Förderung der Materialwissenschaft und Werkstofftechnik wird ausgebaut
ID: 247942
Förderung der Materialwissenschaft und Werkstofftechnik wird ausgebaut
Darmstadt, 26. August 2010. Ob in der Medizin, dem Automobilbau oder in der Umwelttechnik - kaum eine Branche kommt ohne innovative Werkstoffe aus. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) plant deshalb, die Förderung bei der Werkstoff- und Materialforschung in den nächsten Jahren auszubauen. Die Schwerpunkte sind in einem 10-Punkteprogramm zur Werkstoff- und Materialforschung skizziert, das vom BMBF und von der Deutschen Akademie der Technikwissenschaften (acatech) am Donnerstag in Darmstadt vorgestellt wurde.
"Die meisten Innovationen wären ohne neue Werkstoffe nicht möglich gewesen", sagte BMBF-Staatssekretär Dr. Georg Schütte anlässlich der Vorstellung des Programms. Werkstoffe und Materialien erzielen in Deutschland einen jährlichen Umsatz von knapp einer Billion Euro, rund 5 Millionen Arbeitsplätze hängen direkt oder indirekt von der Materialbranche ab. "Das 10-Punkteprogramm zeigt, worauf wir die Forschungsförderung bei den Werkstoffen konzentrieren wollen", sagte Schütte weiter. "In manchen Bereichen sind wir Weltspitze, auf anderen Gebieten müssen wir noch aufholen. Dabei soll das Programm den Forschern helfen." Die Schwerpunkte sind nach den Worten des Staatssekretärs eng angelehnt an die Hightech-Strategie, die sich in dieser Legislaturperiode auf die Gebiete Gesundheit/Ernährung, Klima/Energie, Mobilität, Kommunikation sowie Sicherheit konzentriert. "In allen diesen Bereichen spielen Werkstoffe eine zentrale Rolle", sagte Schütte. "Der leistungsstarke Computer, der brillante LCD-Fernseher und das neue Auto - dies alles ist erst durch neue Werkstoffe möglich geworden."
"Wir denken Innovationen oft zu sehr von den Endprodukten her. Ohne moderne Werkstoffe im Verborgenen haben viele neue Technologien keine Chance", sagte Prof. Henning Kagermann, Präsident der Deutschen Akademie der Technikwissenschaften und Vorsitzender der Nationalen Plattform Elektromobilität. "Um Elektroautos billiger zu machen und gleichzeitig Reichweiten zu erhöhen, brauchen wir optimale Materialien in der Batterie, bessere Dämmstoffe und auch Werkstoffe, die das Auto leichter machen. Auch deshalb ist es gut, dass die Materialwissenschaft und Werkstofftechnik in den Koalitionsvertrag und in die Fortschreibung der Hightech-Strategie des BMBF aufgenommen wurden."
Dr. Thomas Geelhar, Chief Technology Officer des Unternehmensbereichs Chemie bei der Merck KGaA, demonstrierte bei dem Pressegespräch das Potenzial der Materialwissenschaft und Werkstofftechnik in der organischen Elektronik anhand eines 3D-Flachbildfernsehers der neuesten Generation. Prof. Thomas Schmitz-Rode, Direktor am Helmholtz-Institut für Biomedizinische Technik und Inhaber des Lehrstuhls für Angewandte Medizintechnik an der RWTH Aachen, skizzierte die Anwendungsmöglichkeiten neuer Werkstoffe in der Medizintechnik.
Mehr Informationen über acatech finden Sie im Internet unter www.acatech.de.
Weitere Informationen zur Werkstoff-Forschung gibt Ihnen bei acatech Jann Gerrit Ohlendorf, Leiter der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit (Tel.: 089 520 30 940 oder 0176 23 88 61 65; E-Mail: ohlendorf@acatech.de).Im BMBF können Sie sich wenden an den Stellvertretenden Pressesprecher Christian Herbst (030 1857 5175; E-Mail: christian.herbst@bmbf.bund.de).
BMBF - Bundesministerium für Bildung und Forschung
Pressereferat
Hannoversche Straße 28 - 30
D - 10115 Berlin
Telefon: (030) 18 57 - 50 50
Fax: (030) 18 57 - 55 51
E-Mail: presse@bmbf.bund.de
URL: http://www.bmbf.de/press/
Bereitgestellt von Benutzer: pressrelations
Datum: 26.08.2010 - 14:46 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 247942
Anzahl Zeichen: 4028
pressrelations.de – ihr Partner für die Veröffentlichung von Pressemitteilungen und Presseterminen, Medienbeobachtung und Medienresonanzanalysen
Diese Pressemitteilung wurde bisher 330 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Förderung der Materialwissenschaft und Werkstofftechnik wird ausgebaut"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Lesen und Vorlesen, das Erzählen von Geschichten und das Erleben der deutschen Sprache sind für Flüchtlingsfamilien wichtige Hilfestellungen zur Integration und zur Orientierung in unserem Land. Deshalb hat die Stiftung Lesen im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und Forschung das drei
Ausbildungsbilanz 2015 liegt vor ...
Das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) hat die Ergebnisse der Erhebung über die neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge zum 30. September 2015 vorgelegt. Die Zahl der neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge ist in diesem Jahr mit 522.200 gegenüber dem Vorjahr stabil. Die Zahl der betrieb
Was kostet uns der Klimawandel? ...
Hitze, starker Regen, Meeresspiegelanstieg, Hochwasser- und Sturmereignisse - all diese Phänomene scheinen im Zuge des Klimawandels vermehrt und stärker aufzutreten. Sie führen zu erheblichen Schäden an öffentlichen Infrastrukturen, privaten Vermögenswerten, der menschlichen Gesundheit und
Weitere Mitteilungen von Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)
Schule macht Spaß ... auch während der Kur ...
Kinder, die während der regulären Schulzeit mit ihrer Mutter (oder dem Vater) zur Kur fahren, verpassen dadurch den Unterricht in der Schule am Heimatort und müssen nach der Kur den Stoff von drei Wochen (manchmal auch mehr) nachholen. Der dadurch erzeugte Druck macht den Kurerfolg zumindest t
Heidelberger Leben schreibt Fotowettbewerb in der Metropolregion aus ...
t werden die schönsten Motive zum Thema "Lieber länger leben" Heidelberg (26.08.2010) ? Das in Heidelberg ansässige Versicherungsunternehmen Heidelberger Lebensversicherung AG schreibt zum ersten Mal einen Fotowettbewerb zum Thema "Lieber länger leben" für angehende Beruf
FDP leistet aktive Trauerarbeit um Stipendienprogramm ...
"Das Nationale Stipendienprogramm ist nicht zu retten. Die Forderungen der FDP nach einer Aufstockung verstehe ich als aktive Trauerarbeit", erklärt Nicole Gohlke, hochschulpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE, und fordert stattdessen eine deutliche Aufstockung des BAföG. Die s
Förderung der Materialwissenschaft und Werkstofftechnik wird ausgebaut ...
(ddp direct) Darmstadt, 26. August 2010. Ob in der Medizin, dem Automobilbau oder in der Umwelttechnik kaum eine Branche kommt ohne innovative Werkstoffe aus. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) plant deshalb, die Förderung bei der Werkstoff- und Materialforschung in den nächs




