Erzeugerpreise im Juli 2026: +3,0% gegenüber Juli 2025
ID: 2267952

(ots) -
- Erzeugerpreise gewerblicher Produkte (Inlandsabsatz), Juli 2026
- +3,0 % zum Vorjahresmonat
- +1,1 % zum Vormonat
Die Erzeugerpreise gewerblicher Produkte waren im Juli 2026 um 3,0 % höher als im Juli 2025. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, stiegen die Erzeugerpreise im Juli 2026 gegenüber dem Vormonat Juni 2026 um 1,1 %.
Der Anstieg der Erzeugerpreise gegenüber dem Vorjahresmonat ist vor allem auf gestiegene Preise von Vorleistungsgütern (+5,4 %) zurückzuführen. Die Preise für Energie (+3,8 %) stiegen ebenfalls deutlich gegenüber dem Vorjahresmonat.
Auch Investitionsgüter (+2,3 %) und Gebrauchsgüter (+2,0 %) waren im Juli 2026 teurer als ein Jahr zuvor. Günstiger waren hingegen Verbrauchsgüter (-2,3 %). Ohne Berücksichtigung von Energie stiegen die Erzeugerpreise im Juli 2026 gegenüber Juli 2025 um 2,7 %, gegenüber Juni 2026 stiegen sie um 0,1 %.
Preissteigerungen bei Mineralölerzeugnissen verantwortlich für Anstieg der Energiepreise im Vorjahresvergleich
Energie war im Juli 2026 um 3,8 % teurer als im Vorjahresmonat. Gegenüber Juni 2026 stiegen die Energiepreise um 3,4 %. Auch bedingt durch die Kriegshandlungen im Iran und Nahen Osten lagen die Preise für Mineralölerzeugnisse 31,4 % über denen von Juli 2025, gegenüber Juni 2026 stiegen die Preise um 6,6 %. Rohbenzin (Naphtha) kostete 34,6 % mehr als im Juli 2025, während leichtes Heizöl 52,0 % und Kraftstoffe 29,4 % teurer waren.
Erdgas in der Verteilung kostete über alle Abnehmergruppen hinweg betrachtet 1,6 % mehr. Die Preise für Strom fielen gegenüber Juli 2025 um 1,6 %, Fernwärme war 0,7 % günstiger als im Vorjahresmonat.
Hoher Preisanstieg bei Vorleistungsgütern
Die Preise für Vorleistungsgüter waren im Juli 2026 um 5,4 % höher als im Vorjahresmonat (+0,1 % gegenüber Juni 2026).
Für den Preisanstieg gegenüber Juli 2025 sorgten vor allem die höheren Preise von Metallen (+12,6 %). Insbesondere die Preise für Edelmetalle (+31,8 %) stiegen deutlich gegenüber dem Vorjahresmonat, fielen aber um 8,5 % gegenüber Juni 2026. Für Kupfer und Halbzeug daraus musste 28,7 % mehr bezahlt werden als im Vorjahr. Auch Roheisen, Stahl und Ferrolegierungen waren im Juli 2026 teurer als im Vorjahresmonat (+4,5 %), darunter kostete Betonstahl 5,8 % mehr.
Die Preise für chemische Grundstoffe stiegen gegenüber dem Vorjahresmonat um 11,5 %. Düngemittel waren 13,8 % teurer als vor einem Jahr.
Holz sowie Holz- und Korkwaren (+6,6 %) waren ebenfalls teurer als im Vorjahresmonat, darunter Nadelschnittholz mit +7,7 % und Laubschnittholz mit +2,3 %. Erhebliche Preisanstiege gab es bei Pellets, Briketts und Scheiten mit +33,3 % gegenüber dem Vorjahresmonat.
Die Preise für Glas und Glaswaren stiegen gegenüber dem Vorjahresmonat um 1,4 %. Darunter war veredeltes und bearbeitetes Flachglas 4,1 % teurer, wohingegen die Preise für Hohlglas um 0,1 % gegenüber Juli 2025 sanken.
Preisrückgänge gegenüber Juli 2025 gab es ebenfalls bei Papier, Pappe und Waren daraus, diese kosteten 0,4 % weniger als im Vorjahresmonat. Futtermittel für Nutztiere (-1,3 %) und Getreidemehl (-2,1 %) kosteten ebenfalls deutlich weniger als im Juli 2025.
Preisanstiege auch bei Investitionsgütern und Gebrauchsgütern, Preisrückgänge bei Verbrauchsgütern
Die Preise für Investitionsgüter waren im Juli 2026 um 2,3 % höher als im Vorjahresmonat (+0,2 % gegenüber Juni 2026). Maschinen kosteten 2,0 % mehr als im Juli 2025, die Preise für Kraftwagen und Kraftwagenteile stiegen ebenfalls um 2,0 %.
Gebrauchsgüter waren im Juli 2026 um 2,0 % teurer als im Vorjahresmonat (+0,3 % gegenüber Juni 2026).
Die in Deutschland produzierten und verkauften Verbrauchsgüter kosteten dagegen 2,3 % weniger als im Vorjahresmonat und 0,3 % weniger als im Juni 2026. Unter den Verbrauchsgütern fielen die Nahrungsmittelpreise insgesamt um 4,6 %. Deutlich billiger als im Juli 2025 waren Butter (-41,4 %), Schweinefleisch (-22,2 %) und Rindfleisch (-6,8 %). Teurer als im Vorjahresmonat waren hingegen pflanzliche Öle (+12,5 %) und Zucker (+5,1 %).
Methodische Hinweise:
Der Index der Erzeugerpreise gewerblicher Produkte misst die Entwicklung der Preise für die im Bergbau, im Verarbeitenden Gewerbe sowie in der Energie- und Wasserwirtschaft in Deutschland erzeugten und im Inland verkauften Produkte. Berücksichtigt werden dabei alle Steuern und Abgaben auf die Produkte außer der Mehrwertsteuer. Er stellt damit die Preisveränderungen in einer frühen Phase des Wirtschaftsprozesses dar. Erhebungsstichtag ist jeweils der 15. des Berichtsmonats. Das aktuelle Basisjahr des Erzeugerpreisindex gewerblicher Produkte ist 2021. Warenkorb und Gewichtung des Index beziehen sich auf dieses Basisjahr.
Weitere Informationen:
Alle aktuellen Ergebnisse enthält auch der Statistische Bericht "Indizes der Erzeugerpreise gewerblicher Produkte (Inlandsabsatz)". Lange Zeitreihen können für den Gesamtindex auch über die Tabelle Erzeugerpreise gewerblicher Produkte (61241-0002), für tiefer gegliederte Subindizes über die Tabelle Erzeugerpreise gewerblicher Produkte (61241-0004) in der Datenbank GENESIS-Online bezogen werden.
Hinweise zur CO2-Bepreisung nach dem Brennstoffemissionshandelsgesetz sind auf der Themenseite "Erzeugerpreise gewerblicher Produkte" verfügbar.
Die Erzeugerpreise gewerblicher Produkte sind auch im "Dashboard Konjunktur" (www.dashboard-konjunktur.de) verfügbar. In diesem Datenportal bündelt das Statistische Bundesamt hochfrequente Indikatoren der amtlichen Statistik und weiterer Datenanbieter zu den Themen Wirtschaft und Finanzen sowie Arbeitsmarkt, Bauen und Energie.
Diese Pressemitteilung ist, gegebenenfalls ergänzt mit weiteren Informationen und Verlinkungen zum Thema, veröffentlicht unter www.destatis.de/pressemitteilungen.
Weitere Auskünfte:
Erzeugerpreise gewerblicher Produkte
Telefon: +49 611 75 2444
www.destatis.de/kontakt
Pressekontakt:
Statistisches Bundesamt
Pressestelle
www.destatis.de/kontakt
Telefon: +49 611-75 34 44
Original-Content von: Statistisches Bundesamt, übermittelt durch news aktuell
Weitere Infos zu dieser Pressemeldung:
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 20.08.2026 - 08:01 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 2267952
Anzahl Zeichen: 6621
Kontakt-Informationen:
Ansprechpartner: ots
Stadt:
Wiesbaden
Kategorie:
Medien und Unterhaltung
Diese Pressemitteilung wurde bisher 182 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Erzeugerpreise im Juli 2026: +3,0% gegenüber Juli 2025"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Statistisches Bundesamt (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
- Hochschulreife erwerben zu 55 % Frauen, Ersten Schulabschluss zu 59 % Männer - Jung und ohne Ausbildung: 15 % der Männer und 11 % der Frauen von 18 bis 24 Jahren hatten 2025 maximal einen Mittleren Schulabschluss und waren nicht in Aus- oder Weiterbildung - Bachelor-Abschlussquoten: 34 % der Fr
Gastgewerbeumsatz im Juni 2026 real 1,2 % niedriger als im Vormonat ...
Gastgewerbeumsatz, Juni 2026 (vorläufig, kalender- und saisonbereinigt) - -1,2 % zum Vormonat (real) - -0,9 % zum Vormonat (nominal) - -5,1 % zum Vorjahresmonat (real) - +2,3 % zum Vorjahresmonat (nominal) Das Gastgewerbe in Deutschland hat im Juni 2026 nach vorläufigen Ergebnissen des Statisti
Entlastung der Unternehmen von Berichtspflichten im EU-Binnenhandel ...
- Nur jedes zwanzigste Unternehmen mit Warenverkehren zwischen Deutschland und anderen EU-Staaten war im Jahr 2025 meldepflichtig zur Intrahandelsstatistik* Zahl der meldepflichtigen Unternehmen im Vergleich zu 2021 um 40 % verringert* Umfrage der EU-Statistikbehörde Eurostat zeigt: Deutschland be
Weitere Mitteilungen von Statistisches Bundesamt
Entlastung der Unternehmen von Berichtspflichten im EU-Binnenhandel ...
- Nur jedes zwanzigste Unternehmen mit Warenverkehren zwischen Deutschland und anderen EU-Staaten war im Jahr 2025 meldepflichtig zur Intrahandelsstatistik* Zahl der meldepflichtigen Unternehmen im Vergleich zu 2021 um 40 % verringert* Umfrage der EU-Statistikbehörde Eurostat zeigt: Deutschland be
Deutsche Exporte im 1. Halbjahr 2026: +3,9 % zum Vorjahreszeitraum ...
- China im 1. Halbjahr 2026 weiterhin Deutschlands wichtigster Handelspartner* Exporte in die USA sinken um 6,1 %, Importe aus China nehmen um 8,8 % zu* Exportüberschuss im Handel mit den USA geht deutlich zurück, Importüberschuss im Handel mit China steigt stark Mit einem Wert von 817,8 Millia
75 Jahre Micky Maus Magazin / Doppeljubiläum mit einmaligem Pop-Up-Store in Berlin! ...
Comics, Gimmicks, Kultiges - Was 1951 mit einer mutigen Vision und dem ersten Micky-Maus-Heft begann, hat die deutsche Presselandschaft nachhaltig geprägt. Heute, 75 Jahre später, feiert der Berliner Traditionsverlag Egmont Ehapa Media 75 Jahre verlegerischen Erfolg und blickt stolz auf seine Verl
Bilger bei „maischberger“: Bei Niedrigwasser kann „eine reine Vertiefung von Flüssen keine Antwort sein“ – Autobahn-Maut „ist kein Auftrag, den ich habe“ ...
Bundesverkehrsminister Steffen Bilger (CDU) sieht beim Thema Flussverkehr keinen Dissens mit seinem Kabinettskollegen, Bundesumweltminister Carsten Schneider (SPD). „Eine reine Vertiefung von Flüssen kann keine Antwort sein“, sagt Bilger in der ARD-Talksendung "maischberger". Die Send




