Gedankenkreisen und Grübeln mit genetischer Ursache, aber einfacher Lösung? Tobias Stumpfl von TOBIO zeigt eine neue Perspektive mit 5 Buchstaben: MTHFR
ID: 2273559

(ots) - Burn-out, Gedankenkreisen, innere Unruhe, mentale Erschöpfung – Tobias Stumpfl von TOBIO kennt das nur zu gut aus eigener Erfahrung. Er bekam Antidepressiva verschrieben, die er nie genommen hat. Stattdessen ist er durch Zufall darauf gestoßen, welche Faktoren bei seinen oft als „Depression“ eingeordneten Symptomen offenbar eine wichtige Rolle gespielt haben könnten: Ernährung, Stoffwechsel und eine genetische Komponente – das sogenannte Methylen-Tetrahydrofolat-Reduktase-Gen, kurz MTHFR.
Warnzeichen wie Gedankenkreisen, innere Unruhe oder nachlassende Stressresilienz werden lange übersehen, bis das System an seine Grenzen kommt. „Depressionen oder Angststörungen sind aus meiner Sicht oft kein Anfang, sondern ein möglicher Endpunkt einer längeren Entwicklung“, weiß Tobias Stumpfl von TOBIO heute. Es ist auch ein schmaler Grat zwischen „produktivem Nachdenken“ und „Gedankenkreisen“. Die Probleme entstehen in der Regel eben nicht über Nacht, sondern entwickeln sich über Jahre. Irgendwann ist der Leidensdruck dann vielleicht so groß, dass man zum Arzt geht oder eine Psychotherapie beginnt. Dann werden häufig zuerst die Lebensumstände betrachtet: viel Stress, Schicksalsschläge, Beziehungsprobleme, Mobbing oder ähnliche Belastungen. „Das eigene Wohlbefinden ist aber auch das Ergebnis biochemischer Vorgänge“, meint Tobias Stumpfl und fährt fort: „Und genau das wird leider oft übersehen.“ MTHFR ist den meisten Betroffenen zu diesem Zeitpunkt völlig unbekannt. Auch in der klassischen Abklärung von Gedankenkreisen, Erschöpfung oder depressiven Verstimmungen wird dieser Stoffwechselaspekt meist nicht automatisch mitgedacht.
Während die Stoffwechselvorgänge im menschlichen Körper komplex sind, zeigen wissenschaftliche Untersuchungen, dass bestimmte Varianten des MTHFR-Gens mit einem erhöhten Risiko für psychische Beschwerden in Verbindung stehen können. Tobias Stumpfl von TOBIO dazu: „Das Schöne ist, dass das eigentlich nicht automatisch ein Problem sein muss, sondern vor allem dann relevant werden kann, wenn über Jahre Ernährung, Nährstoffversorgung und Belastungen nicht zusammenpassen.“ Diese Perspektive basiert nicht nur auf theoretischem Wissen, sondern auch auf eigener Erfahrung. Ein früherer MTHFR-Befund ließ sich für ihn zunächst kaum einordnen und blieb lange unbeachtet. Erst durch die intensive Auseinandersetzung mit wissenschaftlicher Literatur zu Folatstoffwechsel, Methylierung und Stoffwechselreserven sowie durch persönliche Erfahrungen mit Burn-out und gesundheitlichen Belastungsphasen entstand ein tieferes Verständnis für die komplexen Zusammenhänge.
MTHFR im Körper: Warum es um mehr geht als nur um ein Gen
Vereinfacht gesagt geht es bei MTHFR um die Frage, wie gut der Körper bestimmte Nährstoffe in eine Form bringen kann, die er für Nerven, Energie, Stressverarbeitung und zahlreiche Stoffwechselprozesse tatsächlich nutzt. MTHFR steht für Methylen-Tetrahydrofolat-Reduktase und bezeichnet ein Enzym im Folatstoffwechsel. Seine zentrale Aufgabe besteht darin, Folat in die biologisch aktive Form L-Methylfolat umzuwandeln. Diese wird im sogenannten Ein-Kohlenstoff-Stoffwechsel benötigt, einem biochemischen Netzwerk, das an zahlreichen zentralen Prozessen beteiligt ist. Dazu zählen unter anderem die Bildung von Neurotransmittern wie Serotonin, Dopamin und Noradrenalin, die Einfluss auf Stimmung, Antrieb und Stressverarbeitung haben können.
Darüber hinaus spielt dieser Stoffwechselweg eine wichtige Rolle bei der Genregulation, beim Abbau von Homocystein, bei der Kreatinbildung, der Zellteilung, der Myelinbildung sowie bei antioxidativen Prozessen und der Bildung von Glutathion. Glutathion ist ein bedeutendes körpereigenes Antioxidans, das an Schutz-, Reparatur- und Entgiftungsprozessen beteiligt ist. Methylierung betrifft damit nicht nur die Psyche, sondern grundlegende Abläufe in nahezu jeder Körperzelle.
Jeder Mensch besitzt zwei Kopien des MTHFR-Gens – eine von der Mutter, eine vom Vater. Liegt eine Veränderung nur auf einer dieser Kopien vor, spricht man von einer heterozygoten Variante. Sind beide Genkopien betroffen, handelt es sich um eine homozygote Variante. Möglich ist auch eine kombiniert heterozygote Konstellation, bei der beide Varianten gleichzeitig vorkommen. Je nach genetischer Kombination kann die Aktivität des Enzyms unterschiedlich stark reduziert sein. Entscheidend ist jedoch: Eine MTHFR-Variante allein sagt nicht zuverlässig voraus, ob Beschwerden entstehen. Viele Menschen mit einer solchen Variante bleiben gesund.
Warum der Alltag den Unterschied macht
Eine MTHFR-Variante lässt sich mit einem Motor vergleichen, der je nach Ausstattung etwas effizienter oder weniger effizient arbeitet. Unter günstigen Bedingungen fällt dieser Unterschied oft lange nicht auf. Sind ausreichend Nährstoffe vorhanden und ist der Stoffwechsel nicht dauerhaft stark belastet, kann das System über Jahre stabil funktionieren – trotz genetischer Besonderheiten. Relevant wird eine solche Variante meist erst dann, wenn mehrere Belastungsfaktoren gleichzeitig wirken. Chronischer Stress, Schlafmangel, Bewegungsmangel, Mikronährstoffdefizite, hormonelle Veränderungen, Entzündungen oder eine dauerhaft nährstoffarme Ernährung führen dazu, dass die Anforderungen an den Stoffwechsel steigen.
Besonders kritisch ist dabei, dass sich viele dieser Faktoren schleichend über Monate oder Jahre aufbauen. Chronische Entzündungen erhöhen den Stoffwechselbedarf zusätzlich, da sie Reparatur- und Immunprozesse aktivieren. Der Bedarf an Mikronährstoffen und Methylgruppen steigt, während die verfügbaren Ressourcen oft gleichzeitig sinken. Genau in diesen Situationen zeigt sich, wie belastbar das System tatsächlich ist. Eine MTHFR-Variante wird dann nicht zur alleinigen Ursache, sondern zu einem zusätzlichen Faktor in einem bereits belasteten System. Entscheidend ist deshalb nicht die genetische Veränderung an sich, sondern die Frage, wie viele Reserven dem Stoffwechsel im Alltag tatsächlich zur Verfügung stehen.
Welche Rolle spielen Ernährung und Nahrungsergänzung?
Gene allein lösen keine automatische Pflicht zur Supplementierung aus. Entscheidend ist immer die individuelle Ausgangssituation. Methylierung ist ein komplexer Prozess, der weit mehr als nur Folat benötigt. Damit dieser Stoffwechselweg funktioniert, müssen zahlreiche Nährstoffe ineinandergreifen, darunter L-Methylfolat, aktive Formen von Vitamin B12, Vitamin B2, Vitamin B6, Cholin, Betain, Methionin sowie Mineralstoffe wie Magnesium und Zink.
Die Basis bleibt jedoch nach Ansicht von Tobias und Karin Stumpfl eine nährstoffreiche Ernährung. Lebensmittel wie Eier, Fleisch und Innereien von Wiederkäuern oder hochwertige Milchprodukte – sofern sie vertragen werden – liefern wichtige Bausteine für den Stoffwechsel. Nahrungsergänzungen können sinnvoll sein – jedoch nur dann, wenn sie individuell begründet sind. „Nahrungsergänzungen sind bei MTHFR keine pauschale Pflicht – entscheidend ist eine individuelle Prüfung anhand von Symptomen, Ernährung, Laborwerten und Belastungsfaktoren“, betont Tobias Stumpfl von TOBIO.
MTHFR richtig einordnen: Warum ein Gentest allein nicht ausreicht
Ein Gentest zeigt nur einen kleinen Ausschnitt der Realität. Um zu verstehen, wie der Stoffwechsel tatsächlich arbeitet, sollten funktionelle Laborwerte einbezogen werden. Ein zentraler Marker ist dabei Homocystein, ergänzt durch Parameter wie Vitamin B12, Folat oder weitere Werte, die Aufschluss über Versorgung und Belastung geben.
Seine tatsächliche Aussagekraft zeigt sich erst im Zusammenspiel von Ernährung, Schlaf, Stress, Entzündungen, Laborwerten und individuellen Beschwerden. Das Ziel ist nicht, eine Genvariante zu behandeln, sondern den Stoffwechsel so zu unterstützen, dass auch unter Alltagsbelastungen ausreichend Reserven vorhanden sind.
Wer diesen Weg nicht allein gehen möchte, findet bei TOBIO mit Tobias Stumpfl und Karin Stumpfl Ansprechpartner, die sowohl die wissenschaftliche als auch die persönliche Seite dieses Themas kennen. Sie unterstützen dabei, individuelle Zusammenhänge zu erkennen und nachhaltige Strategien zu entwickeln. Denn am Ende ist nicht entscheidend, welches Gen vorliegt, sondern wie gut der Stoffwechsel mit den Anforderungen des Alltags umgehen kann.
Sie möchten verstehen, welche Rolle Ihr Stoffwechsel, Ihre Ernährung und Ihr Lebensstil bei Ihren Beschwerden spielen – und wie sich daraus konkrete, individuelle Handlungsschritte ableiten lassen? Tobias und Karin Stumpfl von TOBIO (https://tobio.at/) unterstützen Sie dabei, komplexe Zusammenhänge einzuordnen und Ihren Stoffwechsel ganzheitlich zu betrachten – für mehr Klarheit, Stabilität und langfristige Gesundheit.
Pressekontakt:
TOBIO
E-Mail: office@tobio.at
Website: https://tobio.at/
Instagram: https://instagram.com/tobio_lektinfrei
Podcast: https://tobio.at/podcast
Original-Content von: TOBIO, übermittelt durch news aktuell
Weitere Infos zu dieser Pressemeldung:
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 17.09.2026 - 09:41 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 2273559
Anzahl Zeichen: 9434
Kontakt-Informationen:
Ansprechpartner: ots
Stadt:
Wallern
Kategorie:
Gesundheitswesen - Medizin
Diese Pressemitteilung wurde bisher 209 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Gedankenkreisen und Grübeln mit genetischer Ursache, aber einfacher Lösung? Tobias Stumpfl von TOBIO zeigt eine neue Perspektive mit 5 Buchstaben: MTHFR"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
TOBIO (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Blähbauch, Müdigkeit, Hautprobleme – und das trotz bewusster Ernährung? Viele Betroffene suchen die Ursache überall, nur nicht bei Lebensmitteln, die sie eigentlich für besonders gesund halten. Tobias und Karin Stumpfl von TOBIO sehen genau hier einen möglichen Zusammenhang mit einer belaste
Morbus Crohn, Hashimoto und Co.: Tobias Stumpfl und Karin Stumpfl von TOBIO zeigen, wie vermeintlich gesunde Lebensmittel krank machen können ...
Viele Menschen mit entzündlichen Erkrankungen wie Morbus Crohn, Hashimoto-Thyreoiditis, Migräne, Neurodermitis, Psoriasis, Rheuma oder Arthritis achten bewusst auf ihre Ernährung, meiden Gluten und greifen zu Nahrungsergänzungsmitteln. Trotzdem bleiben Entzündungen, Erschöpfung oder Schmerzen
Weitere Mitteilungen von TOBIO
Fata Morgana auf der Spree: Ein schwimmender Altbau erinnert Berlin an sein drängendstes Problem ...
- Schwimmenden Haus im Regierungsviertel greift die Wohnraumkrise in Berlin auf - Die Botschaft: Wohnungen lassen sich nicht herbeizaubern, doch Daten und Transparenz helfen in einem angespannten Markt - Orientierung im chaotischen Markt: Mit fundierten Marktanalysen und Preisstatistiken macht immo
Gute Ausbildung ist die beste Fachkräftesicherung ...
Katrin Zschau, zuständige Berichterstatterin der SPD-Bundestagsfraktion: Am 19. September ist Tag des Handwerks. Die dazu von der BA veröffentlichten Zahlen zum Arbeits- und Ausbildungsmarkt zeigen deutlich: Trotz leicht steigender Ausbildungszahlen reicht der Nachwuchs noch nicht aus. Die SPD-Fr
Restless Legs Syndrom: Teil 3 der neuen Webinarreihe, Vortrag "RLS und die Wechseljahre" ...
München, den 17.09.2026: Die Deutsche Restless Legs Vereinigung RLS e.V. mit Sitz in München setzt ihre neue kostenlose Online-Seminar-Reihe über RLS am 19.09.2026 von 11:00 bis 12:00 Uhr fort mit dem Vortrag "RLS und die Wechseljahre" von Dr. rer. nat. Christine Hutterer, München. Zie
Patientensicherheit gilt auch für die Osteopathie / Welttag der Patientensicherheit 2026: VOD fordert klare gesetzliche Standards für Ausbildung und Berufsausübung ...
"Safe care for life!" - sichere Versorgung ein Leben lang: Unter diesem Motto steht der diesjährige Welttag der Patientensicherheit am 17. September 2026. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) stellt dabei die sichere Versorgung von Menschen mit chronischen, nicht übertragbaren Erkrankun




