Elementen-Taufe: Schwerstes Element heißt jetzt Copernicium
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Elementen-Taufe: Schwerstes Element heißt jetzt Copernicium
Das schwerste bislang anerkannte chemische Element hat jetzt auch einen Namen: Am Montag wurde in Darmstadt das Element mit der Ordnungszahl 112 auf den Namen Copernicium getauft. Erzeugung und Nachweis des massereichen Elementes gelang einer internationalen Wissenschaftlergruppe am Helmholtz-Zentrum für Schwerionenforschung (GSI) in Darmstadt erstmals 1996. "Seit seiner Gründung vor mehr als 40 Jahren hat sich das GSI zu einem der weltweit führenden Beschleunigerlabors für die Schwerionenforschung entwickelt, zu dessen größten Erfolgen zweifellos die Entdeckung von nunmehr sechs neuen chemischen Elementen zählt", sagte der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) Helge Braun bei der feierlichen Elementen-Taufe.
"In Darmstadt findet Grundlagenforschung im besten Sinne des Wortes statt", würdigte Braun die Arbeit der Wissenschaftler. Mit der Suche nach neuen Elementen forschen die Wissenschaftler hier nach einem tieferen Verständnis der Struktur der Kernmaterie. Sie gehen damit der elementaren Frage nach, aus welchen kleinsten Bausteinen die Welt, in der wir leben, zusammengesetzt ist. "Heute ist unbestreitbar, dass die langfristige Sicherung von nachhaltigem Wachstum, zukunftsfähiger Beschäftigung und Wohlstand eines zwingend voraussetzt: leistungs- und wettbewerbsfähige Bildung und Wissenschaft. Sie helfen dabei, globale Herausforderungen wie Armut, Gesundheitsprobleme und Umweltverschmutzung zu bewältigen", sagte Braun.
Damit Deutschland auch in Zukunft in der globalen Wissensgesellschaft weltweit führend ist, setzt die Bundesregierung weiter auf den Pakt für Forschung und Innovation. Die Regierung baut damit die Förderung der großen Forschungsorganisationen weiter aus. "Der Bund steht zu seiner mit dem Pakt für Forschung und Innovation eingegangenen Verantwortung gegenüber den deutschen Forschungsorganisationen", sagte Braun. "Dazu steigern wir die Mittel für die außeruniversitären Forschungsorganisationen und für die Deutsche Forschungsgemeinschaft bis 2015 jährlich um fünf Prozent. Davon wird auch das GSI als Mitglied der Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren spürbar profitieren", sagte Braun. Insgesamt stellt die Bundesregierung in dieser Legislaturperiode für Forschung und Entwicklung 6 Milliarden Euro zusätzlich bereit.
Mit Blick auf die Zukunft appellierte Braun an das GSI, die Chancen zu nutzen, die sich mit dem Großprojekt FAIR (Facility for Antiproton and Ion Research) ergeben. Diese neue Beschleunigeranlage verspreche einzigartige Spitzenforschung. FAIR ist als internationale Einrichtung konzipiert, die auf der Grundlage eines völkerrechtlichen Übereinkommens gegründet werden soll. Die mehrjährige Planungs- und Verhandlungsphase soll mit der für Oktober geplanten Vertragsunterzeichnung abgeschlossen werden. Das GSI wird als Mitglied der Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren von Bund und Sitzländern in diesem Jahr mit insgesamt rund 100 Millionen Euro grundfinanziert, wovon der Bund rund 90 Millionen Euro trägt.
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Datum: 12.07.2010 - 13:04 Uhr
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