El Niño gefährdet Kinder in Südostasien - Save the Children startet umfangreiche Initiative zu Frühwarnsystemen
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(ots) - Überschwemmungen, Stürme und Dürren bedrohen in Südostasien zunehmend das Leben von Kindern. Ein aktuelles starkes El-Niño-Phänomen erhöht das Risiko extremer Wetterereignisse. Um Kinder und ihre Familien besser vor den Folgen klimabedingter Notsituationen zu schützen und Leben zu retten, startet Save the Children eine von der Europäischen Union finanzierte regionale Initiative für vorausschauende Maßnahmen zur Katastrophenbewältigung im Umfang von 4,5 Millionen Euro.
In Zusammenarbeit mit Partnern und Regierungen unterstützt das Programm Gemeinden, Schulen und lokale Behörden in Thailand, Kambodscha, Laos und Vietnam dabei, ihre separaten Warnsysteme zu koordinieren und frühzeitig zu reagieren. So sollen Kinder und ihre Familien besser geschützt und rechtzeitig informiert werden, bevor Extremwetterereignisse zu Katastrophen werden.
"Frühwarnsysteme können Leben retten - aber nur, wenn sie auch die Menschen erreichen, die am stärksten gefährdet sind. Kinder werden bei der Planung von Warnungen und Vorsorgemaßnahmen noch zu oft übersehen, obwohl sie die Folgen von Klimakatastrophen besonders hart treffen. Save the Childrens Projektarbeit in vorausschauender humanitärer Hilfe schließt diese Lücke und schützt Kinder, bevor die Katastrophe eintritt", sagt Susanne Grönsfeld, politische Referentin für vorausschauende humanitäre Hilfe bei Save the Children Deutschland.
Das Zusammenspiel aus El Niño und globaler Erwärmung wird in der gesamten Region zu extremeren Temperaturen, Dürren und verheerenderen Überschwemmungen führen. Leben und Lebensgrundlagen vieler Familien geraten dadurch zunehmend in Gefahr. Allein im Jahr 2025 wurden in Südostasien Hunderttausende Kinder durch Überschwemmungen aus ihren Häusern und Schulen vertrieben. Trotz der steigenden Zahl von Betroffenen erreichen Warnungen die am stärksten gefährdeten Menschen oft nicht rechtzeitig. In Kambodscha gibt es zwar eine nationale Strategie für vorausschauende humanitäre Hilfe, doch laut einer Untersuchung von Save the Children kennt sie nur etwas mehr als die Hälfte der Provinzbeamt*innen. In Laos ist nur ein Viertel der entsprechenden Arbeitsgruppen aktiv. Neun von zehn Bezirksämtern nennen fehlende finanzielle Mittel und Personalmangel als Hindernis. Die Initiative soll dabei helfen, klare Abläufe für drohende Katastrophen festzulegen. So werden Maßnahmen und Verantwortlichkeiten bereits im Vorfeld definiert, damit im Ernstfall schnell reagiert werden kann.
Aufbauend auf der jahrzehntelangen Arbeit von Save the Children in Südostasien und der Partnerschaft mit der Europäischen Union in der Region verbindet diese Initiative kindgerechte Katastrophenvorsorge, die Vorbereitung von Schulen und Gemeinden auf Krisen, den Kinderschutz sowie die Stärkung lokaler Systeme. Das zweijährige Programm soll sicherstellen, dass mehr als 223.000 Menschen durch Frühwarn- und Notfallpläne abgesichert sind, 56.000 Menschen von einem funktionsfähigen Frühwarnsystem profitieren und lokale Behörden Schulungen und Unterstützung erhalten. Das Programm umfasst zudem einen Krisenfonds, über den finanzielle Mittel flexibel abgerufen werden können - je nach aktueller Notsituation.
Über Save the Children
Im Nachkriegsjahr 1919 gründete die britische Sozialreformerin und Kinderrechtlerin Eglantyne Jebb Save the Children, um Kinder in Deutschland und Österreich vor dem Hungertod zu retten. Heute ist die inzwischen größte unabhängige Kinderrechtsorganisation der Welt in rund 100 Ländern tätig. Save the Children setzt sich ein für Kinder in Kriegen, Konflikten und Katastrophen. Für eine Welt, die die Rechte der Kinder achtet, in der alle Kinder gesund und sicher leben sowie frei und selbstbestimmt aufwachsen und lernen können - seit über 100 Jahren.
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Datum: 15.07.2026 - 14:05 Uhr
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