Die Atomkraft-Ja-Bitte-Kanzlerin
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Die Atomkraft-Ja-Bitte-Kanzlerin
Zu Angela Merkels Energiereise und dem Treffen mit den Konzernchefs erklärt Claudia Roth, Bundesvorsitzende von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN:
"Mit dem Versuch, sich als robust gegen den Druck der Atombosse zu inszenieren, ist Angela Merkel grandios gescheitert. Vorne herum nach dem Prinzip 'good guy - bad guy', gibt sie hinter verschlossenen Türen mit den RWE- und Eon-Chefs Großmann und Teyssen die Atomkraft-Ja-Bitte-Kanzlerin. Statt einem klaren Nein zu den Forderungen der Manager freut sie sich mit ihren Brüdern im Geiste auf die Übergabe der Energieszenarien und setzt diese rechtzeitig ins Bild.
Den Menschen ist jedoch längst klar: Das Ergebnis der Berechnungen sind Laufzeitverlängerungen und Mega-Gewinne für die große Sause von Atomlobby und Bundesregierung. Auf Gutachter, die sich von der Atomindustrie bezahlen lassen, den Anteil der Erneuerbaren Energien in ihren Berechnungen gering halten und ausschließlich die Möglichkeit von Laufzeitverlängerungen durchspielen, können sich Merkel, Großmann und Co. verlassen. Die Sorgen der Menschen und der Blick auf eine zukunftsfähige Enregieversorgung stören da nur.
Statt mit einer Auseinandersetzung um unterschiedliche energiepolitische Konzepte von Regierung und Opposition haben wir es längst mit einer skrupellosen Schattenregierung aus der Atomlobby zu tun. Die Bezahlung der angeblich unabhängigen Gutachter durch die Atomindustrie ist der vorerst jüngste Höhepunkt einer skandalösen Politik."
Pressedienst Bündnis 90 / Die Grünen
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Datum: 26.08.2010 - 16:16 Uhr
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