ADAC Studie: Busse billiger als Bahn

ADAC Studie: Busse billiger als Bahn

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ADAC Studie: Busse billiger als Bahn



(pressrelations) -
  • Streit um Fernbuslinien in Deutschland
  • Buspassagiere zahlen im Schnitt ein Drittel weniger
Laut Koalitionsvertrag sollen künftig Busse im deutschen Fernlinienverkehr zugelassen werden und damit der Bahn zunehmend Konkurrenz machen dürfen. Die Frage ist nicht, ob die Änderung kommt, sondern wann und wie. Der ADAC hat jetzt in einer aktuellen Studie die Preise von zehn Buslinien mit denen der Bahn verglichen. Dabei zeichnet sich ab, dass durch den neuen Wettbewerb Verbraucher schon jetzt klare Vorteile haben: Im Durchschnitt war die Bahn bei einer einfachen Fahrt fast ein Drittel teurer als der Bus, bei der Hin- und Rückfahrt gar 38 Prozent.
Insgesamt wurden 160 Ticketpreise zu den jeweils günstigsten verfügbaren Preisen für unterschiedlich lange Reiseaufenthalte bei Buchungsvorläufen zwischen vier Wochen und einem Tag erhoben.
Überaus negativ beispielsweise fiel der Vergleich der Strecke Mannheim-Hamburg bei der Buchung eine Woche vor einer einwöchigen Reise auf: Für die einfache Fahrt verlangte die Bahn 59 Euro, gegenüber 34 Euro für die Busfahrt. Bei der Hin- und Rückfahrt schlug die Bahn mit 118 Euro zu Buche, der Bus hingegen bot die Fahrt mit 57 Euro für weniger als die Hälfte des Bahnpreises an. Insgesamt war die Bahn in dieser Prüfkategorie auf sechs Strecken sowohl bei der einfachen als auch bei der Hin- und Rückfahrt teurer.
Noch eindrucksvoller sind die Unterschiede bei der kurzfristigen Buchung einer Wochenend-Reise einen Tag vor Abfahrt: Auf allen zehn Strecken war die Bahn deutlich teurer, und zwar sowohl bei einer einfachen als auch bei der Hin- und Rückfahrt. Bei mehr als der Hälfte der Strecken zahlte man sogar mehr als das Doppelte. Krasser Ausreißer war die Strecke Hamburg-Berlin: 21 Euro kostete die einfache Busfahrt, die Bahnfahrt mit 56 Euro fast das Dreifache. Mehr als das Dreifache sogar wurde fällig für Hin- und Rückfahrt: 112 Euro für die Bahn konkurrierten mit 36 Euro für den Bus.


Dazu Ulrich Klaus Becker, ADAC-Vizepräsident für Verkehr: "Mehr Wettbewerb zwischen den Verkehrsträgern Bus und Bahn kommt letzten Endes den Reisenden zugute. Bedingung dafür ist neben der Auslastung der Busse die Einhaltung hoher Sicherheitsanforderungen sowie der Umwelt- und Sozialstandards."
Vorteil Bahn: Die Taktfrequenzen liegen noch deutlich höher als beim Bus. Und wer zeitlich flexibel ist und mehrfaches Umsteigen nicht scheut, kann für den Zug attraktive Schnäppchenpreise ergattern.


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Datum: 27.09.2010 - 13:46 Uhr
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