ETF-Sparpläne tragen den Zuwachs am Aktienmarkt: 14,1 Millionen Menschen in Deutschland sind investiert, 5,3 Millionen davon über einen Sparplan
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Die Aktionärszahlen 2025 des Deutschen Aktieninstituts weisen zwei Millionen Anlegerinnen und Anleger mehr aus als im Vorjahr. Über 60 Prozent des Zuwachses entfallen auf Menschen unter 40 Jahren, und die Zahl der Sparpläne stieg um 1,7 Millionen.

(PresseBox) - Die Aktienanlage in Deutschland hat einen neuen Höchststand erreicht. Laut den Aktionärszahlen 2025 des Deutschen Aktieninstituts besaßen 14,1 Millionen Menschen Aktien, Aktienfonds oder Exchange Traded Funds (ETF). Das sind zwei Millionen mehr als im Jahr zuvor. Damit war jede fünfte Person ab 14 Jahren direkt oder indirekt am Aktienmarkt beteiligt — 19,9 Prozent der Bevölkerung dieser Altersgruppe.
Der Zuwachs verteilt sich ungleich. Fondsgebundene Anlagen wachsen deutlich stärker als Einzelaktien, und das Instrument, das den Unterschied macht, ist der Sparplan. Wer monatlich denselben Betrag anlegt, braucht dafür vor allem eine Routine — ein digitaler Kalender für Fondssparpläne setzt genau dort an.
Der zweite Bedarf entsteht später, wenn mehrere Positionen nebeneinander laufen. Dann geht es um Übersicht statt um Disziplin, etwa mit einer App zur Überwachung von Dividendenerträgen. Das Portal der Provimedia GmbH ordnet solche Hilfsmittel für Einsteiger ein.
Was die Aktionärszahlen 2025 ausweisen
Nach Angaben des Deutschen Aktieninstituts stellt sich das Jahr 2025 wie folgt dar:
Insgesamt 14,1 Millionen Menschen waren in Aktien, Aktienfonds oder Indexfonds investiert, zwei Millionen mehr als 2024.
Davon setzten 12,1 Millionen auf Fonds, 4,9 Millionen hielten Einzelaktien.
Die Zahl der ETF-Anleger stieg um 1,2 Millionen, die der Aktienfonds-Anleger um 520.000.
Einzelaktien legten um 740.000 zu — erstmals seit dem Jahr 2022 wieder ein Anstieg.
Einen Sparplan nutzten 5,3 Millionen Menschen, ein Plus von 1,7 Millionen.
In der Altersgruppe unter 40 Jahren kamen 1,2 Millionen Anlegerinnen und Anleger hinzu, über 60 Prozent des Gesamtanstiegs.
Der Sparplan ist zum Normalfall der Fondsanlage geworden
Bei den Besitzern börsengehandelter Indexfonds nutzt mehr als die Hälfte einen Sparplan. Bei den Besitzern gemanagter Aktienfonds sind es rund 26 Prozent, bei Einzelaktien spielt das Instrument nach Angaben des Instituts eine untergeordnete Rolle.
Das ist mehr als eine Vorliebe. Ein Sparplan verteilt den Einstieg über die Zeit und nimmt damit dem Zeitpunkt seine Bedeutung — jenem Faktor also, der Einsteiger am häufigsten abschreckt. Dass ausgerechnet die jüngste Anlegergruppe am stärksten zu Sparplänen und Indexfonds greift, passt zu diesem Muster: Wer über Jahrzehnte anlegt, gewinnt durch Regelmäßigkeit mehr als durch Auswahl.
„Der Sparplan hat die Einstiegshürde verschoben. Früher war die Frage, welche Aktie man kauft — heute ist sie, welchen Betrag man monatlich übrig hat“, sagt Alexander Weipprecht, Geschäftsführer der Provimedia GmbH.
Frauen holen auf, das Gefälle bleibt
Die Zahl der Anlegerinnen stieg um 24 Prozent und damit doppelt so stark wie die der Anleger. Das Institut hält zugleich fest, dass Männer und Menschen mit höherem Einkommen weiterhin häufiger investiert sind. Im Ländervergleich liegen die südlichen Bundesländer vor den nördlichen; ein West-Ost-Gefälle besteht fort, wobei der Zuwachs im Osten prozentual stärker ausfiel.
Die offene Frage hinter dem Rekordwert
Zur Größenordnung nennt das Institut eine Modellrechnung. Wer über die vergangenen 20 Jahre monatlich 50 Euro in einen Sparplan auf den Deutschen Aktienindex (DAX) angelegt hätte, käme bei knapp neun Prozent Ertrag pro Jahr rechnerisch auf gut 32.000 Euro. Eingezahlt wären 12.000 Euro gewesen. Die Rechnung beschreibt einen historischen Verlauf und setzt voraus, dass durchgehalten wurde.
Genau daran wird sich der nächste Jahrgang messen lassen. Von den 5,3 Millionen Sparplänen ist ein erheblicher Teil erst in den vergangenen beiden Jahren entstanden, viele davon bei Anlegern unter 40 Jahren. Ob diese Gruppe auch einen längeren Rückschlag aussitzt, ist die entscheidende Frage — beantworten wird sie erst die Erhebung nach dem nächsten Einbruch.
Die Provimedia GmbH ist ein Online-Verlag mit Sitz in der Region Stuttgart. Wir schaffen wertvolle Informationen in unterschiedlichen Branchen um Wissen schnell und einfach zugänglich zu machen. Wir haben uns auf übersichtliche Webseiten und Auffindbarkeit von Informationen spezialisiert.
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Datum: 11.08.2026 - 15:00 Uhr
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Ansprechpartner: Alexander Weipprecht
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Bietigheim-Bissingen
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Finanzwesen
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