NABU begrüßt Urteil des Bundesfinanzhofes zur Neuordnung der Grundsteuer
ID: 241989
NABU begrüßt Urteil des Bundesfinanzhofes zur Neuordnung der Grundsteuer
Berlin - Der NABU hat das Urteil des Bundesfinanzhofes (BFH) zur Reform der Grundsteuer begrüßt. Der BFH mahnt in seinem gestrigen Urteil eine Neubewertung des Grundvermögens an. Es sei nicht länger hinnehmbar, dass Grundstücke weiterhin auf Basis längst überholter Einheitswerte aus dem vergangenen Jahrhundert besteuert würden. Diese Praxis sei mit dem allgemeinen Gleichheitssatz (Art. 3 Abs. 1 des Grundgesetzes) nicht vereinbar.
"Bund und Länder müssen dem obersten Steuergerichtshof Deutschlands folgen und die Chance nutzen, die Grundsteuer umfassend und auch unter städtebaulich-ökologischen Vorzeichen zu reformieren. Die Grundsteuer sollte künftig jährlich ein bis zwei Euro pro Quadratmeter Grundstücksfläche zuzüglich bis zu ein Prozent des Bodenwerts betragen", forderte NABU-Präsident Olaf Tschimpke. Die aktuellen Reformüberlegungen des Bundes und der Länder zielten auf eine kontrollaufwändige Gebäudebewertung, führten dadurch zu einem Mehr an Bürokratie und haben zudem Aufkommensneutralität zum Ziel, d.h. das Gesamtaufkommen aus der Grundsteuer soll nach deren Auffassung nicht höher ausfallen als heute. Bund und Länder versuchten sich zwar seit Jahren an einer Reform, wollten sie aber wegen befürchteter Widerstände betroffener Grundeigentümer im Grunde gar nicht.
Schon allein mit Blick auf das 30-Hektar-Flächensparziel der Bundesregierung sei eine Reform der Grundsteuer überfällig. Eine bessere Ausnutzung bestehender Baurechte und ein insgesamt sparsamerer Umgang mit Grund und Boden wären die erwünschten Folgen. Die Neuinanspruchnahme von Flächen im Außenbereich müsse aus Natur- und Landschaftsschutzgründen aber auch aufgrund des demografischen Wandels sowie erheblicher Infrastrukturfolgekosten künftig drastisch reduziert werden.
"Grund und Boden sind ein begrenztes Gut, dessen Besitz und Nutzung gemessen an seiner gesellschaftlichen Bedeutung in Deutschland vergleichsweise niedrig besteuert wird. Die steuerliche Belastung eines bebauten Grundstücks macht in der Regel weniger als 0,2 Prozent seines Verkehrswertes aus. Die meisten OECD-Staaten besteuern Grundvermögen deutlich höher: Ein Prozent des Verkehrswertes ist international durchaus üblich", so Ulrich Kriese, siedlungspolitischer Sprecher des NABU. In vielen Staaten bilde die Grundsteuer zugleich die wichtigste Einnahmequelle der Kommunen. Höhere Erträge bei der Grundsteuer würden auch in Deutschland Entlastungen bei anderen Steuerarten ermöglichen.
Für Rückfragen:
Ulrich Kriese, siedlungspolitischer Sprecher des NABU, Ulrich.Kriese@nabu.de, +41 77 405 04 02.
Bereitgestellt von Benutzer: pressrelations
Datum: 12.08.2010 - 17:04 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 241989
Anzahl Zeichen: 2971
pressrelations.de – ihr Partner für die Veröffentlichung von Pressemitteilungen und Presseterminen, Medienbeobachtung und Medienresonanzanalysen
Diese Pressemitteilung wurde bisher 409 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"NABU begrüßt Urteil des Bundesfinanzhofes zur Neuordnung der Grundsteuer"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
NABU - Naturschutzbund Deutschland (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Miller: Forderung nach Abschaffung des Verbandsklagerechts ist billiges Mittel Berlin - Der NABU beurteilt die Forderung von Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer, das Verbandsklagerecht einzuschränken oder gar abzuschaffen, als billiges Mittel, um von seiner desaströsen Amtszeit abzulenken.
Weiße Riesen mit schwarzer Weste - NABU startet Fotowettbewerb zur Luftverschmutzung durch Kreuzfahrtschiffe ...
Berlin - Schwarze Rauchsäulen aus den Schloten von Kreuzfahrtschiffen - Wer dies in diesem Sommer beobachtet, sollte am besten gleich zur Kamera greifen. Denn der NABU ruft dazu auf, die enorme Abgasbelastung durch Kreuzfahrtschiffe zu dokumentieren. "Noch immer pustet jedes vermeintliche Tr
Artenschutz/International: Erster Schneeleopard tappt in NABU-Fotofalle im kirgisischen Tien Shan Tennhardt ...
aaten müssen sich auf globalen Schutzplan verständigen Berlin/Bischkek - Ein stattlicher Schneeleopard ist in eine der 18 Fotofallen getappt, die der NABU erst vor wenigen Wochen im kirgisischen Tien Shan installiert hat. Das bis zu 7439 Meter hohe im Norden des Landes gelegene Hochgebirge ist
Weitere Mitteilungen von NABU - Naturschutzbund Deutschland
Modulraum-Aufträge für Büro- und Bettengebäude ...
12. August 2010 - Dischingen. Nicht weniger als drei Großaufträge sorgen beim Modulbau- und Containerbau-Spezialisten Grinbold-Jodag GmbH aus Dischingen (Baden-Württemberg) für volle Auftragsbücher bis zum Ende des Jahres. "Wir erleben gerade eine wesentlich höhere Investitionsbereitschaf
ACO Haustechnik: Nominierung für den Designpreis der Bundesrepublik Deutschland 2011 ...
Die Nominierung der Entwässerungslösung ACO ShowerDrain Walk-in für den Designpreis der Bundesrepublik Deutschland 2011 unterstreicht erneut das seit Jahren sehr hohe Niveau der auch technologisch führenden Produkte von ACO Haustechnik im Bereich der Badezimmerentwässerung. Der Designpreis d
Sparsame Jugend ...
Die deutsche Jugend ist sparsam. Fast die Hälfte der 17- bis 19-Jährigen legt regelmäßig Geld zur Seite. 55 Prozent setzen dabei laut einer Exklu-siv-Umfrage der Bausparkasse Schwäbisch Hall auf das Sparbuch. Immerhin fast 16 Prozent der Jugendlichen vertraut auf die Sparbüchse. Da-nach folgt
Originalität macht auch vor Fertiggaragen keinen Halt ...
Eine Garage gehört zu einem perfekten Familienheim dazu - wobei Branchenkenner eher zu einer Doppelgarage raten. Denn die Kinder werden schließlich irgendwann groß und der Fuhrpark erweitert. Fertiggaragen können ansprechend gestaltet und interessant gebaut werden und somit jedes Eigenheim versc




