SfB fordert gesetzliche Verpflichtung für Kreditinstitute niedrige Zinssätze an Kunden weiter zu geben
ID: 264643
SfB fordert gesetzliche Verpflichtung für Kreditinstitute niedrige Zinssätze an Kunden weiter zu geben
"Wenn man bedenkt, dass die Banken seit Beginn der Finanzkrise im Herbst 2008 nur 1 Prozent für die Geldbeschaffung bei der Europäischen Zentralbank zahlen, liegt es auf der Hand, dass Bankkunden hier gnadenlos abgezockt werden und die wirtschaftliche Notlage vieler Bankkunden ausgenutzt wird", meint der Vorsitzende der SfB, Jörg Schädtler.
Da nicht davon auszugehen ist, dass Banken niedrige Zinsen freiwillig an ihre Kunden weiter geben, fordert die SfB eine entsprechende gesetzliche Verpflichtung für Banken, wie es auch schon der Bundesgerichtshof in seinen Entscheidungen vom 21.04.2009, Az.: XI ZR 55/08 und XI ZR 78/08 angedeutet hat.
"Der Gesetzgeber ist hier gefordert, dem Treiben der Banken bei der Zinsabzocke zu Lasten ihrer Kunden ein und für alle Mal ein Ende zu setzen. Es ist schon eine Frage des Anstands, dass diejenigen Banken, die Staatsbürgschaften in Anspruch genommen haben, hier besonderes in die Pflicht genommen werden", so Schädtler weiter.
Bankkunden werden zudem darauf hingewiesen, dass Banken für die Überziehung eines Dispokredits keine zusätzlichen Gebühren verlangen dürfen, wie das Oberlandesgericht Hamm (Az.: 31 U 55/09) und das Oberlandesgericht Frankfurt am Main (Az.: 23 U 157/09) jetzt entschieden hatten. Ebenso hatte das Oberlandesgericht Bamberg mit Urteil vom 04.08.2010 (Az.: 3 U 78/10) erkannt, dass Banken keine zusätzliche Gebühren für die Bearbeitung eines Kredits verlangen dürfen.
Schutzgemeinschaft für Bankkunden e.V.
Hohenrainweg 3e
91174 Spalt
www.schutz-vor-banken-de
schutz-vor-banken@t-online.de
Die Schutzgemeinschaft für Bankkunden e.V. (SfB) ist ein Verbraucherschutzverein, der ausschließlich die Interessen der Verbraucherinnen und Verbraucher gegen Banken und Finanzdienstleister vertritt und beim Bundesamt für Justiz in die Liste der klagebefugte Einrichtungen eingetragen ist. Hierbei werden u.a. verbraucherschutzwidrige Praktiken von Banken und Finanzdienstleistern gerichtlich verfolgt und eine umfangreiche Aufklärungsarbeit der VerbraucherInnen geleistet mit dem Ziel, verbraucherschutzwidrige Praktiken entsprechend den Vorgaben der einschlägigen Europäischen Richtlinien ein und für allemal abzustellen.
Pressekontakt:
RAin Heidrun Jakobs, LL.M.
Kreuzberger Ring 18 a
65205 Wiesbaden
Telefon: 0611 / 71 69 323
Telefax: 0611 / 71 69 324
Bereitgestellt von Benutzer: pressrelations
Datum: 27.09.2010 - 14:16 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 264643
Anzahl Zeichen: 3126
pressrelations.de – ihr Partner für die Veröffentlichung von Pressemitteilungen und Presseterminen, Medienbeobachtung und Medienresonanzanalysen
Diese Pressemitteilung wurde bisher 383 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"SfB fordert gesetzliche Verpflichtung für Kreditinstitute niedrige Zinssätze an Kunden weiter zu geben"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
SfB (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Spalt, 31.08.2011. Inhaber von Pfändungsschutzkonten (so genannte P-Konten) der Sparkasse Mansfeld-Südharz können aufatmen. Das Oberlandesgericht Naumburg hat mit einem am 27.05.2011 verkündeten Urteil, Aktenzeichen 10 U 5/11, entschieden, dass die Gebühren, die die Sparkasse Mansfeld-Südhar
Bankklausel 'Darlehenskontoführungsgebühr' und 'Entgelt für die Bearbeitung von Darlehen' unwirksam! ...
Spalt, 21. Juni 2011. Die Schutzgemeinschaft für Bankkunden e.V. (SfB) weist darauf hin, dass eine Klausel, wonach Kreditinstitute monatliche Gebühren für das Führen eines Darlehenskontos verlangen, unwirksam ist. Das hat der 11. Zivilsenat des Bundesgerichtshof (BGH) in einem am 07. Juni 2011
Weitere Mitteilungen von SfB
Factoring als Qualitätsmerkmal ...
Düsseldorf, 27. September 2010 - Längst hat sich Factoring auch in Deutschland als professionelle und flexible Finanzierungsalternative industrieübergreifend etabliert. Dennoch taucht noch immer vereinzelt ein hartnäckiger Vorbehalt gegenüber der umsatzkongruenten Finanzierungsform auf: Sobald
Ministerpräsident Volker Bouffier und Sozialminister Grüttner zur Neuregelung bei den Hartz IV-Regelsätzen ...
"Mit Transparenz und Konsequenz hat die Bundesregierung die Neuberechnung der Regelsätze umgesetzt und damit dem Urteil des Bundesverfassungsgericht entsprochen", erklärte Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier. Die Erhöhung beruhe auf Berechnungen des Statistischen Bundesamtes und
Die gewerbliche Immobilienfinanzierung in Deutschland auf dem Weg aus der Krise - Helaba stellt Studie zum Büromarkt Frankfurt vor ...
Frankfurt am Main ? Im Vorfeld der ExpoReal in München hat die Helaba Landesbank Hessen-Thüringen ihre Studie "Büromarkt Frankfurt: Qualität zählt" vorgestellt. Im Fokus stehen die Pers-pektiven für den Büromarkt Frankfurt und die Wirtschaftsregion Rhein-Main. Johann Berger, stell-v
Sechs Monate Frauenquote bei der Deutschen Telekom ...
Personalvorstand Thomas Sattelberger: "Erstes Etappenziel ist erreicht" Von zwei auf sechs Top-Managerinnen im Business Leader Team Sechs weibliche Aufsichtsräte neu bestellt Die Deutsche Telekom zieht eine erste Zwischenbilanz für ihre vor einem halben Jahr eingefü




