Open Access Studie 2026: Plattformen gewinnen im Glasfasermarkt an Bedeutung, Preisfindung bleibt gr

Open Access Studie 2026: Plattformen gewinnen im Glasfasermarkt an Bedeutung, Preisfindung bleibt größte Hürde

ID: 2268858

(ots) -
- 73 Prozent der Befragten nennen das Preisniveau als wichtigste Hürde in Open-Access-Verhandlungen
- Größter Standardisierungsbedarf besteht bei Prozessen (70 Prozent) und IT-Schnittstellen (63 Prozent)
- 56 Prozent sehen eine gestiegene Bedeutung von Plattformen; als Zielbild gelten zwei bis drei zentrale Plattformen

Die Open Access Studie 2026 liegt final vor und ist unter www.open-access-studie.de abrufbar. Sie untersucht, warum der offene Zugang zu fremden Glasfasernetzen langsamer wächst als der Netzausbau selbst. Durchgeführt hat die Untersuchung die Bonner Managementberatung Böcker Ziemen unter Leitung von Prof. Dr. Jens Böcker. Auftraggeber sind conology, Digpro, ETC One, m3 management consulting und die Plusnet GmbH, ein deutsches Telekommunikationsunternehmen mit Fokus auf Geschäftskunden und Tochter der EnBW. In die Experteninterviews wurden die Auftraggeber bewusst nicht einbezogen, um die Unabhängigkeit der Ergebnisse zu wahren.

Gebaut ist viel, verkauft ist wenig

Der Ausbau kommt voran: Nach der aktuellen TK-Marktanalyse des Branchenverbands VATM erreicht Glasfaser Ende 2026 voraussichtlich 32 Millionen Haushalte und kleinere Unternehmen. Tatsächlich genutzt werden davon nur 7,8 Millionen Anschlüsse. Die Take-up-Rate liegt seit Jahren stabil bei rund einem Viertel. Der Engpass hat sich damit vom Tiefbau in die Vermarktung verschoben.

Erschwert wird diese Vermarktung durch die Struktur des Marktes. Rund 300 Unternehmen betreiben in Deutschland Glasfasernetze, etwa zwei Drittel davon versorgen jeweils weniger als 10.000 Haushalte. Ein Unternehmen mit Filialen in mehreren Bundesländern trifft deshalb an jedem Standort auf einen anderen zuständigen Anbieter - mit eigenem Vertrag, eigenen Preisen und eigenen Prozessen. Open Access soll diese Lücke schließen, indem Netzbetreiber ihre Infrastruktur für Dritte öffnen.

Technik ist nicht das Problem

Warum das langsamer vorankommt als erwartet, zeigt die Studie in drei Schritten. Verhandlungen über Kooperationen scheitern selten, ziehen sich aber lange hin. Als wichtigste Hürde nennen 73 Prozent der Befragten das Preisniveau, deutlich vor IT- und Technikfragen mit 43 Prozent. Ein stabiler Preiskorridor fehlt dem Markt bis heute.



Ist ein Vertrag geschlossen, beginnt die nächste Hürde. Standards sind weitgehend vorhanden, greifen in der Praxis aber nicht zuverlässig ineinander. Den größten Handlungsbedarf sehen die Befragten bei Prozessen mit 70 Prozent und bei IT-Schnittstellen mit 63 Prozent.

Genau hier rücken Plattformen in den Blick: 56 Prozent bewerten deren Bedeutung als gestiegen. Rund die Hälfte der Befragten hält langfristig drei zentrale Plattformen für ein realistisches Zielbild, weitere 20 Prozent halten zwei für ausreichend. Eine Monopolstruktur lehnt die Mehrheit ab.

Die Studie ordnet die Connectivity-Handelsplattform Netbridge von Plusnet als carrier-neutrale Lösung ein. Netbridge bündelt regionale Glasfasernetze zu einem bundesweiten Zugang - mit einem Vertrag, einer Rechnung und einem Ansprechpartner für alle angebundenen Netze. Zuletzt erweiterten Kooperationen mit OXG-Glasfaser, NetCom BW und dem Technologiepartner ETC One die Reichweite der Plattform.

"Die Studie beschreibt, was wir in Verhandlungen täglich erleben: Die Standards sind da, sie greifen nur nicht ineinander", sagt Jürgen Rohr, Executive Director Carrier Management bei Plusnet. "Genau dort setzt die Netbridge an - eine Anbindung, ein Vertrag, viele Netze. Entscheidend wird sein, ob Netzbetreiber und Vermarkter sich auf gemeinsame Plattformen verständigen, statt jede Kooperation neu auszuhandeln."

Plusnet im Oktober auf zwei Branchenveranstaltungen

Vom 6. bis 8. Oktober 2026 ist Plusnet auf der leat con in der Messe Hamburg vertreten, Stand A4-H08. Die Veranstaltung verbindet Messe und Kongress und deckt neben Live-Events und Broadcast auch Telekommunikation ab. Am 15. Oktober 2026 folgt der Kongresstag der connect INNOVATION DAYS in den Design Offices Berlin. An beiden Terminen vertieft Plusnet die Studienergebnisse und zeigt deren Umsetzung über Netbridge.

Über Plusnet

Die Plusnet GmbH, eine Tochtergesellschaft der EnBW, ist ein deutsches Telekommunikationsunternehmen mit Fokus auf Geschäftskunden. Plusnet betreibt eine eigene, bundesweite Netzinfrastruktur und verfügt über jahrzehntelange Erfahrung im Betrieb unterschiedlicher Breitband-Technologien. Auf Basis ihres umfassenden Know-hows stellt die Plusnet Gruppe mehr als 40.000 Geschäftskunden jeder Größenordnung zuverlässige und hochsichere Sprach- und Datendienste zur Verfügung. Darüber hinaus agiert Plusnet als Vermittler zukunftssicherer Netze: Über die bundesweite offene Connectivity-Handelsplattform Netbridge können Partner eigene Glasfasernetze bzw. andere Infrastrukturen besser auslasten oder zusätzliche Reichweite für eigene Services gewinnen. Das Unternehmen mit Sitz in Köln beschäftigt rund 500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an insgesamt zehn deutschen Standorten.

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Dennis Knake
Unternehmenskommunikation
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Datum: 26.08.2026 - 09:42 Uhr
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