Gesundheit von Besucherinnen und Besuchern, Helfenden und Mitwirkenden nicht zu gefährden.

Open-Air-Events stehen unter besonderem Druck

Besonders exponiert sind Open-Air-Veranstaltungen: Festivals, Stadtfeste, Konzerte, Public Viewings, Sportveranstaltungen, Märkte, Straßenfeste und Kulturprogramme im Freien. Hier treffen direkte Sonneneinstrahlung, lange Aufenthaltsdauer, große Menschenmengen, Wartezeiten, Alkohol, Enge, begrenzte Schattenflächen und erschwerte Evakuierung aufeinander. Hinzu kommen technische Risiken: Bühnenkonstruktionen, Traversen, Zelte, temporäre Bauten, Stromversorgung, Beleuchtung, Beschallung und mobile Infrastruktur reagieren sensibel auf Wind, Starkregen und Gewitter.

Für Besucherinnen und Besucher geht es um Hitzestress, Kreislaufbelastung, Dehydrierung, Sonnenstich, Panikrisiken und sichere Rückzugsräume. Für Crews, Dienstleister und Einsatzkräfte kommt eine zusätzliche Dimension hinzu: Sie arbeiten oft über viele Stunden körperlich, in schwarzer Kleidung, auf Asphaltflächen, an Bühnen, in Containern, an Cateringständen oder in Sicherheitspositionen ohne ausreichende Pausen- und Kühlmöglichkeiten. Hitzeschutz ist deshalb nicht nur Service für das Publikum. Er ist Arbeitsschutz, Fürsorgepflicht und Teil des Sicherheitskonzepts.

Für Veranstalter und Kommunen heißt das praktisch: Sicherheitskonzepte müssen heute neben Sturm, Starkregen, Blitzschutz und Evakuierung ausdrücklich auch Hitzelasten, Wasser- und Schattenversorgung, medizinische Belastung, Feuerverbote, Ausweich-Locations, Startzeitverschiebungen und Schwellenwerte für Abbruch oder Teilabsage enthalten. Die entscheidende Frage lautet nicht mehr: „Können wir es irgendwie durchziehen?“ Sie lautet: „Können wir die Durchführung unter den konkreten Wetterbedingungen fachlich, medizinisch, organisatorisch und rechtlich verantworten?“ Was früher als zusätzliche Serviceleistung galt, wird zunehmend zur Voraussetzung für Genehmigungsfähigkeit, Versicherbarkeit und rechtssichere Durchführung.

Auch B2B- und Indoor-Events sind betroffen

Es wäre ein Fehler, Extremwetter nur als Problem von Open-Air-Veranstaltungen zu betrachten. Auch Business Events, Kongresse, Messen, Tagungen, Corporate Events und Produktpräsentationen sind betroffen – selbst dann, wenn sie in Hallen, Kongresszentren oder Hotels stattfinden.

Ein Event beginnt nicht erst am Eingang der Location. Es beginnt mit Anreise, Aufbau, Logistik, Dienstleistersteuerung, Referentenplanung, Materialtransport und Erwartungsmanagement. Wenn Starkregen Bahnstrecken beeinträchtigt, Straßen gesperrt werden, Flughäfen ausfallen, Dienstleister verspätet eintreffen oder Referentinnen und Referenten nicht anreisen können, gerät auch ein Indoor-Event unter Druck. Hitze kann Gäste bereits vor der Ankunft belasten. Überlastete Klimaanlagen, schlechte Lüftung oder technische Ausfälle können auch Innenräume zum Gesundheits- und Haftungsrisiko machen.

Für B2B-Events bedeutet das: Klimarisiken gehören in die Veranstaltungsplanung, in Verträge, in Briefings, in Teilnehmerkommunikation und in Notfallpläne. Veranstalter, Agenturen und Auftraggeber werden künftig stärker prüfen müssen, ob Lüftung, Kühlung, Energieversorgung, technische Redundanzen, Aufenthaltsbereiche, Foyers, Anlieferzonen und Rückzugsräume auch bei Temperaturspitzen funktionieren. Hinzu kommen Anreise- und Logistikrisiken. Für B2B-Events gewinnen deshalb hybride Backups, Remote-Keynotes, flexible Ablaufpläne, Ersatzdienstleister, Mobilitätsinformationen und klare Umbuchungs- oder Verschiebungsregeln an Bedeutung.

Forschung zeigt: Klimaanpassung muss früher in die Planung

Dass dieser Handlungsdruck nicht nur aus einzelnen Wetterereignissen entsteht, zeigen auch aktuelle Forschungsergebnisse. Im Projekt „KlimaEvent“ haben die Hochschule Osnabrück, die Universität Osnabrück und Praxispartner untersucht, wie Veranstaltungen klimaresilienter geplant und umgesetzt werden können. Die Ergebnisse bestätigen eine zentrale Beobachtung der Branche: Das Bewusstsein für Extremwetterrisiken wächst, aber die systematische Umsetzung steht vielerorts noch am Anfang.

Prof. Dr. Kai Michael Griese von der Hochschule Osnabrück bringt diese Lücke auf den Punkt: Die Branche sei sich der zunehmenden Wetterextreme zwar bewusst, „konkrete Anpassungsstrategien“ würden bislang jedoch nur vereinzelt umgesetzt. Viele Maßnahmen würden erst dann ergriffen, wenn bereits Schäden entstanden seien.

Klimaanpassung wird damit keine nachträgliche Zusatzaufgabe, sondern ein Planungsprinzip: für Sicherheitskonzepte, Infrastruktur, Krisenmanagement, Kommunikation, Dienstleistersteuerung, Genehmigung, Versicherbarkeit und Nachbereitung.

Von der Wetter-App zum Risikomanagement

Professionelle Veranstaltungsplanung muss von der reaktiven Wetterbeobachtung ins strukturierte Risikomanagement wechseln. Eine Wetter-App am Veranstaltungstag reicht nicht. Es braucht definierte Prozesse: Wer beobachtet welche Wetterdaten? Welche Warnstufe löst welche Maßnahme aus? Wer entscheidet über Unterbrechung, Teilabsage oder Abbruch? Wie werden Besucherinnen und Besucher, Aussteller, Sponsoren, Künstlerinnen und Künstler, Dienstleister, Medien und Mitarbeitende informiert?

Extremwetter darf nicht erst dann Thema werden, wenn der Himmel schwarz wird oder die Temperatur bereits gesundheitlich kritisch ist. Es muss früh in die Planung: bei Standortwahl, Zeitplanung, Genehmigung, Sicherheitskonzept, Dienstleisterverträgen, Versicherungsprüfung, Kommunikationsplanung und Krisenstab.

Zunehmend entscheidend wird die Nachweispflicht. Bei Extremwetter steht künftig nicht mehr allein die Entscheidung im Mittelpunkt, sondern vor allem ihre Grundlage. Wurden Wetterdaten systematisch beobachtet? Gab es definierte Schwellenwerte? Wurde mit Feuerwehr, Rettungsdienst, Kommune, Location oder Behörden abgestimmt? Wurde dokumentiert, warum eine Veranstaltung durchgeführt, unterbrochen, verschoben oder abgesagt wurde?

Genau diese Dokumentation kann im Ernstfall entscheidend werden – gegenüber Behörden, Versicherern, Auftraggebern, Besucherinnen und Besuchern oder Gerichten. Klimarisiken gehören damit zur Sorgfaltspflicht von Veranstaltern. Nicht als abstraktes Nachhaltigkeitsthema, sondern als konkrete Organisationsverantwortung.

Versicherbarkeit wird zur neuen Risikofrage

Mit den Absagen, Unterbrechungen und Einschränkungen verschiebt sich auch die Versicherungsperspektive. Extremwetter ist nicht nur ein Sicherheits- und Organisationsproblem, sondern ein wirtschaftliches Risiko. Wenn Open-Air-Konzerte wegen Sturmwarnungen abgesagt, Festivals wegen Unwettern unterbrochen oder Sportveranstaltungen wegen extremer Hitze gestrichen werden, entstehen konkrete Schäden: verlorene Ticketeinnahmen, Produktionskosten, Ausfallkosten für Technik, Personal und Infrastruktur, zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen, Kommunikationsaufwand und mögliche Regressfragen.

Der Klimawandel wird die Eventversicherung langfristig verändern. Dabei geht es nicht nur um einzelne Extremereignisse, sondern um eine strukturelle Veränderung der Risikolage. Große Rückversicherer weisen seit Jahren darauf hin, dass wetterbedingte Naturkatastrophenschäden zunehmen und versicherte Schäden aus Naturkatastrophen inzwischen regelmäßig die Marke von 100 Milliarden US-Dollar überschreiten.

Swiss Re Institute beziffert die weltweiten versicherten Schäden aus Naturkatastrophen für 2025 auf rund 107 Milliarden US-Dollar. Für 2024 hatte Swiss Re bereits erwartete versicherte Schäden von mehr als 135 Milliarden US-Dollar gemeldet – das fünfte Jahr in Folge oberhalb der Marke von 100 Milliarden US-Dollar. Zugleich beschreibt Swiss Re einen langfristigen jährlichen Wachstumstrend der versicherten Naturkatastrophenschäden von etwa fünf bis sieben Prozent.

Auch Munich Re zeigt, wie stark Wetterereignisse das Schadenbild prägen: Für 2024 bezifferte der Rückversicherer die weltweiten Naturkatastrophenschäden auf rund 320 Milliarden US-Dollar, davon etwa 140 Milliarden US-Dollar versichert. Wetterkatastrophen waren dabei für 93 Prozent der Gesamtschäden und 97 Prozent der versicherten Schäden verantwortlich.

Für die Eventbranche ist das hochrelevant, weil genau diese Risiken bei Veranstaltungen unmittelbar eine Rolle spielen: Sturm, Starkregen, Gewitter, Hagel, Hitze, Waldbrandgefahr, Evakuierungsrisiken und wetterbedingte Unterbrechungen von Anreise, Logistik und Infrastruktur.

Für Veranstalter bedeutet das: Es wird künftig nicht mehr nur darum gehen, ob eine Veranstaltung versichert ist. Entscheidend wird sein, ob der Veranstalter nachweisen kann, dass Klima- und Wetterrisiken erkannt, bewertet, gesteuert und dokumentiert wurden. Prävention wird damit zu einem zentralen Bestandteil der Versicherbarkeit.

Experteneinordnung

Stefan Lohmann: Event-Nachhaltigkeit kann Versicherungsprämien senken

Stefan Lohmann gehört zu den profiliertesten Experten für International Artist Booking, Sustainable Event Solutions und Eventversicherungen. Er ist Talent Buyer und Artist Relations Manager für Großveranstaltungen und ist Co-Gründer des Berlin Show Orchestra sowie von United for Children in Concert – einer Charity Veranstaltung zugunsten von UNICEF.

In seinem Artikel „Nachhaltige Events senken Risiken“ macht Stefan Lohmann deutlich, dass nachhaltige Veranstaltungsplanung nicht nur eine ökologische Wirkung hat, sondern auch operative Risiken reduziert. Wer Energie, Mobilität, Logistik, Dienstleister, Infrastruktur, Personal und Sicherheitsprozesse vorausschauend plant, senkt nicht nur Emissionen, sondern auch Störanfälligkeit, Folgekosten und Schadenswahrscheinlichkeit. Nachhaltigkeit wird damit zur Risikosteuerung und perspektivisch zu einem Argument gegenüber Versicherern.

Dazu erklärt Stefan Lohmann: „Die Prävention von Schäden ist der größte CO2-Killer“. Denn wenn es zu Schäden kommt, steigen häufig auch Ressourcenverbrauch und Emissionen: durch Feuerwehreinsätze, Notfalllogistik, Ersatzaufbauten, Materialverluste, Flurschäden, Löschwasser, zusätzliche Transporte oder ungeplante Wiederherstellungsmaßnahmen. Parallel gewinnen neue Versicherungslösungen an Bedeutung. Neben klassischen Ausfallversicherungen rücken parametrische Wetterdeckungen stärker in den Fokus. Zusammen mit CoverMyAss und großen internationalen Rückversicherern hat Lohmann eine Eventversicherung initiiert, deren Prämien abhängig von der Nachhaltigkeit einer Veranstaltung günstiger werden.

Nach Ansicht von erklärt Stefan Lohmann muss nicht zwingend ein konkreter Schaden im Einzelfall nachgewiesen werden. Stattdessen wird eine vorher festgelegte Versicherungssumme ausgezahlt, sobald ein objektiv messbarer Wetterwert erreicht wird, etwa bei bestimmten Schwellen für Niederschlag, Wind oder Temperatur. Das Prinzip ist aus der klassischen Regenversicherung bekannt und wird zunehmend auf weitere Wetterparameter übertragen.

Für Veranstalter kann das ein Vorteil sein: Die Auszahlung ist klarer, schneller und planbarer. Gerade bei wetterabhängigen Veranstaltungen kann dies helfen, Liquidität zu sichern, auch wenn der wirtschaftliche Schaden im Einzelfall schwer klassisch nachzuweisen ist. Gleichzeitig ersetzt eine solche Absicherung keine professionelle Planung. Sie ergänzt sie.

Auch Nachhaltigkeitsleistungen können perspektivisch stärker in die Versicherungslogik hineinwirken. Je nachvollziehbarer eine Veranstaltung Risiken analysiert, dokumentiert und reduziert, desto eher können solche Informationen künftig für Underwriting, Prämienlogik und Versicherungskonditionen relevant werden. Der Satz „Je nachhaltiger, desto günstiger“ ist deshalb weniger Werbeversprechen als strategische Richtung: Nachhaltigkeit, Prävention und Versicherbarkeit wachsen zusammen.

Stefan Lohmann, „Nachhaltige Events senken Risiken“

Nachhaltigkeit heißt auch Resilienz

Die Debatte berührt unmittelbar das nachhaltige Veranstaltungsmanagement. Nachhaltigkeit im Eventbereich bedeutet nicht nur CO2-Bilanzierung, Abfalltrennung, Mehrwegbecher oder vegetarisches Catering. Nachhaltigkeit bedeutet auch Resilienz, Sicherheit und Anpassungsfähigkeit.

Eine Veranstaltung ist nicht nachhaltig geplant, wenn sie ökologische Kennzahlen optimiert, aber Hitzestress, Anreiseausfälle, Crew-Belastung, Starkregenrisiken, Evakuierung und Krisenkommunikation ausblendet.

Die ISO 20121 bietet dafür den passenden Managementrahmen. Kontextanalyse, Stakeholder-Bewertung, Risiko- und Chancenmanagement, operative Planung, Lieferkettensteuerung, Kommunikation, Leistungsbewertung und kontinuierliche Verbesserung sind keine Normbürokratie. Richtig angewendet, helfen sie Veranstaltern, genau diese neuen Risiken systematisch zu erkennen und zu steuern.

Extremwetter gehört deshalb in ein modernes nachhaltiges Veranstaltungsmanagementsystem – nicht als Sonderkapitel, sondern als Querschnittsthema. Es betrifft Planung, Betrieb, Dienstleister, Publikum, Behörden, Infrastruktur, Kommunikation, Versicherbarkeit und Nachbereitung.

Die Branche braucht eine neue Ernsthaftigkeit

Der Juni 2026 sollte für die Veranstaltungsbranche ein Warnsignal sein. Nicht panisch, aber unmissverständlich. Wer Veranstaltungen verantwortet, trägt Verantwortung für Menschen, Prozesse, Infrastruktur und Entscheidungen unter unsicheren Wetterbedingungen. Die professionelle Antwort darauf ist nicht Fatalismus. Die professionelle Antwort ist Vorbereitung.

Veranstaltungen werden auch künftig stattfinden. Aber sie müssen anders geplant werden: robuster, vorausschauender, dokumentierter und ehrlicher im Umgang mit Risiken. Extremwetter ist kein Sonderfall mehr. Wer heute Events plant, muss Hitze, Starkregen, Sturm und Unwetter in Sicherheit, Kommunikation, Verträge, Mobilität, Versicherungen und Managementsysteme integrieren – bevor der Himmel schwarz wird oder die Hitze zur Gefahr.

Oder um es mit den Worten von Dr. Eckart von Hirschhausen zu sagen: „Dieser Sommer ist der kälteste Sommer – für den Rest unseres Lebens.“

Bildunterschrift: Das Extremwetter zwang zu zahlreichen Abbrüchen und Unterbrechungen von Veranstaltungen in Deutschland (Collage: 2bdifferent, KI-bearbeitet)Weitere Infos zu dieser Pressemeldung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:

Über 2bdifferent
2bdifferent gehört zu den führenden Spezialisten für Nachhaltigkeit in der Veranstaltungswirtschaft. Die Beratungsagentur mit Sitz in Speyer begleitet Unternehmen, Veranstalter, Agenturen, Locations und Institutionen bei Nachhaltigkeitsstrategien, nachhaltigem Veranstaltungsmanagement, ISO 20121, CO2-Bilanzierung, Kreislaufwirtschaft, nachhaltiger Beschaffung und glaubwürdiger Kommunikation. Ziel ist es, Nachhaltigkeit in belastbare Geschäfts-, Management- und Risikostrategien für die Event-, Messe-, Meeting-, Film- und Sportbranche zu übersetzen.



drucken  als PDF  Chaos im Keller? Die besten Strategien gegen die heimliche Rumpelkammer Volle PR Club Hamburg Mitgliedschaft zum halben Preis  - mit einem Juli-Special
Bereitgestellt von Benutzer: Newslounge
Datum: 15.07.2026 - 13:32 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 2262463
Anzahl Zeichen: 18704

Kontakt-Informationen:
Ansprechpartner: Jürgen May
Stadt:

Speyer


Telefon: +49 (0) 170 575 0228

Kategorie:

Vermischtes


Meldungsart: bitte
Versandart: Veröffentlichung

Diese Pressemitteilung wurde bisher 137 mal aufgerufen.


Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Events im Klimawandel: Planung unter neuen Risiken"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von

2bdifferent GmbH & Co. KG (Nachricht senden)

Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).

Nachhaltige Events beginnen im Einkauf und sind ein Kostenvorteil ...
Wie lassen sich Nachhaltigkeitsziele im Eventbereich systematisch in Beschaffungs- und Lieferantenprozesse integrieren? Dieser Frage widmet sich das kostenlose Online-Webinar „Nachhaltige Events beginnen im Einkauf – praxisnahes Lieferantenmanagement für Auftraggeber, Fachbereiche und Dienstlei

Webinar zu Green Claims und der EmpCo-Richtlinie ...
Die Beratungsagentur 2bdifferent und die Wirtschaftskanzlei SKW Schwarz laden zum Online-Webinar „EmpCo – Nachhaltige Eventkommunikation rechtssicher gestalten“ ein. Die Veranstaltung findet am 18. Juni 2026 statt und richtet sich an Fach- und Führungskräfte aus der Event-, Messe- und Market

Nachhaltigkeitsclaims in der Eventkommunikation: Neue regulatorische Anforderungen im Fokus ...
Das erste Online-Seminar war ein voller Erfolg. Vor dem Hintergrund veranstalten die Beratungsagentur 2bdifferent und die Wirtschaftskanzlei SKW Schwarz am 18. Juni 2026 das zweite Online-Webinar „EmpCo – Nachhaltige Eventkommunikation rechtssicher gestalten“. Die Veranstaltung findet von 9.30


Weitere Mitteilungen von 2bdifferent GmbH & Co. KG


Chaos im Keller? Die besten Strategien gegen die heimliche Rumpelkammer ...
Ob alte Elektronik, Kartons vom letzten Umzug oder ausrangierte Möbel, der Keller wird in den meisten Haushalten schnell zur ungeliebten Abstellfläche. Wer hier wieder den Überblick erlangen will, braucht ein klares System. "_Meistens fehlt einfach ein fester Plan, wie man Brauchbares von ec

Das waren die Security Robotics Innovation Days 2026! ...
Drei inspirierende Tage liegen hinter uns, voller #Innovationen, spannender Fachvorträge, Live-Demonstrationen und intensiver Gespräche über die Zukunft der #Sicherheitsrobotik.  Unser Aftermovie fasst die Highlights der 3 Tage zusammen und gibt einen kleinen Einblick in die Atmosphäre der Vera

Kostenloses KI-Plugin für Eventlocations ...
Aschaffenburg, Juli 2026 - Die Hochzeitsbranche steht vor einem tiefgreifenden Wandel. Während sinkende Eheschließungszahlen, steigende Kosten und der Trend zu kleineren Hochzeiten bereits heute viele Eventlocations vor wirtschaftliche Herausforderungen stellen, entwickelt sich parallel eine wei

mac. brand spaces stärkt Portfolio durch strategische Übernahme von PP Live ...
Die mac. brand spaces GmbH hat zum 30. Juni 2026 sämtliche Anteile an der PP Live GmbH übernommen. Die Eventagentur wird künftig als eigenständige Tochtergesellschaft innerhalb der mac. Gruppe weitergeführt. Mit der Akquisition stärkt mac. gezielt ihr Leistungsportfolio im Bereich der Livekomm


 

Werbung



Sponsoren

foodir.org The food directory für Deutschland
News zu Snacks finden Sie auf Snackeo.
Informationen für Feinsnacker finden Sie hier.

Firmenverzeichniss

Firmen die firmenpresse für ihre Pressearbeit erfolgreich nutzen
1 2 3 4 5 6 7 8 9 A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z