Staatssekretärin Bredehorst: 'Fehler im Gesundheitswesen werden zu häufig ignoriert'

Staatssekretärin Bredehorst: 'Fehler im Gesundheitswesen werden zu häufig ignoriert'

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Staatssekretärin Bredehorst: "Fehler im Gesundheitswesen werden zu häufig ignoriert"



(pressrelations) - 30. September 2010
Das Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter des Landes Nordrhein-Westfalen teilt mit:
"Wir müssen mit Risiken und Fehlern im Gesundheitswesen offen umgehen und sie als Chance zum Besserwerden begreifen.? Das sagte Marlis Bredehorst, Staatssekretärin im nordrhein-westfälischen Gesundheitsministerium, heute (30.09.2010) in Bonn anlässlich einer Veranstaltung des 9. Deutschen Kongresses für Versorgungsforschung.
Staatssekretärin Marlis Bredehorst: "In der öffentlichen Diskussion spielen die Sicherheit für Patientinnen und Patienten, das Erkennen von Risiken, unerwünschte Ereignisse, Fehler und Schäden in der Gesundheitsversorgung eine immer größere Rolle. Im Gesundheitswesen selbst dagegen wird die Tatsache, dass Fehler passieren, leider immer noch zu häufig ignoriert.?
Beste medizinische Qualität, so die Staatssekretärin weiter, müsse das oberste Ziel im Gesundheitsbereich sein. Das Qualitätsbewusstsein müsse gestärkt werden, damit alle Beschäftigten in Krankenhäusern und Arztpraxen so gut und so wirtschaftlich wie möglich arbeiten können. Denn Fehler in der Medizin führten nicht nur zu körperlichen Schäden, sondern auch höheren Kosten in der gesundheitlichen Versorgung.

Hintergrund
Medizinische Fachgesellschaften und das Institut für Patientensicherheit an der Universität Bonn gehen davon aus, dass
  • 5 ? 10 % (bis zu 1,75 Mio.) der Krankenhauspatienten in Deutschland pro Jahr sogenannte unerwünschte Ereignisse erfahren und 2 ? 4 % (bis zu 350.000) aller Patienten einen vermeidbaren Schaden erleiden sowie
  • bis zu 17.000 Todesfälle in Krankenhäusern pro Jahr aufgrund vermeidbarer Zwischenfälle eintreten.
Auch Infektionen gehören zu den häufigsten unerwünschten Begleiterscheinungen medizinischer Behandlungen. Jährlich treten in Deutschland schätzungsweise 500.000 Fälle auf, jeder dritte könnte nach Expertenansicht vermieden werden.




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Datum: 30.09.2010 - 23:46 Uhr
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