Die Leiharbeit legt weiter zu
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Berlin/Düsseldorf, 29. Juli 2010 - Immer mehr Unternehmen setzen zur Besetzung freier Stellen derzeit auf Leih- und Zeitarbeit. „Für mehr als jede dritte neue Stelle suchten die Betriebe nach Daten der Bundesagentur für Arbeit (BA) im Juni einen Zeitarbeiter“, berichtet die Tageszeitung Die Welt http://www.welt.de und bezieht sich auf eine Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Fraktion Die Linke. „Demnach haben sich die Jobangebote in der Leiharbeit seit Jahresanfang mehr als verdoppelt, während die Zahl der übrigen Stellen lediglich um ein Drittel zulegte. Entsprechend kletterte der Anteil der Leiharbeitsposten an allen neuen Stellen von 25 Prozent im Januar auf 35 Prozent im Juni“, so das Blatt.
Überraschen können diese Zahlen nicht, hat doch gerade erst eine Studie des Lehrstuhls für Wirtschafts- und Sozialpsychologie der Universität Erlangen-Nürnberg http://wiso-psychologie.uni-erlangen.de im Rahmen des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderten Projekts FlexPro ergeben, dass 40 Prozent der über 1200 befragten kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) in den letzten Jahren Erfahrungen mit externem Personal gesammelt haben. Bei den produzierenden Unternehmen weisen sogar knapp die Hälfte der Befragten Erfahrungen mit Zeitarbeit auf.
Die überwiegende Mehrheit gab zudem an, dass das Qualifikationsniveau des temporären Personals mit Abstand das wichtigste Kriterium für die Auswahl eines Personaldienstleisters sei: Insgesamt 78 Prozent bezeichneten dies als ausschlaggebend. Diese Zahlen entsprechen den Ergebnissen auf die Frage nach der obersten Zielstellung der jeweiligen Unternehmensstrategie. Über 40 Prozent gaben an, dass sie in ihrer Branche in erster Linie die Qualitätsführerschaft anstreben. Das Klischee, dass Betriebe bevorzugt aus Kostengründen auf Zeitarbeitnehmer zurückgreifen würden, fand keine Bestätigung - im Gegenteil: Lediglich elf Prozent der Befragten nannten diesen Punkt als wesentliches Motiv.
„Entscheidendes Kriterium ist nach wie vor der hohe Flexibilisierungsgrad, der durch die Zeitarbeit gewährleistet wird - damit bleibt die deutsche Wirtschaft im nationalen wie auch internationalen Vergleich wettbewerbsfähig", kommentierte der Geschäftsführer des Interverbandes Deutscher Zeitarbeitsunternehmen http://www.ig-zeitarbeit.de, Martin Dreyer.
Die Vorzüge, die nicht nur im Bereich der schlechter bezahlten Arbeitsplätze durch die Zeit- und Leiharbeit zu verzeichnen sind, finden jedoch in der öffentlichen Diskussion immer noch wenig Beachtung: „Die Zeitarbeit stellt eine hochflexible Personalreserve dar, die nicht nur dazu dient, Auftragsspitzen kurzfristig abfangen zu können. Der Arbeitgeber hat zudem die Möglichkeit, ohne großes Risiko einen potenziellen neuen Mitarbeiter in Augenschein zu nehmen und zu prüfen, ob man ihn dauerhaft an das eigene Unternehmen binden kann“, so die Überzeugung von Udo Nadolski, Geschäftsführer des auf Technical Recruitment und Outsourcing Services spezialisierten Beratungshauses Harvey Nash http://www.harveynash.de in Düsseldorf. Der Sprung in die Festanstellung aus dem Zeitarbeitsmodell heraus sei daher keine Seltenheit. „Im Bereich von hochqualifizierten Leistungsträgern wie Ingenieuren, Technikern und Facharbeitern ist die Zeitarbeit zudem ein wichtiges Instrument, um dem Fachkräftemangel zu begegnen“, so der Personalexperte.
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