Alarmzeichen Algenblüte in der Ostsee

Alarmzeichen Algenblüte in der Ostsee

ID: 231684

Alarmzeichen Algenblüte in der Ostsee



(pressrelations) -
WWF warnt: Riesige Blaualgenschicht raubt der Ostsee Sauerstoff

Hamburg/Stralsund - In der Ostsee hat sich ein riesiger Algenfilm gebildet, der sich über 1600 km in der Länge und 190 km in der Breite erstreckt. Rund 377.000 Quadratkilometer der Wasseroberfläche in der Ostsee sind derzeit von einer Schicht aus Blaualgen bedeckt. Der aktuelle Algenfilm ist der größte, der seit 2005 in der Ostsee beobachtet wurde. Nach Ansicht des WWF tragen die Algenblüten wie in diesem Jahr zur Verschärfung der immensen Sauerstoffprobleme der Ostsee bei. Die Schicht aus Blaualgen zieht sich derzeit von Finnland bis in die Pommersche Bucht und nordwestlich von Rügen hin. In den deutschen Küstengewässern sind besonders das Achterwasser/Oderhaff und der Strelasund betroffen.
"Hohe Temperaturen, wenig Wind und ein überdüngtes Meer ? das sind perfekte Bedingungen für Algenwuchs" erläutert Jochen Lamp, Leiter des WWF-Ostseebüros. Algenblüte sei eigentlich ein natürliches Phänomen. Aufgrund des hohen Nährstoffgehalts in der Ostsee vermehrten sich die Algen jedoch explosionsartig. "Riesige Algenteppiche schaden in erster Linie der Meeresumwelt. Pflanzen sterben ab und regelrechte Todeszonen ohne Sauerstoff bilden sich am Meeresgrund weiter aus". Sterben die Algen ab, wird besonders viel Sauerstoff verbraucht und giftiger Schwefelwasserstoff gebildet, der allen Organismen am Ostseegrund schadet.
Einen Grund für das Massenwachstum der Blaualgen sieht der WWF in den Nährstoffeinträgen aus der Landwirtschaft. Über Flüsse gelangen große Mengen Stickstoff und Phosphor aus Düngemitteln ins Meer, die bei günstigen Witterungsbedingungen die Algenblüte vorantreiben. "Überdüngung ist das größte Umweltproblem der Ostsee und der Motor für die Ausbreitung der sauerstoffarmen Zonen" sagt Jochen Lamp weiter. "Es ist unverantwortlich, wenn die Ostseeanrainer einerseits ehrgeizige Ziele zum Stopp des Nährstoffeintrags beschließen, und dann dieselben Staaten die Überdüngung anheizen". In Schweden ist beispielsweise kürzlich die Düngemittelsteuer abgeschafft worden. In Mecklenburg-Vorpommern wurde das Landeswassergesetz so geändert, dass statt bisher bis auf sieben Meter jetzt bis auf einen Meter an Gräben und Bäche heran gedüngt und gespritzt werden darf.


Zum Schutz der belasteten Ostsee fordert der WWF daher strengere Maßstäbe für die Landwirtschaftseinträge, einen ostseeweiten Bann von Phosphaten in Waschmitteln und die konsequente Abwassereinigung von Kreuzfahrt- und Fährschiffen in der Ostsee. Die Abwässer müssten zudem während der Liegezeit in den Häfen entsorgt werden. Schätzungsweise 340 Tonnen Stickstoff und 112 Tonnen Phosphor gelangen jedes Jahr aus Abwässern der Passagierschifffahrt direkt ins Wasser der Ostsee.


Kontakt
Britta König
Pressestelle
Tel. 040 530200-118Unternehmensinformation / Kurzprofil:
drucken  als PDF  Converteam: Moderne Leistungselektronik für drehzahlvariable Turbinen in neuen Pumpspeicherkraftwerken in der Schweiz Umweltzerstörung kostet laut Studie bis zu 4,5 Billionen Dollar
Bereitgestellt von Benutzer: pressrelations
Datum: 21.07.2010 - 18:47 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 231684
Anzahl Zeichen: 3018

pressrelations.de – ihr Partner für die Veröffentlichung von Pressemitteilungen und Presseterminen, Medienbeobachtung und Medienresonanzanalysen


Diese Pressemitteilung wurde bisher 316 mal aufgerufen.


Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Alarmzeichen Algenblüte in der Ostsee"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von

WWF - World Wide Fund For Nature (Nachricht senden)

Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).

Stillstand beim bayerischen Wolfsmanagement ...
Verbände fordern Umweltminister zum Handeln auf In einem gemeinsamen Brief haben die vier Verbände WWF, BUND Naturschutz, Gesellschaft zum Schutz der Wölfe und Landesbund für Vogelschutz den bayerischen Umweltminister Dr. Marcel Huber aufgefordert, endlich dafür Sorge zu tragen, dass der l

Ringen um weltgrößtes Meeresschutzgebiet gescheitert Russland blockiert internationale Bemühungen zum Schutz des Südpolarmeers ...
BREMERHAVEN, 16. Juli 2013 - Mit dem heutigen Scheitern der CCAMLR-Konferenz wurde eine entscheidende Chance für den Meeresschutz rund um die Antarktis verpasst. Die "Kommission zur Erhaltung lebender Meeresschätze in der Antarktis" (CCAMLR) konnte sich nicht darauf einigen, die weltw

Urteilsspruch mit Tiefenwirkung: BVerwG lässt Gewässerschutz europäisch überprüfen ...
WWF, NABU und BUND: Verfahrensverzögerungen sind der Preis für die Geringschätzung von Umweltbelangen Das Bundesverwaltungsgericht (BVerwG) hat heute den Ausbau der Weser vorerst gestoppt und grundsätzliche Fragen zum Gewässerschutz dem Europäischen Gerichtshof (EuGH) zur Entscheidung vor


Weitere Mitteilungen von WWF - World Wide Fund For Nature


Converteam: Moderne Leistungselektronik für drehzahlvariable Turbinen in neuen Pumpspeicherkraftwerken in der Schweiz ...
Berlin, 8. Juni 2010 ? Converteam, der Power-Conversion-Spezialist, hat von Alstom Switzerland Ltd. Aufträge in einem Gesamtwert von 25 Millionen Euro erhalten. Für die neuen Schweizer Pumpspeicherkraftwerke Nant de Drance und Linthal liefert Converteam hochmoderne Leistungselektronik. Damit lass

Regenwasser-Entkeimungs-System RES ...
Das neue Regenwasser-Entkeimungs-System RES von AFRISO sorgt durch die Regenwasser-Entkeimung mittels UV-Licht zuverlässig für sauberes Wasser (keine Trinkwasserqualität), insbesondere bei besonderen Hygieneerwartungen wie z.B. in Toiletten von Kliniken oder in Waschmaschinen. RES besteht aus ei

Kein erhöhtes Fehlbildungsrisiko für Neugeborene in der Umgebung von Biblis und Philippsburg ...
Kleinkinder in der näheren Umgebung der Kernkraftwerksstandorte Biblis und Philippsburg haben kein höheres Risiko, mit einer angeborenen Fehlbildung zur Welt zu kommen als Kinder in anderen Regionen Deutschlands. Das ist das Ergebnis einer Studie des Geburtenregisters der Universität Mainz im A

Minister Bruederle soll Tiefseebohrungen verbieten lassen ...
Greenpeace-Aktivisten protestieren mit Oel-Fontaene vor dem Wirtschaftsministerium Berlin - Um die Bundesregierung zum Handeln gegen weitere Oelbohrungen in der Tiefsee zu bewegen, demonstrieren Greenpeace-Aktivisten heute vor dem Amtssitz von Bundeswirtschaftsminister Rainer Bruederle (FDP). &


 

Werbung



Sponsoren

foodir.org The food directory für Deutschland
News zu Snacks finden Sie auf Snackeo.
Informationen für Feinsnacker finden Sie hier.

Firmenverzeichniss

Firmen die firmenpresse für ihre Pressearbeit erfolgreich nutzen
1 2 3 4 5 6 7 8 9 A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z