„Rambo-Chefs bekommen nur 50 % Leistung“
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Bonn, 24. Januar 2007. Führungskräfte, die nach Rambo-Art Angst und Schrecken verbreiten, sind langfristig nicht erfolgreich. „Wer Mitarbeiter dazu bringt – sei es durch Angst, Druck, Drohung oder Erpressung gegen ihre Einsicht und gegen ihren Willen etwas zu tun, bekommt nur 50 % der möglichen Leistung“, erläuterte Dr. Norbert Copray, Direktor der Deutschen Fairness Stiftung, Frankfurt, in einem Interview mit dem Verlag für die Deutsche Wirtschaft.
„Wir haben eine bedenkliche Zunahme an Fällen, in denen Vorgesetzte glaubten, durch das Erzeugen von Angst, Schrecken und Überstress Mitarbeiter zu höheren Dauerleistungen anzuspornen. Dieses Rambo-Verhalten hatten sich einige von den in Medien gepriesenen Siegertypen unter den Bossen und Sanierer abgeschaut, um selbst mit dem Druck durch Vorgaben von oben zurecht zu kommen“, erläuterte Copray am Rande eines Konflikt-Seminars in Köln.
Dahinter verberge sich die Unfähigkeit von Vorgesetzten, sich die eigene Angst anzuschauen und mit ihr auf faire Art umzugehen. Außerdem glaubten viele, der knallharte, kompromisslose und eher unfaire Manager sei der erfolgreichste, was nachweislich nicht stimme. „ Entscheidend ist es, sich eine natürliche Autorität und damit Macht zu erarbeiten. Und die entsteht – durch viele Forschungen und Studien nachgewiesen – durch faires Entscheiden und Handeln“, so Copray im Interview.
Daher sei es klug, seine Macht einzusetzen, um andere für etwas zu begeistern. „Wenn Macht an ethisch begründete Werte gebunden wird, ist die Voraussetzung für Fairness geschaffen. Selbstreflexion und die Fähigkeit, Kritik anderer anzunehmen und umzusetzen, gehören dazu.“ So geführt, würden sich Mitarbeiter mit dem Vorgesetzten und dem Unternehmen identifizieren und hoch motiviert und selbständig arbeiten, rät der Direktor der Fairness Stiftung.
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