Borreliose-Erkrankungen 2025 erheblich angestiegen
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Vor allem Brandenburg und Schleswig-Holstein sind Spitzenreiter bei den Diagnosen-Steigerungen der durch Zecken ausgelösten Infektionskrankheit.
(© )(firmenpresse) - Ob nun die Zahl der Borreliose-Erkrankungen im Jahr 2025 erheblich zugenommen hat oder auf Grund ärztlicher Fortbildung häufiger diagnostiziert wird, lässt sich nicht feststellen. Auf alle Fälle zeigen die Abrechnungsdaten der Gesetzlich Versicherten durch ihre Kassenärzte einen spürbaren Trend nach oben. Vor allem das Land Brandenburg weist bei 11.945 Diagnosen eine Steigerung von 23 Prozent im Vergleich zu 2024 auf. In Schleswig-Holstein, wo man eine Meldepflicht für unnötig hält, stieg die Zahl der Diagnosen von 8.573 auf 10.184 um 10 Prozent.
Bei den neun meldepflichtigen Bundesländern erhöhte sich die Zahl der beim Robert-Koch-Institut (RKI) gemeldeten Diagnosen von 11.049 auf 16.508 sogar um 49 Prozent. Dabei ergibt sich schon seit vielen Jahren eine große Differenz zwischen den beim RKI gemeldeten Borreliosen und den über die Kassenärztlichen Vereinigungen (KV) abgerechneten Diagnosen der Kassenärzte. Gravierende Beispiele sind Bayern mit 5.522 RKI-Meldungen, aber 71.000 abgerechneten KV-Diagnosen. Auffallend ist auch Thüringen mit 626 RKI-Meldungen, aber 38.682 KV-Abrechnungen. Warum Mecklenburg-Vorpommern trotzdem die Meldepflicht nun zurücknimmt, ist spekulativ und unerklärlich. Die Statistik der Borreliose-Erkrankungen im Jahr 2025 ist erhältlich beim www.borreliose.bund.de.
Der Borreliose und FSME Bund Deutschland, eine seit 32 Jahren existierende Patientenorganisation, weist seit Jahren auf die Verharmlosung der Borreliose hin. Eine detaillierte Dokumentation über die gesundheitspolitischen Bestrebungen, das Thema unter den Tisch zu kehren, und zwar in allen Bundesländern und seit 25 Jahren, ist gerade erschienen: Die kollektive Borreliose-Verharmlosung, ISBN 978-3-6963-9708-1, BOD, 438 Seiten, 44,99 €.
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Datum: 29.07.2026 - 16:20 Uhr
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