THW startet mit deutlichem Sieg gegen Friesenheim
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THW startet mit deutlichem Sieg gegen Friesenheim
Christian Zeitz überragend
Bundesliga, 1. Spieltag: 29.08.2010, So., 15.00: THW Kiel - TSG Friesenheim: 37:19 (16:10)
Auftakt nach Maß für den THW Kiel: Gleich am ersten Spieltag der TOYOTA Handball-Bundesliga ergatterten sich die "Zebras" am Sonntag durch einen Kantersieg gegen die TSG Friesenheim die Tabellenführung. Der Aufsteiger aus Ludwigshafen hielt in der ausverkauften Sparkassen-Arena-Kiel rund 20 Minuten gut mit, wurde von den Kielern aber im zweiten Durchgang regelrecht überrannt. Bester Spieler auf dem Parkett beim deutlichen 37:19 (16:10)-Erfolg war Christian Zeitz, der mit tollen Anspielen und zehn Toren viele Glanzpunkte setzte.
Die Bundesliga-freie Zeit hat endlich ein Ende: 88 Tage nach dem letzten Heimspiel der Kieler gegen Balingen ging es am Sonntagnachmittag in der Sparkassen-Arena-Kiel wieder um Punkte. Natürlich war die Halle restlos ausverkauft, auch aus Ludwigshafen waren einige durch Trommler unterstützte, lautstarke Fans mitgereist zum allerersten Bundesliga-Spiel ihrer "Eulen".
Und die Gäste versteckten sich von Beginn an nicht, zeigten keine Angst vor dem Champions-League-Sieger und Rekordmeister. Zwar hielt Omeyer den ersten Wurf von Gabor Ancsin, zwar zimmerte Christian Zeitz den Ball zum 1:0 in die Maschen - doch nach dem Ausgleich von Bonnkirch gelang dem starken Kreisläufer Evgeni Pevnov die erste Erstliga-Führung für die TSG Friesenheim. In Ruhe spielten die Pfälzer ihre Spielzüge aus. Auch wenn sie dabei nicht immer ein Mittel gegen die Kieler Zement-Abwehr um Kubes und Jicha im Mittelblock sowie Ahlm und Ilic auf den Halbpositionen fanden, konnten sie das Spiel zunächst ausgeglichen gestalten. Dies lag aber besonders an den "Zebras", die im eigenen Angriffsspiel noch einige Abstimmungsprobleme offenbarten. Sonderapplaus erntete aber bereits zu Beginn der glänzend aufgelegte Christian Zeitz, der die Gästeführung durch Dietrich zum 2:3 postwendend nach einem tollen Wackler egalisierte und wenig später mit tollem Einsatz einem verlorenen Ball hinterher hechtete und damit den Gegenstoß zum möglichen 3:5 vereitelte.
Doch es ging mühselig weiter bei den Kielern. Auch zwei Paraden von Omeyer gegen Bonnkirch wussten die "Zebras" nicht zu nutzen, um sich nach Jichas 5:4 abzusetzen. Nachdem Zeitz Marcus Ahlm wundervoll zum 6:5 in Szene setzte, musste der bei seinem Debüt etwas übermotivierte Daniel Kubes für zwei Minuten auf die Bank, was Friesenheim durch Grimm zum 6:6 (14.) nutzte - es sollte der letzte Ausgleichstreffer für die Gäste bleiben. Denn nachdem Christian Zeitz sich einen schon verloren geglaubten Ball pflückte und von der linken (!) Seite das 7:6 markierte, legten die Kieler endlich einmal nach: Henrik Lundström mit Steal und Alleingang zum 8:6, der gute Omeyer mit einer Parade gegen Matschke und Ilic zum 9:6 nach einer tollen Wurffinte. Als der frisch eingewechselte Palmarsson zum 10:7 erhöhte und bei Friesenheims Rückraum-Linkshänder Ancsin bei einem Fehlpass und einem nicht gefangenen Ball erste Ermüdungserscheinungen einsetzten, konnten sich die favorisierten "Zebras" langsam absetzen. Zwar verkürzte Grimm noch per Gegenstoß auf 8:10, doch Lundström und Jicha erhöhten den Vorsprung erstmals auf vier Treffer. Und nachdem Tobias Reichmann sensationell am eigenen Kreis in einen Friesenheimer Pass hechtete und damit das 13:8 (23.) durch Zeitz einleitete, stand die Sparkassen-Arena-Kiel erstmals Kopf. TSG-Trainer Thomas König stellte nun seine Abwehr um, die nun offensiver gegen den Kieler Rückraum rausrückte. Doch Christian Zeitz ließ sich auch davon nicht stoppen: Der Linkshänder setzte seine beeindruckende Show fort, traf zum 14:9 und mit einem weiteren "Hammer" in den Winkel in Unterzahl auch zum 15:10. Doch nicht nur durch seine Torwürfe wusste der 29-Jährige zu überzeugen, denn mit einem feinen Anspiel auf Linksaußen Lundström, der mit dem Pausenpfiff auf 16:10 erhöhte, leitete Zeitz auch den Schlusspunkt unter die erste Halbzeit ein.
Den Torreigen des zweiten Durchgangs eröffnete Tobias Reichmann, der nach schönem Ilic-Anspiel mit seinem ersten Torwurf des Spiels zum 17:10 traf. Mit einem Unterarmwurf durch die Beine von Omeyer verkürzte Dietrich anschließend, ehe der THW Kiel endgültig Ernst machte. Zeitz erzielte mit seinem bereits siebten Treffer das 18:11, anschließend parierte Omeyer einen Wurf von Ancsin. Jicha bediente Ahlm mit schönem Anspiel zum 19:11, Omeyer ließ sich auch vom Siebenmeterpunkt nicht mehr überwinden, und Jicha markierte im Gegenstoß den 20. Kieler Treffer. Die TSG Friesenheim war nun im Angriff völlig verunsichert, technische Fehler und Fehlpässe häuften sich. Die Kieler nutzten dies konsequent aus, besonders "Sprungwunder" Tobias Reichmann als Abnehmer von weiten Abwürfen Omeyers und Momir Ilic taten sich nun als Vollstrecker hervor. Als Jan-Lars Gaubatz nach sieben torlosen Minuten endlich wieder für die Gäste traf, war der THW Kiel längst auf 12 Tore enteilt, die Partie längst entschieden.
Jetzt konnte also die Kür folgen bei den "Zebras": Milutin Dragicevic kam nach 40 Minuten für Marcus Ahlm und damit zu seinem Bundesliga-Einstand. Der serbische Kreisläufer zeigte auch gleich bei seinem Treffer zum 24:12 seine Klasse. Es begann nun ein munteres Spiel, in dem der THW die Friesenheimer Angreifer wieder ein bisschen Luft holen ließ. Besonders die Einwechslung des erst 18-jährigen Kreisläufer-Talents Alexander Becker machte sich bezahlt, mit drei Treffern hielt dieser den Rückstand bis zum 16:28 (49.) zumindest konstant. Die Gala der "Zebras" nahm aber noch einmal Fahrt auf: Momir Ilic mit einem Wahnsinnsgeschoss aus 14 Metern bei angezeigtem Zeitspiel, Dragicevics Kaltschnäuzigkeit am Kreis und natürlich die weiterhin beeindruckende Show von Christian Zeitz wusste die Kieler Fans zu begeistern. In der 56. Spielminute gelang dem Linkshänder schließlich sogar sein zehnter Treffer - eine Leistung, die ihm im THW-Trikot bislang erst einmal, vor fast sechs Jahren bei einem Champions-League-Spiel auf Island, gelang. Den Schlusspunkt unter einer besonders im zweiten Durchgang sehr unterhaltsamen Partie setzte aber Milutin Dragicevic, der mit der Schlusssirene gar noch seinen sechsten Treffer hätte erzielen können, aber an Maximilian Bender scheiterte.
Der THW Kiel steht also nach dem ersten Spieltag schon wieder dort, wo er auf jeden Fall auch nach dem letzten stehen möchte: an der Spitze. Nachlegen können die "Zebras" am kommenden Freitag, wenn sie beim DHC Rheinland - bis zur letzten Saison als TSV Dormagen bekannt - antreten müssen.
http://www.thw-provinzial.de/
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Datum: 30.08.2010 - 19:16 Uhr
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