SAP setzt auf den E-Postbrief der Deutschen Post
ID: 228305
SAP setzt auf den E-Postbrief der Deutschen Post
Integrierter Internetbriefdienst für Geschäftsanwendungen
Walldorf/Bonn, 14.07.2010, 10:30 MESZ
Der E-Postbrief verbindet die Vorteile von Verbindlichkeit, Vertraulichkeit und Verlässlichkeit eines Papierbriefs mit der Schnelligkeit einer E-Mail.
SAP und die Deutsche Post beabsichtigen, künftig im Bereich Internetbriefdienst zu kooperieren. Beide Unternehmen haben eine entsprechende Absichtserklärung unterzeichnet. Der E-Postbrief, der von der Deutschen Post entwickelt wurde, verbindet die Vorteile von Verbindlichkeit, Vertraulichkeit und Verlässlichkeit eines Papierbriefs mit der Schnelligkeit einer E-Mail. Dadurch erhöht er die Effizienz von Dokumentenprozessen und ermöglicht signifikante Kosteneinsparungen durch einen verringerten Logistikaufwand. Die Deutsche Post und SAP planen, Schnittstellen zwischen der IT-Infrastruktur des E-Postbriefs und ausgewählten SAP-Anwendungen bereitzustellen. Damit können Unternehmen und Behörden in Zukunft den E-Postbrief nahtlos in ihre Geschäftsprozesse einbinden.
Trotz des Einsatzes modernster Hard- und Software in Unternehmen und Verwaltungen blockieren immer noch Medienbrüche den elektronischen Workflow. Der neue E-Postbrief der Deutschen Post kann dieses Dilemma lösen. Der E-Postbrief soll genauso wie der klassische Brief verbindlich, vertraulich und verlässlich sein. Dabei lässt er sich einfach und bequem über den Computer verschicken. Absender und Empfänger sollen somit zweifelsfrei wissen können, mit wem sie kommunizieren und können dank modernster Verschlüsselungstechnologien sicher sein, dass ihr Schriftwechsel nicht von unberechtigten Dritten eingesehen oder verändert werden kann.
Wie in der physischen Welt bietet die Deutsche Post die gesamte Übermittlung und die verlässliche Zustellung der Nachrichten aus einer Hand an. Wer den E-Postbrief nutzen will, muss sich für die Registrierung im Portal einmalig per Postident identifizieren. Damit sind anonyme Mails nicht mehr möglich. Auch Kunden, die noch nicht an das elektronische Portal der Post angeschlossen sind, erreicht der E-Postbrief mit seiner hybriden Variante: Die Post druckt dann das elektronisch erstellte Schreiben aus und der Postbote stellt es klassisch zu.
Verbindlichkeit, Vertraulichkeit und Verlässlichkeit
Jürgen Gerdes, Konzernvorstand BRIEF: "Für Unternehmen und Verwaltungen werden insgesamt Einsparungen in Milliardenhöhe möglich."
"Mit dem E-Postbrief bringen wir den traditionellen Papierbrief ins digitale Zeitalter und erhalten dennoch das bewährte Wertversprechen aus Verbindlichkeit, Vertraulichkeit und Verlässlichkeit", erklärt Jürgen Gerdes, Konzernvorstand BRIEF der Deutschen Post DHL. "Für Unternehmen und Verwaltungen werden insgesamt Einsparungen in Milliardenhöhe möglich, denn bislang gibt es aufgrund von Medienbrüchen in der Brieflogistik auf Unternehmens- und Verwaltungsseite sehr kostenintensive Prozesse. Mit dem E-Postbrief kann das Drucken, Frankieren, Sortieren und Öffnen der Post künftig weitestgehend entfallen."
Die beabsichtigte Zusammenarbeit von SAP und der Deutschen Post im Bereich von Internetbriefdiensten sieht vor, dass im ersten Schritt der E-Postbrief an die Personalmanagement-Software SAP ERP Human Capital Management (SAP ERP HCM) angebunden wird. Damit können Unternehmen ihren Mitarbeitern Gehaltsabrechnungen senden - gesichert elektronisch oder als hybrider E-Postbrief. Eine zusätzliche Einsatzmöglichkeit sieht die Bereitstellung von Lohnsteuerbescheinigungen und anderen Dokumenten vor.
Schwerpunkt öffentliche Verwaltung
Kerstin Geiger, Leiterin Industry Solutions SAP: "Wichtiger Schritt zu durchgängigen Geschäftsprozessen für Unternehmen und Behörden"
Ein weiterer Schwerpunkt der Kooperation liegt im Bereich der öffentlichen Verwaltung. Der E-Postbrief soll helfen, die durchgehende elektronische Kommunikation von Verwaltungen mit Bürgern und Unternehmen zu vereinfachen. Dazu sollen Anwendungsszenarien wie etwa der Identitätsnachweis beim Zugriff auf die Portale kommunaler Verwaltungen entwickelt sowie das rechtsverbindliche Senden und Empfangen von amtlichen Informationen wie Gebührenbescheiden und Gewerbeanmeldungen ermöglicht werden.
Zusätzlich können Payment-Funktionalitäten auch die sichere Bezahlung von Gebühren mittels Internetbriefdienst unterstützen. Somit soll die Bearbeitung von Anträgen einfacher und kosteneffizienter werden, da für Bürger und Verwaltungen zum Beispiel die Kosten für die manuelle Bearbeitung der Briefpost weitgehend entfallen.
Der Austausch zwischen der Deutschen Post und SAP sowie die enge Zusammenarbeit mit gemeinsamen Kunden wie beispielsweise Kommunen im Rahmen erster Pilotprojekte soll gewährleisten, dass weitere Anwendungsszenarien praxisnah ermittelt werden und in die Entwicklung einfließen können. Begleitende Machbarkeitsstudien sollen helfen, weitere Integrationsszenarien für den E-Postbrief auf ihre wirtschaftlichen und technologischen Anforderungen hin zu bestimmen.
"Als Marktführer für Unternehmenssoftware sieht SAP in der Einführung des E-Postbriefs einen wichtigen Schritt auf dem Weg, Unternehmen und Behörden durch Bereitstellung eines rechtssicheren elektronischen Schriftverkehrs durchgängige Geschäftsprozesse zur Verfügung zu stellen", erläutert Dr. Kerstin Geiger, Leiterin Industry Solutions der SAP AG. "In einem ersten Anwendungsfall plant SAP, dieses Vorhaben durch eine Schnittstelle zu unterstützen, die es jenen Unternehmen, die SAP für ihre Personalabrechnung einsetzen, ermöglicht, Entgeltnachweise aus SAP heraus zu erzeugen und direkt per E-Postbrief zu verschicken. Damit wird ein hohes Volumen von heute traditionell gedruckten und beförderten Briefen in die digitale Welt verlagert."
Ansprechpartner
Uwe Bensien
Pressesprecher
Deutsche Post DHL
Charles-de-Gaulle-Straße 20
53113 Bonn
Tel.: (0228) 182 9944
Fax: (0228) 182 9880
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Datum: 15.07.2010 - 00:47 Uhr
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